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MÄRKTE USA/Börsen geben nach Fed-Aussagen Gewinne ab

26.01.2022 | 22:11

NEW YORK (Dow Jones)--Mit Kursverlusten haben die US-Börsen auf die geldpolitischen Beschlüsse der US-Notenbank reagiert. Die Federal Reserve hatte - wie weithin erwartet - den Leitzins auf dem aktuellen Niveau belassen und die Absicht bekundet, den Leitzins im März anzuheben, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Die Klarheit, mit der die Fed ihre erste Zinserhöhung signalisierte, dürfte einige Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt haben, hieß es am Markt.

Nach den Turbulenzen der vergangenen Tage waren die US-Aktienmärkte am Mittwoch mit kräftigen Gewinnen in den Handel gestartet, die jedoch während der Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell rasch bröckelten. Der Dow-Jones-Index schloss 0,4 Prozent niedriger. Der S&P-500 sank um 0,2 Prozent. Der Nasdaq-Composite ging kaum verändert aus dem Handel. Den 999 (Dienstag: 1.428) Kursgewinnern standen 2.392 (1.978) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 128 (135) Titel.

"Es wird bald angemessen sein, das Zielband für den Leitzins anzuheben", hieß es in der Erklärung der Fed. Die Zentralbank beschloss eine letzte Runde von Wertpapierkäufen, womit das Programm bis März abgeschlossen sein wird. Die Notenbanker berieten ferner darüber, wie und wann das 9 Billionen Dollar schwere Wertpapierportfolio der Fed, das sich seit März 2020 mehr als verdoppelt hat, abgebaut werden soll. Sie gaben aber keine Hinweise darauf, wann dieser Prozess beginnen könnte.

Konjunkturseitig überraschten die Neubauverkäufe für Dezember positiv. Bewegung in Einzelwerte brachte derweil die laufende Berichtssaison. Erst nach Handelsschluss sollten Intel, Tesla und Qualtrics Einblicke in den Geschäftsverlauf gewähren.

   Microsoft und Texas Instruments nach Zahlen gesucht 

Bereits am späten Dienstag hatte Microsoft Geschäftszahlen für das zweite Geschäftsquartal vorgelegt und einen zuversichtlichen Ausblick gegeben. Der Technologieriese verdiente dank des starken Cloud-Geschäfts mehr als erwartet. Zudem knackte der Umsatz erstmals die Marke von 50 Milliarden Dollar. Die Aktie gewann 2,8 Prozent.

Der Chiphersteller Texas Instruments profitierte in seinem Schlussquartal 2021 von einer starken Nachfrage aus der Industrie und der Autowirtschaft und übertraf gewinnseitig die Erwartungen der Analysten. Auch der Ausblick überraschte positiv. Die Aktie rückte 2,5 Prozent vor.

Boeing (-4,8%) hat im vierten Quartal wegen einer hohen Belastung für die Verzögerungen beim 787 Dreamliner erneut einen Verlust verzeichnet. Auch der Umsatz sank entgegen den Markterwartungen in den drei Monaten.

Der Telekommunikations- und Medienkonzern AT&T (-8,4%) hat nach dem horrenden Verlust im Vorjahr wieder einen Gewinn erzielt, der höher ausfiel als von Analysten erwartet. Der Ausblick blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück.

Für die Intel-Aktie ging es um 1,4 Prozent nach oben. Der Chipkonzern hat in einem Verfahren um eine milliardenschwere EU-Kartellstrafe aus dem Jahr 2009 einen Sieg errungen. Das Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg erklärte die Entscheidung, mit der die Kommission seinerzeit eine Geldbuße von 1,06 Milliarden Euro verhängt hatte, teilweise für nichtig.

Abbott Laboratories (-2,6%) hat im vierten Quartal den Umsatz gesteigert und dabei die Markterwartungen übertroffen. Der Gewinn gab allerdings leicht nach.

Der Börsenbetreiber Nasdaq (-3,1%) hat seinen Umsatz und Gewinn im vergangenen Quartal sowohl dank Akquisitionen als auch organischem Wachstum gesteigert.

