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MÄRKTE USA/Wall Street holt Tagesverluste auf

02.12.2020 | 18:04

NEW YORK (Dow Jones)--Nach neuen Rekordständen am Vortag begibt sich die Wall Street am Mittwoch auf Richtungssuche. Verluste zum Handelsstart wurden weitgehend eliminiert, ohne dass dem Markt bis jetzt der Dreh ins Plus geglückt wäre. Der Dow-Jones-Index verliert nur noch 9 Pünktchen auf 29.815, und der S&P-500 tendiert nahezu unverändert. Für den Nasdaq-Composite geht es um 0,2 Prozent nach unten.

Trotz der guten Nachrichten zu Corona-Impfstoffen ist die Pandemie noch nicht vorüber. So wurden in den USA laut den Daten der Johns-Hopkins-Universität binnen 24 Stunden so viele Tote wie zuletzt Ende April auf dem Höhepunkt der ersten Infektionswelle gezählt. Positiv wirkt indessen, dass in die Gespräche um ein neues staatliches Hilfspaket für die angeschlagene US-Wirtschaft wieder Bewegung gekommen ist. Die Anleger sind jedoch weiterhin skeptisch, ob eine Einigung vor der Amtsübernahme des designierten Präsidenten Joe Biden erzielt werden kann.

"Offensichtlich haben wir seit kurz vor den Ergebnissen zu den US-Präsidentschaftswahlen einen guten Lauf gehabt und gestern die Rekordhochs", so Derek Halpenny, Research-Leiter Global Markets für Europa bei der MUFG Bank. Dies sei der Grund für eine gewisse Konsolidierung.

Pfizer und Biontech haben die weltweit erste Zulassung für ihren Covid-19-Impfstoff erhalten. Die britische Regulierungsbehörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte MHRA habe eine temporäre Notfallzulassung erteilt, so die Unternehmen. Eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und der US-Gesundheitsbehörde FDA über eine Notfallzulassung erwarten die beiden Unternehmen noch in diesem Monat. Pfizer und Biontech legen um 3,3 bzw. 4,9 Prozent zu. Moderna hatten am Vortag für ihren Impfstoff eine Zulassung in Europa und den USA beantragt. Die Aktie steigt 3,9 Prozent, obwohl der US-Pharmakonzern Merck seine Beteiligung an dem Unternehmen verkauft hat. Die Aktien von Merck & CO rücken 0,3 Prozent vor.

Keine Akzente setzten US-Konjunkturdaten. Die Unternehmen haben im November deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat entstanden nur 307.000 Stellen, so der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP). Analysten hatten hingegen ein Plus von 475.000 Jobs erwartet. Der Bericht gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag.

Unterdessen hat US-Notenbankchef Jerome Powell erneut vor einem Senatsausschuss betont, dass die Fed der Wirtschaft Unterstützung liefern wird und dass zusätzliche staatliche Hilfen zu begrüßen wären. Für Impulse könnte später am Abend noch der Wirtschaftsbericht "Beige Book" der US-Notenbank sorgen.

   Salesforce mit Abschlägen 

Salesforce geben 7,2 Prozent nach. Der Anbieter von Cloud-Computing-Lösungen hat die geplante Übernahme des Kommunikationsdienstes Slack in einer milliardenschweren Transaktion bestätigt. Die Übernahme stellt den größten Zukauf der Firmengeschickte dar. Der SAP-Konkurrent hat zudem seine Umsatzprognose nach einem starken dritten Geschäftsquartal angehoben. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, will President und Chief Financial Officer Mark Hawkins zum 31. Januar sein Amt aufgeben. Slack reduzieren sich um 1,7 Prozent.

Hewlett Packard Enterprise (HPE) gewinnen 0,5 Prozent. Das Informationstechnikunternehmen hatte Quartalszahlen vorgelegt, die besser als erwartet ausfielen, für das Gesamtjahr aber gleichwohl einen Verlust mitgeteilt und die Notwendigkeit sinkender Kosten betont. Zugleich kündigte das Unternehmen an, seinen Hauptsitz von Houston nach San Jose verlegen zu wollen.

Box rutschen 7,2 Prozent ab. Der Cloud-Spezialist konnte seinen Quartalsverlust zwar verringern, schrieb aber immer noch rote Zahlen.

   Euro nahe der 1,21-USD-Marke 

Der Euro notiert weiter deutlich über der Marke von 1,20 Dollar. Im Tageshoch kletterte er bereits knapp über 1,21 Dollar, den höchsten Stand seit April 2018. Aktuell kostet die Gemeinschaftswährung 1,2093 Dollar. Der Dollar-Index gibt nach seinem Schwächeanfall am Vortag nochmals 0,2 Prozent ab. Vor allem die gestiegene Risikobereitschaft der Anleger setzt den als sicheren Währungshafen geltenden Greenback aktuell unter Druck.

