Einloggen
E-Mail
Passwort
Passwort anzeigen
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlos registrieren
Abonnent werden
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON
News: Aktuelle News
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & ForexRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersInstitutionelle AnlegerTermineSektoren

Börsen erholen sich - Energiepreise schüren Inflationsangst

05.10.2021 | 17:57
ARCHIV: DAX-Logo auf dem Handelsparkett der Deutschen Börse in Frankfurt, Deutschland, 29. Dezember 2017. REUTERS/Ralph Orlowski

Frankfurt (Reuters) - In der Hoffnung auf einen goldenen Börsenherbst kehren Anleger an die europäischen Aktienmärkte zurück.

"Sie erwarten Firmenbilanzen über Erwartungen, da die meisten Unternehmen in den vergangenen Monaten unter den geringsten Beschränkungen seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie arbeiten konnten", sagte Kunal Sawhney, Chef des Research-Hauses Kalkine. Explodierende Energiepreise bremsten die Erholung am Dienstag allerdings. Der Dax stieg um gut ein Prozent auf 15.194,49 Punkte und der EuroStoxx50 um 1,7 Prozent auf 4064,65 Zähler. An der Wall Street rückte der US-Standardwerteindex Dow Jones 1,3 Prozent vor.

Unterdessen kletterte der Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um bis zu 2,3 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch von 83,13 Dollar je Barrel (159 Liter). Rückenwind erhielt er unter anderem vom Verzicht der großen Öl-Exportländer auf eine Ausweitung ihrer Fördermengen. "Das könnte die Erholung der Weltwirtschaft gefährden", warnte Analyst Vivek Dhar von der Commonwealth Bank of Australia.

Der Terminkontrakt auf europäisches Erdgas legte fast 26 Prozent zu und war mit 121,46 Euro je Megwattstunde so teuer wie noch nie. Die russischen Lieferungen lägen derzeit mit 120 Gigawattstunden täglich deutlich unter dem Wert von 540 Gigawattstunden Ende September, sagte Analyst Xun Peng vom Datenanbieter Refinitiv.

Vor diesem Hintergrund stieg der Index für die europäische Öl- und Gasbranche zeitweise auf ein 20-Monats-Hoch. In Russland erreichten die Aktien des Gasförderers Gazprom ebenso ein Rekordhoch wie der Moskauer Leitindex.

NAHENDES ENDE DER FLUT BILLIGEN GELDES BEFÜRCHTET

"Der Anstieg der Energiepreise schürt die Furcht vor einem schnelleren Anstieg der Inflation", sagte Anlagestratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Dies könnte zu einer vorzeitigen Straffung der Geldpolitik führen. Florian Ielpo, leitender Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Lombard Odier, mahnte jedoch zur Besonnenheit. "Die Ölpreise sind hoch, aber da das Angebot in den kommenden Wochen wahrscheinlich steigen wird, ist eine Stabilisierung des Ölpreises wahrscheinlicher, was die These einer vorübergehenden Inflation untermauert."

Dennoch spekulierten Investoren weiter auf eine näher rückende Zinswende der US-Notenbank und trennten sich daher von Staatsanleihen. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen Bonds aus den USA und Deutschland auf plus 1,524 beziehungsweise minus 0,188 Prozent. Da bei steigenden Zinsen Banken zudem höhere Gewinne aus dem klassischen Kreditgeschäft winken, stiegen Anleger bei Finanzwerten ein und hievten den US-Bankenindex auf ein Rekordhoch. Sein europäisches Pendant erreichte den höchsten Stand seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie Anfang 2020.

INFINEON ERFREUT MIT AUSBLICK - FACEBOOK WEITER IM FOKUS

Die Hoffnung auf eine positive Bilanzsaison bestärkte Infineon mit einem optimistischen Ausblick. Die Ziele des Chip-Herstellers für das kommende Jahr lägen über den Erwartungen, sagte ein Börsianer. Infineon-Aktien gewannen fast fünf Prozent.

An der Wall Street stand erneut Facebook im Rampenlicht. Der stundenlange Ausfall der Dienste Facebook, Instagram und WhatsApp schürte Kritik an der Vorherrschaft des Online-Netzwerks. "Zudem dürften die Enthüllungen über fragwürdige Geschäftspraktiken den regulatorischen Druck erhöhen und die Reputation weiter schädigen", warnte DZ Bank-Analyst Ingo Wermann. Eine frühere Facebook-Managerin sollte am Dienstag dazu im US-Kongress angehört werden. Die Aktien des Konzerns gewannen 1,7 Prozent, nachdem sie am Montag um knapp fünf Prozent gefallen waren.


© Reuters 2021
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BITCOIN (BTC/EUR) -0.18%53266.087005 Realtime Kurse.124.22%
BITCOIN (BTC/USD) 0.34%62105 Realtime Kurse.113.61%
EURO / US DOLLAR (EUR/USD) 0.33%1.16504 verzögerte Kurse.-5.06%
EURO STOXX 50 0.15%4157.61 verzögerte Kurse.17.74%
LONDON BRENT OIL 0.53%84.66 verzögerte Kurse.64.20%
PROSUS N.V. 1.00%74.47 Realtime Kurse.-16.55%
PUBLIC JOINT STOCK COMPANY GAZPROM NEFT 1.16%525 Schlusskurs.65.64%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) -0.33%70.935 verzögerte Kurse.-3.79%
Aktuelle Nachrichten "Unternehmen"
09:42LUZERNER KANTONALBANK : LUKB schliesst Kundenhalle der Geschäftsstelle Emmenbrücke-Sprengi
PU
09:42SIEMENS : Ladeinfrastruktur versorgt emissionsfreie Elektrobusse in Australien
PU
09:41Aktien Schweiz Eröffnung: Defensive schwächer - Technologiewerte gefragt
AW
09:40Baader Bank belässt Software AG auf 'Add' - Ziel 46 Euro
DP
09:40EUROPA : Europäische Aktien legen leicht zu, da Gewinne im Technologiesektor Verluste bei Ericsson ausgleichen
MR
09:39EVP-Fraktionschef Weber verlangt mehr Druck auf Polen
DJ
09:37Briten sollen 5000 Pfund für klimafreundlichere Wärmepumpen bekommen
DP
09:37Berenberg senkt Wizz Air auf 'Hold' - Ziel runter auf 5200 Pence
DP
09:37PTA-PVR : Erste Group Bank AG: Veröffentlichung gemäß § 135 Abs. 2 BörseG
DJ
09:35EZB-Rat Villeroy sieht keinen Grund für Zinserhöhung im kommenden Jahr
DP
Aktuelle Nachrichten "Unternehmen"