Die Ergebnisse von BP für das zweite Quartal werden voraussichtlich durch niedrigere Erlöse aus Gas und Öl belastet, während die Fördermenge im Upstream-Bereich höher als zuvor prognostiziert ausfallen dürfte. Das teilte das Unternehmen am Freitag in einem Handelsupdate mit, wenige Wochen vor der Ergebnisveröffentlichung am 5. August.

Die Rohölpreise sind im Quartal gesunken, nachdem OPEC+ - bestehend aus der Organisation erdölexportierender Länder und Partnern wie Russland - im April begann, die selbst auferlegten Förderkürzungen von 2,17 Millionen Barrel pro Tag schrittweise zurückzunehmen.

BP gab an, dass der durchschnittliche Rohölpreis im zweiten Quartal bei 67,88 US-Dollar pro Barrel lag, verglichen mit 75,73 US-Dollar pro Barrel im Vorquartal.

„Im Segment Gas & Low Carbon Energy werden die realisierten Preise (Erlöse) im Vergleich zum Vorquartal voraussichtlich einen Einfluss im Bereich von (0,1) bis (0,3) Milliarden US-Dollar haben“, teilte BP mit.

„Im Segment Ölproduktion & Betrieb werden die realisierten Preise im Vergleich zum Vorquartal voraussichtlich einen Einfluss im Bereich von (0,6) bis (0,8) Milliarden US-Dollar haben.“

BP erwartet beim Gas-Handelsergebnis einen durchschnittlichen Wert, nannte hierzu jedoch keine weiteren Details.

Das Unternehmen rechnet mit einem Anstieg der durchschnittlichen Raffineriemargen im Quartal auf 21,1 US-Dollar pro Barrel, nach 15,2 US-Dollar pro Barrel in den vorangegangenen drei Monaten.

Das Geschäftsfeld „Kunden und Produkte“ soll von den höheren Raffineriemargen profitieren - in Höhe von 300 bis 500 Millionen US-Dollar mehr als im Vorquartal, trotz gestiegener Wartungsaktivitäten in den Anlagen.

Im Bereich Ölhandel meldete BP eine starke Performance.

BP erwartet, dass die Öl- und Gasförderung im zweiten Quartal über dem Wert des ersten Quartals liegen wird, als rund 2,24 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag gefördert wurden. Als Treiber verweist das Unternehmen auf das US-Onshore-Geschäft. Zuvor war BP von einem stabilen Trend ausgegangen.

Die Nettoverschuldung dürfte leicht unter dem Wert des Vorquartals von 27 Milliarden US-Dollar liegen.

Der Konkurrent Shell hatte bereits zu Wochenbeginn mitgeteilt, dass das Quartalsergebnis durch schwächere Handelsaktivitäten im integrierten Gasbereich sowie Verluste im Bereich Chemie und Produkte belastet werde.