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Dämpfer für US-Konjunktur - Firmen schaffen nur 266.00 neue Jobs

07.05.2021 | 17:09
FILE PHOTO: Construction workers wait in line to do a temperature test to return to the job site

Washington (Reuters) - Der US-Arbeitsmarkt erholt sich nicht so schnell vom Corona-Schock wie erwartet.

So entstanden im April nur 266.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft und damit weit weniger als von Experten vorhergesagt, wie die Regierung in Washington am Freitag mitteilte. "Was war denn das? Die meisten Volkswirte hatten schon ihre Bleistifte für das Feiern eines Beschäftigungsanstieges von über einer Million gespitzt, und dann diese Enttäuschung", erklärte LBBW-Analyst Dirk Chlench. Im Zuge der Impfkampagne dürfte sich aber auch der Jobmarkt künftig weiter beleben. Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank hält dann ein monatliches Stellenplus von zwei Millionen für möglich.

Trotz der Folgen der Corona-Pandemie war die US-Wirtschaft mit kräftigem Wachstum ins neue Jahr gestartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 6,4 Prozent. Impulse kamen vor allem von den Verbrauchern mit ihrem für die Wirtschaft so wichtigen privaten Konsum. Andere Konjunkturdaten sorgten ebenfalls für Optimismus. So fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe vorige Woche auf 498.000 und damit auf den tiefsten Stand in der Corona-Krise.

JOB-DATEN "HISTORISCH GESEHEN WOHL NOCH NIE SO ÜBERRASCHEND"

Deshalb hatten Ökonomen nun mit 978.000 neuen Jobs gerechnet, nach einem Plus von revidiert 770.000 im März. Doch dann kam das völlig Unerwartete, wie NordLB-Experte Bernd Krampen bilanzierte: "Die US-Arbeitsmarktdaten fielen im April historisch gesehen wohl noch nie so überraschend aus." Die Finanzmärkte reagierten umgehend auf die unerwartet schlechten Zahlen. So stieg der Euro zum Dollar, der Goldpreis weitete seine Gewinne aus, und die Renditen zehnjähriger US-Anleihen fielen.

Durch das nun wieder verlangsamte Tempo beim Jobaufbau werde es noch länger dauern, "bis die noch große Beschäftigungslücke sich annähernd schließen wird", sagte Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. Ulrich Wortberg von der Helaba erklärte, im Vergleich zur Situation vor der Krise fehlten noch immer etwa acht Millionen Jobs. VP-Bank-Fachmann Gitzel rechnet aber damit, dass es in den kommenden Monaten "zu einem umso deutlicheren Aufbau von neuen Stellen" kommt. Denn die Schaffung neue Jobs sei nur aufgeschoben. Auch NordLB-Analyst Krampen betonte: "Eine Konjunkturerholung wird kommen, ein anstehender Konsumrausch und eine extrem expansive Fiskal- und Geldpolitik tragen dazu bei."

US-Firmen hätten womöglich Probleme, "genügend Arbeitskräfte mit passendem Qualifikationsprofil zu finden", sagte LBBW-Banker Chlench. "Es ist auch kaum zu glauben, dass ausgerechnet bei Kurieren ein Stellenabbau stattgefunden haben soll."

Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote für April betrug 6,1 Prozent nach 6,0 im März. Bei schweren Konjunkturkrisen zeichnet dieser Wert allerdings Experten zufolge oft ein zu positives Bild. Denn viele Personen ziehen sich vom Arbeitsmarkt zurück, weil sie sich kaum Chancen auf einen Job ausrechnen, und fallen damit aus der Statistik. Zu Beginn der Krise gingen in den USA rund 22 Millionen Jobs verloren, wie die Commerzbank-Experten erklärten. Davon seien bisher nur gut 14 Millionen wieder zurückgeholt worden.

US-Präsident Joe Biden hat ein 1,9 Billionen Dollar schweres Konjunkturpaket auf den Weg gebracht, das zum Aufschwung beitragen soll. Dadurch haben bereits Millionen Amerikaner Schecks vom Staat erhalten, was dem Konsum ankurbeln dürfte.

Die US-Notenbank um Fed-Chef Jerome Powell will derweil ihre lockere Geldpolitik fortsetzen, bis spürbare weitere Fortschritte auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht sind. Nach den Arbeitsmarktdaten dürfte die Fed nun weiter abwarten, bevor sie ihre monatlichen Konjunkturhilfen von 120 Millionen Dollar abschmilzt. "In diesem Jahr steht jedenfalls noch keine Rückführung der Anleihenkäufe an", erklärte die Commerzbank.


© Reuters 2021
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