   Dollar behauptet nach Fed-Entscheid Gewinne - Ölpreise steigen 

Am Devisenmarkt hatte der Dollar in Erwartung der Fed-Beschlüsse zugelegt und baute seine Gewinne nach deren Bekanntgabe aus. Der Dollar-Index legte 0,6 Prozent zu. Der Euro sank von Kursen um 1,1290 auf rund 1,1240 Dollar.

Die Ölpreise zogen kräftig an. Das Barrel der europäischen Referenzsorte Brent kostete zeitweise erstmals seit 2014 mehr als 90 Dollar. Dass die Ölvorräte der USA in der vergangenen Woche wider Erwarten gestiegen sind, vermochte den Anstieg der Preise nicht zu bremsen, zumal die Benzinbestände weniger stark zugelegt hatten als erwartet. Marktteilnehmer verwiesen zudem auf die andauernden geopolitischen Unsicherheiten rund um Russland.

Am Anleihemarkt legte die Rendite zehnjähriger Papiere um gut 9 Basispunkte zu auf 1,87 Prozent.

=== 
INDEX                 zuletzt      +/- %     absolut  +/- % YTD 
DJIA                34.168,09      -0,4%     -129,64      -6,0% 
S&P-500              4.349,93      -0,1%       -6,52      -8,7% 
Nasdaq-Comp.        13.542,12      +0,0%        2,82     -13,4% 
Nasdaq-100          14.172,76      +0,2%       23,64     -13,2% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit              Rendite   Bp zu VT  Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre                  1,15      +13,5        1,01       41,7 
5 Jahre                  1,69      +13,0        1,56       42,6 
7 Jahre                  1,83      +11,4        1,72       39,3 
10 Jahre                 1,87       +9,2        1,77       35,7 
30 Jahre                 2,18       +6,6        2,12       28,4 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %    Mi, 8:03  Di, 17:30   % YTD 
EUR/USD                1,1240      -0,6%      1,1294     1,1281   -1,1% 
EUR/JPY                128,85      +0,1%      128,69     128,51   -1,6% 
EUR/CHF                1,0385      +0,1%      1,0374     1,0368   +0,1% 
EUR/GBP                0,8349      -0,2%      0,8366     0,8363   -0,6% 
USD/JPY                114,63      +0,7%      113,93     113,92   -0,4% 
GBP/USD                1,3459      -0,4%      1,3504     1,3490   -0,5% 
USD/CNH (Offshore)     6,3375      +0,1%      6,3272     6,3337   -0,3% 
Bitcoin 
BTC/USD             37.100,76      +0,8%   37.256,53  36.757,23  -19,8% 
 
ROHOEL                zuletzt  VT-Settl.       +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               87,04      85,60       +1,7%       1,44  +16,2% 
Brent/ICE               89,24      88,20       +1,2%       1,04  +14,5% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag       +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.817,31   1.848,03       -1,7%     -30,72   -0,7% 
Silber (Spot)           23,48      23,81       -1,4%      -0,33   +0,7% 
Platin (Spot)        1.034,43   1.028,87       +0,5%      +5,56   +6,6% 
Kupfer-Future            4,45       4,45       -0,1%      -0,01   -0,4% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 26, 2022 16:10 ET (21:10 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ABBOTT LABORATORIES -1.57%112.74 verzögerte Kurse.-19.89%
AT&T INC. -1.65%20.23 verzögerte Kurse.8.90%
DJ INDUSTRIAL -3.57%31490.07 Realtime Kurse.-10.14%
INTEL CORPORATION -4.62%42.35 verzögerte Kurse.-17.77%
MICROSOFT CORPORATION -4.77%254.08 verzögerte Kurse.-24.45%
NASDAQ -4.50%142.09 verzögerte Kurse.-32.34%
QUALTRICS INTERNATIONAL INC. -7.50%14.42 verzögerte Kurse.-59.27%
SIGNA SPORTS UNITED N.V. -2.78%7 verzögerte Kurse.-17.45%
TESLA, INC. -6.80%709.81 verzögerte Kurse.-32.83%
TEXAS INSTRUMENTS -2.67%170.3 verzögerte Kurse.-9.64%
THE BOEING COMPANY -4.95%125.52 verzögerte Kurse.-34.41%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) -2.20%62.085 verzögerte Kurse.-14.26%
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