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Japans Notenbank verlängert Krisenhilfe und gibt Geldpolitik grüne Note

18.06.2021 | 11:08
ARCHIV: Bank of Japan Gouverneur Haruhiko Kuroda bei einer Pressekonferenz, Tokio, Japan, 19. Dezember 2019. REUTERS/Kim Kyung-Hoon

Tokio (Reuters) - Japans Notenbank verlängert Konjunkturhilfen in der Corona-Krise und reiht sich nun auch in den Kampf gegen den Klimawandel ein.

Die Währungshüter in Tokio beschlossen am Freitag, das 2020 aufgelegte Notfall-Programm zur Erleichterung der Kreditvergabe an klamme Firmen über September hinaus um ein halbes Jahr auszudehnen. Laut Notenbankchef Haruhiko Kuroda wird es noch dauern, bis die Wirtschaft die Pandemiekrise hinter sich gelassen hat. Bis dahin bleibe das Firmenkreditgeschäft "unter Druck". Überraschend kündigten die Währungshüter überdies ein neues Programm an, um Finanzinstitute verstärkt zu Darlehen und Investitionen zur Bekämpfung des Klimawandels anzuregen.

Bis zur nächsten Sitzung Mitte Juli soll dazu ein Entwurf stehen. "Der Klimawandel hat mittel- bis langfristig sehr große Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Preise und die Finanzmärkte", betonte der Chef der Bank von Japan, die ihrer ultralockeren geldpolitischen Linie treu blieb. Sie beließ ihr kurzfristiges Zinsziel bei minus 0,1 Prozent und die Zielrendite für zehnjährige Staatsanleihen bei null Prozent.

Zwar seien Parlament und Regierung hauptsächlich dafür verantwortlich, dass Japan das Ziel erreiche, bis 2050 klimaneutral zu werden, sagte der Zentralbankchef. Doch werde auch die Notenbank Möglichkeiten prüfen, was jenseits der Geldpolitik noch gegen den Klimawandel getan werden könne. Ergebnisse würden in "angemessener Zeit" nach der Juli-Sitzung verkündet. "Die BoJ springt jetzt auch auf den Zug auf, den Notenbanken mit der Verbindung von Geldpolitik und dem Thema Klimawandel in Gang gesetzt haben", so Ökonomin Naomi Muguruma vom Finanzhaus Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

Auch die EZB hat sich unter ihrer Präsidentin Christine Lagarde in diese Richtung bewegt. Denn für die Banken im Euro-Raum birgt der Klimawandel einer Studie der Europäischen Zentralbank zufolge erhebliche Risiken - insbesondere für deren Kreditgeschäft. Solche Gefahren können extreme Wettergeschehen sein wie Stürme oder Überschwemmungen oder mit Hitzewellen verbundene Gefahren wie etwa Waldbrände oder Wassermangel. Auch Japan bleibt vor solchen Wetterphänomenen nicht verschont: so etwa Wirbelstürme, die von Starkregen, extremen Windböen und Fluten begleitet werden.

Notenbankchef Kuroda schloss für die Zukunft nicht aus, dass die BoJ auch in den Kauf von ökologisch nachhaltigen Anleihen - sogenannte Grüne Bonds - einsteigen wird. Allerdings werde dies nicht in großem Stil erfolgen. Die EZB erwirbt ihrerseits im Rahmen ihrer großangelegten Firmenanleihenkäufe bereits solche Öko-Bonds. Doch sie richtet die Käufe momentan nach dem Prinzip der Marktneutralität aus.


© Reuters 2021
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