Einloggen
Einloggen
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
Registrieren
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
News
Alle NewsUnternehmenIndizesDevisen / ForexRohstoffeKryptowährungenETFZinssätzeWirtschaftThemenSektoren 

'BamS': 'Krisensitzung' wegen Risiken beim Kauf von Tarnkappenjets

04.12.2022 | 15:56

(neu: Stellungnahme der Luftwaffe)

BERLIN (dpa-AFX) - Bei Mitgliedern des Haushaltsausschusses im Bundestag gibt es Unzufriedenheit wegen möglicher Risiken beim geplanten Kauf des Tarnkappenjets F-35. Die "Bild am Sonntag" berichtete, dass es an diesem Montag eine "Krisensitzung" mit den zuständigen Ausschussmitgliedern geben solle. Auslöser sei eine geheime Vorlage, in der das Verteidigungsministerium vor erheblichen Risiken des Geschäfts warne.

Es sei offen, ob die Bundeswehr den Flugplatz in Büchel (Rheinland-Pfalz) rechtzeitig bis 2026 für die F-35-Jets umgebaut bekomme. "Daher können zeitliche Verzögerungen und Mehrkosten bis zur Aufnahme des Flugbetriebs nicht ausgeschlossen werden", zitiert die Zeitung aus der Vorlage. Zudem bestehe das Risiko, dass eine Erteilung der nationalen Zulassung für den Flugbetrieb nicht zeitgerecht möglich sei.

Der SPD-Politiker Andreas Schwarz, Hauptberichterstatter im Ausschuss für den Verteidigungsetat, sagte der "Bild am Sonntag": "Es ist nicht hinnehmbar, dass das Parlament erst jetzt von den Problemen erfährt. Ich erwarte vom Ministerium umfassende Aufklärung, wie es die Risiken in den Griff kriegen will. Hier wird gerade versucht, Verantwortung loszuwerden."

Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Florian Hahn (CSU), sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Truppe und ganz Deutschland müssen sich ob dieser neuen Informationen nur noch schämen. Es stellt sich die Frage, ob dahinter Unvermögen oder Absicht steckt." Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) habe sich nie mit der von Kanzler Olaf Scholz (SPD) ausgerufenen Zeitenwende identifiziert. "Meine Empfehlung an den Bundeskanzler wäre: Wechseln Sie die Ministerin aus, bevor es zu spät ist!"

Hingegen erklärte der Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, am Sonntag via Twitter, Deutschland suche beim F-35 Probleme, wo andere europäische Nationen keine sähen. "Und wir übrigens auch nicht. Ist die Luft dort eine andere?"

Die Bundesregierung hatte erklärt, die Luftwaffe mit F-35-Tarnkappenjets ausrüsten zu wollen. Die Maschinen des US-Herstellers Lockheed Martin sollen als Nachfolgemodell der vor mehr als 40 Jahren eingeführten Tornado-Flotte beschafft werden. Die F-35 gilt als modernstes Kampfflugzeug der Welt und wird auch für die sogenannte nukleare Teilhabe Deutschlands gekauft - das ist ein Abschreckungskonzept der Nato, bei dem Verbündete Zugriff auf US-Atombomben haben. Die letzten dieser Waffen in Deutschland liegen nach unbestätigten Informationen in Spezialbunkern in Büchel./bg/DP/he


© dpa-AFX 2022
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
LOCKHEED MARTIN CORPORATION -0.22%462.25 verzögerte Kurse.-4.98%
UK 10Y CASH -0.31%3.1886 verzögerte Kurse.-9.31%
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft"
12:54KfW - Lage am Kreditmarkt verschärft sich für Unternehmen weiter
RE
12:53Eli Lilly hebt Gewinnprognose für 2023 an
MR
12:50Hershey übertrifft Umsatzschätzungen für das Weihnachtsquartal
MR
12:49Lufthansa will nachhaltigen Kraftstoff von Varo Energy kaufen
RE
12:46BioNTech vestärkt Produktion in Marburg und investiert 40 Mio Euro
RE
12:45Biontech investiert 40 Mio EUR in eigene Plasmid-DNA-Produktion
DJ
12:41ING verdient mehr - Ausblick enttäuscht
RE
12:40TSX-Futures steigen aufgrund höherer Rohstoffpreise
MR
12:38Deutsche Aluminiumindustrie verzeichnet 2022 Produktionsrückgänge
AW
12:36MARKT USA/Verschnaufpause nach Fed - Meta haussieren nach Zahlen
DJ
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft"