Chinas Blue-Chip-Aktien erreichten am Donnerstag ein fast fünfjähriges Tief, und auch die Aktien in Hongkong fielen, da Moody's den Kreditausblick für beide Regionen senkte, was die Sorgen der Anleger über die schwache Erholung Chinas verstärkte.

** Der CSI 300 Index verlor 0,4% und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Februar 2019, und der Shanghai Composite Index fiel bis zur Mittagspause um 0,3%.

** Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 1,5%, und der Hang Seng China Enterprises Index gab 1,7% nach.

** Die asiatischen Aktien rutschten mit der Wall Street ab, während die Ölpreise, die ein Fünfmonatstief erreichten, eine weitere Verringerung des Inflationsdrucks versprachen und den globalen Anleihenmarkt beflügelten.

** Die Ratingagentur Moody's hat am Mittwoch Hongkong, Macau und weite Teile der staatlichen Unternehmen und Banken Chinas herabgestuft, nachdem sie am Vortag bereits die Ratings der Regierung des chinesischen Festlands herabgestuft hatte.

** Die Wirtschaftsdaten haben keine starke Erholung gezeigt. Chinas Exporte sind im November zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder gestiegen, wie Zolldaten am Donnerstag zeigten, während die Importe nach dem Anstieg im Vormonat unerwartet zurückgingen.

** "China muss sich auch 2024 auf die Binnennachfrage als Haupttriebfeder für das Wachstum verlassen. Der fiskalpolitische Kurs steht für den Markt im Mittelpunkt", sagte Zhiwei Zhang, Chefvolkswirt bei Pinpoint Asset Management. "Die zentrale Wirtschaftskonferenz nächste Woche könnte etwas Licht ins Dunkel bringen."

** Ausländische Investoren haben am Donnerstag bisher netto 4,6 Mrd. Yuan (642,39 Mio. $) an chinesischen Aktien über die Stock Connect verkauft, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung netto gekauft hatten.

** An den Festlandmärkten verloren die Aktien von Halbleitern und Tourismusunternehmen jeweils mehr als 1%. In Hongkong fielen die Aktien von Tech-Giganten um 1,8%.

($1 = 7,1608 chinesische Yuan) (Berichterstattung durch Shanghai Newsroom; Bearbeitung durch Rashmi Aich)