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Aktien Frankfurt: Corona-Angst lässt Dax einknicken

15.10.2020 | 15:00

FRANKFURT (awp international) - Die Notierungen am deutschen Aktienmarkt sind am Donnerstag unter der Last steigender Corona-Infektionen eingebrochen. Die lange hoffnungsvolle Stimmung an den Börsen schlägt angesichts der zunehmenden Sorge vor erneut scharfen Einschnitten für die Wirtschaft in Angst um. Nach den strengeren Vorschriften in zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, schliessen Marktexperten inzwischen auch einen erneuten Lockdown in Europa nicht mehr aus. Der Dax reagierte darauf am Donnerstag mit deutlichen Verlusten von zuletzt minus 2,92 Prozent auf 12 647,42 Zähler. Zeitweise war er knapp unter die Marke von 12 600 Punkten gefallen.

Der MDax der 60 mittelgrossen Börsentitel verlor 1,99 Prozent auf 27 333,03 Punkte. Auch europaweit notierten die Börsen tief im Minus: Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone büsste 2,82 Prozent auf 3181,08 Zähler ein. An der Wall Street zeichnete sich zuletzt ein ebenfalls schwächerer Auftakt ab.

War der Oktober bis zum Vortag noch ein erfolgreicher Börsenmonat für den Dax, steht inzwischen seit Monatsanfang ein Minus zu Buche. Damit trübt sich auch charttechnisch das Bild für das wichtigste deutsche Börsenbaromater ein. Die Nervosität an den Märkten steigt angesichts der schwierigen Gemengelage. Experte Jochen Stanzl von CMC Markets sprach von "Angst, dass sich das Konjunkturpaket in den USA immer weiter verzögert, die Brexit-Gespräche nicht vorangehen und Impfstoff-Tests gestoppt werden müssen - und gleichzeitig die Infektionszahlen in Europa rasant steigen."

Einige Börsianer sehen nun die kommenden zwei Wochen als entscheidend an. "Grundsätzliche Kaufbereitschaft für Aktien deutscher Unternehmen ist bei den institutionellen Investoren weiterhin vorhanden", schrieb Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Dabei komme es jedoch auf das Kursniveau an. "Und dies lag zuletzt erkennbar im Kursbereich zwischen 12 500 und 12 750 Punkten."

Hierzulande gab es unter den Einzelwerten im Dax auch am Nachmittag keinen einzigen Gewinner. Dabei gerieten vor allem Werte unter Druck, die unter einem Konjunkturrückschlag besonders leiden würden. Im Einklang mit dem europaweit sehr schwachen Trend stellten die Autowerte im Leitindex die grössten Verlierer - für Volkswagen , Daimler und BMW ging es jeweils mehr als vier Prozent abwärts. Im Gegenzug konnten sich die als defensiv geltenden Immobilienwerte wie Vonovia und Deutsche Wohnen mit dünnen Kursverlusten noch am besten halten.

Im MDax griffen die Anleger weiter nach den Papieren des Kochboxenversenders Hellofresh , der als einer der Profiteure der Pandemie gilt. Mit einem Plus von mehr als eineinhalb Prozent kosteten die Papiere so viel wie seit Mitte Juli nicht mehr, aus dem Monat stammt auch das bisherige Hoch bei 53,35 Euro. Dagegen rutschten wegen der Corona-Sorgen besonders im Fokus stehende Werte wie Lufthansa oder Thyssenkrupp um knapp fünf Prozent ab.

Daneben hatten die Anleger Zahlen zu verdauen: Hochtief rutschten um mehr als viereinhalb Prozent ab, der Baukonzern strich im vergangenen Quartal wegen der Pandemie deutlich weniger Gewinn ein.

Dagegen hatte der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk einen Umsatz- und Ergebnissprung ausgewiesen, die Aktien büssten jedoch bis zum Nachmittag einen Grossteil ihres Tagesgewinns wieder ein und standen ein halbes Prozent höher. In den hinteren Börsenreihen schossen ElringKlinger um mehr als 17 Prozent nach oben. Hier lockte eine Kooperation mit dem Flugzeugbauer Airbus bei der Entwicklung von Brennstoffzellen für die Luftfahrt die Anleger. Die Commerzbank strich deshalb ihre Verkaufsempfehlung für die ElringKlinger-Aktie.

Der Euro verlor und wurde am frühen Nachmittag zu 1,1704 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1750 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,58 Prozent am Vortag auf minus 0,62 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,21 Prozent auf 146,48 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,48 Prozent auf 176,17 Punkte./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---


© AWP 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AIRBUS SE 0.22%90 Realtime Kurse.-31.02%
BMW AG -1.40%73.09 verzögerte Kurse.-0.07%
CMC MARKETS PLC -3.36%374 verzögerte Kurse.155.12%
COMDIRECT BANK AG -0.14%13.84 Schlusskurs.6.46%
DAIMLER AG 0.89%56.59 verzögerte Kurse.14.62%
DAX 0.37%13335.68 verzögerte Kurse.0.65%
DEUTSCHE LUFTHANSA AG -0.79%10.07 verzögerte Kurse.-38.64%
DEUTSCHE WOHNEN SE 0.00%41 verzögerte Kurse.12.58%
ELRINGKLINGER AG 0.14%14.02 verzögerte Kurse.71.81%
EURO / BRITISH POUND (EUR/GBP) 0.05%0.89886 verzögerte Kurse.5.49%
EURO STOXX 50 0.48%3527.79 verzögerte Kurse.-5.80%
HOCHTIEF -2.82%80.85 verzögerte Kurse.-28.89%
MDAX 0.78%29374.63 verzögerte Kurse.3.75%
STOXX 50 0.22%3090.22 verzögerte Kurse.-9.19%
THYSSENKRUPP AG -1.10%5.564 verzögerte Kurse.-53.79%
VOLKSWAGEN AG -1.80%145.92 verzögerte Kurse.-17.20%
VONOVIA SE -0.04%56.56 verzögerte Kurse.17.83%
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