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Landesbausparkassen im Süden wollen Fusion bis Anfang 2023

27.06.2022 | 16:04

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die zwei süddeutschen Landesbausparkassen wollen ihre geplante Fusion im Schnellgang bis Anfang nächsten Jahres realisieren. "Wir haben den Auftrag von unseren Trägern, dass wir zum 1. Januar 2023 in die Fusion gehen sollen", sagte Erwin Bumberger, der Vorsitzende der LBS Bayern, am Montag in München. Dies könne aber auch so aussehen, dass der Fusionsvertrag bis spätestens August nächsten Jahres final werde. "Dann kann man noch rückwirkend zum 1.1.2023 die Fusion in Kraft setzen."

Die bayerische LBS und die LBS Südwest wollen gemeinsam die zweitgrößte Bausparkasse Deutschlands bilden, beide Häuser zusammen hätten dann etwa 2,8 Millionen Kundinnen und Kunden. Der größere der beiden Partner ist die LBS Südwest. "Letztlich wollen wir mittelfristig Marktanteile gewinnen", sagte Bumberger.

Marktführer ist mit sieben Millionen Kunden in Deutschland die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Diese gehört den konkurrierenden Genossenschaftsbanken, das sind im Wesentlichen die Volks- und Raiffeiseninstitute.

Anders als die Genossenschaftsbanken haben die öffentlich-rechtlichen Sparkassen bislang keine bundesweit agierende Großbausparkasse nach dem Muster der Schwäbisch Hall aufgebaut. Doch geht auch der Trend in der LBS-Gruppe zu größeren Instituten. In der LBS Südwest hatten sich die früher eigenständigen Häuser aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erst 2016 zusammengeschlossen.

Die Voraussetzungen für die Fusion seien sehr gut, sagte Bumberger. "Wir erleben einen Bausparboom, wie wir ihn seit vielen, vielen Jahren nicht mehr erlebt haben." Der schnelle Anstieg der Zinsen im ersten Halbjahr hat der LBS Bayern in den ersten fünf Monaten ein seit Jahrzehnten nicht da gewesenes Wachstum des Neugeschäfts beschert. Von Anfang Januar bis Ende Mai stieg die Bausparsumme um fast 80 Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Euro. Das Jahr 2021 hingegen war schlecht gelaufen, ebenso wie bei anderen Bausparkassen auch. Das Bausparneugeschäft war um ein Viertel auf 4,8 Milliarden Euro gesunken.

Der Anstieg der Zinsen ermöglicht es nach Bumbergers Worten den Bausparkassen jedoch, ihren alten Vorteil wieder auszuspielen - nämlich die im Vergleich zu Immobilienkrediten ohne vorangehenden Bausparvertrag erheblich niedrigeren Zinsen. Daher rechnet Bumberger auch im zweiten Halbjahr mit guten Geschäften./cho/DP/ngu


© dpa-AFX 2022
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