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Finanzielle Lage der Maschinenindustrie-KMU hat sich verbessert

04.05.2021 | 11:35

Zürich (awp) - Die finanzielle Situation der KMU in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) hat sich seit Jahresbeginn verbessert. Die angespannte Situation habe sich im April im Vergleich zum Januar entschärft, teilte der Branchenverband Swissmechanic am Dienstag in einem Communiqué mit.

"Die Unternehmen sind mit weniger Liquiditätsproblemen und einem geringerem Konkursrisiko konfrontiert", schreibt der Arbeitgeberverband der KMU in der MEM-Branche: "Auch hat sich die Auftragssituation verbessert, und es musste weniger Kurzarbeit angemeldet werden", wie aus der April-Befragung bei den Swissmechanic-Mitgliedsunternehmen hervorgeht.

Die Corona-Spezialauswertung des neuesten Swissmechanic-Wirtschaftsbarometers zeige bei allen Kennzahlen eine positive Tendenz - mit einer Ausnahme: Die Unterbrüche in den Lieferketten hätten stark zugenommen und seien mittlerweile wieder so schlimm wie während des Lockdowns vor einem Jahr.

Hatten im Januar noch 23 Prozent der KMU mit Lieferunterbrüchen zu kämpfen gehabt, so waren es im letzten Monat bereits 43 Prozent. "Damit ist eine ähnliche Grössenordnung wie vor einem Jahr erreicht, als 42 Prozent der befragten Unternehmen das Problem der unterbrochenen Lieferketten nannten", so Swissmechanic.

Andere Ursachen

Doch die Ursachen hätten sich verändert. "Vor einem Jahr waren die vielerorts geschlossenen Grenzen und Lockdown-Massnahmen für die Unterbrüche in den Lieferketten verantwortlich", erklärt der Branchenverband.

Heute führten dagegen globale Verschiebungen in Konsummustern und die Konjunkturerholung zu Kapazitätsengpässen im internationalen Frachthandel, bei Rohmaterialien und Mikrochips. Vorübergehend verschärft worden sei das Problem durch die einwöchige Blockade des Suez-Kanals vor einem Monat durch ein feststeckendes Containerschiff. Die Blockade ist seit Anfang April wieder behoben. Der Stau von mehreren hundert Schiffen auf beiden Kanalseiten hat sich wieder aufgelöst.

Trotz Unterbrüchen in den Lieferketten sieht Swissmechanic-Direktor Jürg Marti einen Silberstreifen am Horizont: "Wir haben deutliche Anzeichen, dass die konjunkturelle Lage anzieht und dass viele Unternehmen die Talsohle durchschritten haben."

jb/uh


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