Die Ölpreise drehen deutlich ins Plus, gestützt von der Hoffnung auf das Opec-Treffen, wo eine Verlängerung der Förderbegrenzungen auf dem Tisch liegt. Die US-Sorte WTI gewinnt 2,5 Prozent auf 45,66 Dollar, während Brent 2,0 Prozent steigt auf 48,37 Dollar.

Der Goldpreis baut die Vortagsgewinne mit dem schwächelnden Dollar noch aus um 0,8 Prozent auf 1.829 Dollar je Feinunze.

Nach dem Abverkauf am Vortag geben US-Anleihen nochmals nach. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt bei sinkenden Notierungen um 2,1 Basispunkte auf 0,95 Prozent.

=== 
INDEX                 zuletzt      +/- %        absolut      +/- % YTD 
DJIA                29.815,18      -0,03          -8,74           4,47 
S&P-500              3.663,56       0,03           1,11          13,40 
Nasdaq-Comp.        12.334,47      -0,17         -20,64          37,47 
Nasdaq-100          12.446,31      -0,07          -9,02          42,52 
 
US-Anleihen 
Laufzeit     Rendite  Bp zu VT  Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre         0,17      -0,4        0,17     -103,4 
5 Jahre         0,42       0,3        0,42     -150,2 
7 Jahre         0,70       0,7        0,69     -155,0 
10 Jahre        0,95       2,1        0,93     -149,7 
30 Jahre        1,69       2,4        1,67     -137,5 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %  Mi, 08:09 Uhr  Di, 17:35 Uhr    % YTD 
EUR/USD                1,2093     +0,17%         1,2074         1,2046    +7,8% 
EUR/JPY                126,41     +0,37%         126,17         125,71    +3,7% 
EUR/CHF                1,0832     -0,27%         1,0868         1,0848    -0,2% 
EUR/GBP                0,9057     +0,73%         0,8994         0,8979    +7,0% 
USD/JPY                104,53     +0,19%         104,38         104,36    -3,9% 
GBP/USD                1,3351     -0,56%         1,3417         1,3416    +0,8% 
USD/CNH (Offshore)     6,5477     -0,04%         6,5506         6,5553    -6,0% 
Bitcoin 
BTC/USD             18.920,50     -0,21%      18.525,75      19.076,50  +162,4% 
 
ROHOEL                zuletzt  VT-Settl.          +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex               45,66      44,55          +2,5%           1,11   -18,5% 
Brent/ICE               48,37      47,42          +2,0%           0,95   -20,1% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag          +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)          1.829,19   1.814,80          +0,8%         +14,39   +20,6% 
Silber (Spot)           23,99      24,08          -0,4%          -0,08   +34,4% 
Platin (Spot)        1.015,15   1.002,38          +1,3%         +12,78    +5,2% 
Kupfer-Future            3,47       3,47          +0,1%          +0,01   +22,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/err

(END) Dow Jones Newswires

December 02, 2020 12:03 ET (17:03 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BIONTECH SE -0.30%105.97 verzögerte Kurse.29.99%
BITCOIN - UNITED STATES DOLLAR 3.22%31199.995 Realtime Kurse.12.01%
BOX, INC. 6.59%18.93 verzögerte Kurse.4.88%
BRITISH POUND / US DOLLAR (GBP/USD) -0.28%1.3632 verzögerte Kurse.0.48%
EURO / BRITISH POUND (EUR/GBP) 0.31%0.88832 verzögerte Kurse.-0.93%
EURO / JAPANESE YEN (EUR/JPY) 0.21%126.336 verzögerte Kurse.0.02%
EURO / SWISS FRANC (EUR/CHF) 0.09%1.07729 verzögerte Kurse.-0.24%
EURO / US DOLLAR (EUR/USD) 0.04%1.21106 verzögerte Kurse.-0.92%
HEWLETT PACKARD ENTERPRISE COMPANY 6.96%13.07 verzögerte Kurse.10.30%
MERCK & CO., INC. -3.96%77.07 verzögerte Kurse.-5.78%
MODERNA, INC. 2.50%155.73 verzögerte Kurse.49.07%
PFIZER INC. -2.87%36.24 verzögerte Kurse.-1.55%
SALESFORCE.COM, INC. -0.65%224.78 verzögerte Kurse.1.01%
SLACK TECHNOLOGIES, INC. -1.71%42.05 verzögerte Kurse.-0.45%
UNITED STATES DOLLAR (B) / CHINESE YUAN IN HONG KONG (USD/CNH) -0.05%6.49234 verzögerte Kurse.-0.36%
US DOLLAR / JAPANESE YEN (USD/JPY) 0.18%104.318 verzögerte Kurse.0.40%
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