Einloggen
E-Mail
Passwort
Passwort anzeigen
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlos registrieren
Abonnent werden
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON
News: Aktuelle News
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & ForexRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersInstitutionelle AnlegerTermineSektoren

Luxusgüterbranche steht wegen Corona glanzloses Jahr bevor

11.02.2020 | 11:33
A LVMH luxury group logo is seen prior to the announcement of their 2019 results in Paris

- von Silvia Aloisi

Der Glanz und Glamour gewohnten Luxusgüterbranche rund um Marktführer LVMH, Burberry oder Estee Lauder droht ein tristes Jahr 2020. Experten erwarten für den zuletzt boomenden Sektor bestenfalls ein geringes Wachstum, vielleicht auch gar keins. Jefferies-Analyst Flavio Cereda senkte seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf ein von zuvor fünf Prozent. "Das Rückstand liegt bei rund zwölf Milliarden Euro, und das Risiko besteht darin, dass dieses Jahr de facto ein Totalausfall wird", beschrieb er die Aussichten für die Luxusgüterbranche. Für das erste Quartal prognostizierte er einen Rückgang der chinesischen Luxusausgaben um mehr als ein Drittel.

"Da die Chinesen ein Drittel des Luxuspublikums ausmachen, bedeutet jeder Prozentpunkt, der beim Verkauf verloren geht, eine beträchtliche Auswirkung auf den Gewinn", erläutert David Perrotta, Manager beim britischen Berater Planet. Gerade die Nachfrage der Chinesen hat die globale Luxusgüterbranche im vergangenen Jahrzehnt beflügelt. Das Beratungsunternehmen Bain & Company schätzt, dass das Land 2019 mit einem Anstieg der Ausgaben um 26 Prozent auf 30 Milliarden Euro 90 Prozent des weltweiten Wachstums auf 281 Milliarden Euro getragen hat. Dabei geben die Chinesen am meisten Geld bei Einkäufen im Ausland aus - in Europa durchschnittlich 790 Euro pro Einkauf. Laut den Berechnungen von Planet kann dieser Betrag aber auf 2800 Euro steigen, wenn Schmuck ins Spiel kommt.

Doch die Reiselust ist nun gebremst: Um die Ausbreitung des Cornavirus in Grenzen zu halten, sind ganze Städte in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt abgesperrt und Flüge gestrichen worden. Einige Länder, einschließlich der USA, verbieten Besuchern, die kürzlich in China waren, den Zutritt. Der Ausbruch des Coronavirus brachte auch schon die Geschäfte rund um das chinesische Neujahrsfest zum Erliegen - im vergangenen Jahr hatten die Chinesen in dieser Zeit noch rund 150 Milliarden Dollar für Reisen und Restaurants ausgaben.

BURBERRY, VERSACE & Co DAMPFEN BEREITS ZIELE EIN

Zuletzt hatte die britische Modefirma Burberry über Einbußen in der Volksrepublik geklagt. Von den eigenen 64 Filialen in Festland-China wurden 24 geschlossen. Die noch geöffneten Geschäfte verzeichneten deutlich weniger Kundschaft und verkürzten ihre Öffnungszeiten. Das Geschäft mit chinesischen Touristen in Europa und anderen Regionen außerhalb Chinas sei zwar noch nicht betroffen, erklärte der Konzern. Wegen der Reisebeschränkungen werde aber damit gerechnet.

Auch die Kosmetikfirma Estee Lauder, der Coach-Handtaschen-Hersteller Tapestry und Capri, Eigentümer von Michael Kors, Versace und Jimmy Choo, kürzten wegen des Virusausbruchs ihre Gewinnprognosen. Ralph Lauren schloss die Hälfte seiner 110 Geschäfte im Land der Mitte, und der Schmuckhersteller Pandora erklärte, das Geschäft in China sei zum Erliegen gekommen.

Der Louis Vuitton-Eigentümer LVMH, weltweit größter Luxuskonzern, ist durch sein florierendes US-Geschäft zwar besser gewappnet. Der Vorstand erklärte, eine Eindämmung der Virusausbreitung bis Ende März werde keine allzu starken Auswirkungen auf das Gesamtgeschäft haben. In Hongkong brach der Umsatz im vierten Quartal allerdings um 40 Prozent ein, und die Virus-Epidemie dürfte das Geschäft weiter beeinträchtigen.


© Reuters 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AMERICAN AIRLINES GROUP INC. 2.34%21.39 verzögerte Kurse.35.64%
BURBERRY GROUP PLC -1.11%1824 verzögerte Kurse.1.93%
CAPRI HOLDINGS LIMITED -2.49%52.56 verzögerte Kurse.25.14%
CHRISTIAN DIOR SE -1.22%649 Realtime Kurse.42.76%
COMPAGNIE FINANCIÈRE RICHEMONT SA -0.54%100.45 verzögerte Kurse.25.44%
ESSILORLUXOTTICA -2.45%169.46 Realtime Kurse.32.86%
EURO / US DOLLAR (EUR/USD) 0.02%1.172 verzögerte Kurse.-3.88%
KERING -2.98%633.8 Realtime Kurse.6.63%
L'ORÉAL -2.30%378.35 Realtime Kurse.21.73%
LVMH MOËT HENNESSY LOUIS VUITTON SE -1.71%642.9 Realtime Kurse.25.84%
PRADA S.P.A. -2.96%42.65 Schlusskurs.-16.70%
RALPH LAUREN CORPORATION 0.70%116.47 verzögerte Kurse.12.27%
THE SWATCH GROUP SA -0.04%256.6 verzögerte Kurse.6.25%
UNITED AIRLINES HOLDINGS, INC. 2.78%48.79 verzögerte Kurse.12.81%
Aktuelle Nachrichten "Unternehmen"
18:45WAHL21/CDU-Generalsekretär sieht Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPD
DJ
18:45WAHL21/HINTERGRUND/Weg zu neuer Regierung könnte lang und steinig werden
DJ
18:42BMW : Tödlicher Unfall überschattet WorldSBK-Rennwochenende in Jerez de la Frontera.
PU
18:42WAHL21/Weidel sieht AfD durch Bundestagswahlergebnis konsolidiert
DJ
18:40WAHL21/CDU-Generealsekretär Ziemiak will "Zukunftskoalition" mit Grünen und FDP
DJ
18:38WAHL21/UPDATE/Enges Rennen zwischen Union und SPD bei Bundestagswahl
DJ
18:31WAHL BERLIN/Knappes Rennen von SPD und Grünen bei Abgeordnetenhauswahl - Prognosen
DJ
18:30WAHL21/CSU-GENERALSEKRETÄR : Linksrutsch hat nicht in dem Ausmaß stattgefunden
DJ
18:26WAHL21/SPD-GENERALSEKRETÄR KLINGBEIL : SPD hat den Regierungsauftrag
DJ
18:25WAHL/LINKE :  'Wir kämpfen um die fünf Prozent'
DP
Aktuelle Nachrichten "Unternehmen"