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MÄRKTE USA/Wall Street steigt an Konsolidierungstag weiter

08.12.2021 | 22:16

NEW YORK (Dow Jones)--Nach der zweitägigen Rally ist die Luft an der Wall Street am Mittwoch raus gewesen, die jüngsten Aufschläge wurden konsolidiert. Gleichwohl marschierten die Indizes weiter, aber die Gewinne waren deutlich moderater. Die Schlagzeilen zur Omikron-Variante des Coronavirus fielen nicht mehr ganz so positiv aus und bremsten die Kauflaune. Der Dow-Jones-Index gewann 0,1 Prozent auf 35.755 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legten um 0,3 bzw. 0,6 Prozent zu. Auf 2.081 (Dienstag: 2.558) Kursgewinner an der Nyse fielen 1.290 (837) -verlierer. Unverändert schlossen 121 (93) Titel.

Gedämpft wurde die Stimmung durch Berichte aus Australien, Kanada und Südafrika, wonach ein "heimlicher" Omikron-Ableger mit den üblichen PCR-Tests schwieriger zu identifizieren sei. Zudem weist der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer bei der Impfung mit zwei Dosen gegen die Omikron-Variante eine deutlich geringere Wirksamkeit auf, auch wenn die Omikron-Variante mit der dritten Impfung neutralisiert wird. Einen variantenspezifischen Impfstoff gegen Omikron soll es nicht vor Ende März geben, teilten Biontech und Pfizer mit. Biontech büßten 3,6 Prozent ein, Pfizer 0,6 Prozent. Die Weltgesundheitsbehörde WHO warnte indes, das Risiko einer erneuter Ansteckung bei Omikron könnte höher ausfallen.

Händler sahen aber keinen Stimmungsumschwung. "Theoretisch sind solch starke Zuwächse ein Zeichen von Instabilität und sollten mit Vorsicht genossen werden. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Volatilität nachlässt und der VIX-Index am Vortag um 20 Prozent gesunken ist, was bedeutet, dass die jüngsten Befürchtungen langsam abklingen könnten", sagte Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote mit Blick auf das "Angstbarometer" VIX. Dazu passten die Aussagen eines Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dieser hielt es für "höchst unwahrscheinlich", dass die neue Variante des Coronavirus den Schutz von Impfstoffen komplett aushebeln könnte.

   Ölpreise drehen ins Plus 

Die Ölpreise drehten im Verlauf ins Plus, das Settlement bewegte sich auf einem Zweiwochenhoch. Die Daten zu den Rohöllagerbestände in den USA lieferten dafür keinen Anlass. Opec-Generalsekretär Mohammad Barkindo warnte vor einer Mineralölknappheit, sollte von den Ölförderern in den nächsten zweieinhalb Jahrzehnten nicht mehr investiert werden. Er sprach von dringend notwendigen Investitionen, um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden. Mit wachsender Sorge beobachteten Marktakteure auch die Entwicklung in der Ukraine mit einem möglichen Angriff russischer Truppen. US-Präsident Joe Biden hatte Russland für diesen Fall erneut mit harten Sanktionen gedroht. Russland ist ein wichtiger Erdölexporteur.

Der Goldpreis stagnierte. Das Edelmetall schaffe es derzeit nicht, Fahrt in die eine oder andere Richtung aufzunehmen, hieß es mit Blick auf den typischerweise dünnen Markt Anfang Dezember.

Der Dollarindex gab 0,5 Prozent ab. Händler sprachen von einer Momentaufnahme. Der Greenback dürfte schon bald wieder ausländische Anleger anziehen und entsprechend steigen, hieß es mit Blick auf mögliche geldpolitische Straffungen in den USA. Das Pfund zeigte sich vor allem zum Euro schwach. Im Handel wurde spekuliert, die eigentlich eingeplante Zinserhöhung in Großbritannien könnte erneut ausfallen angesichts der Unwägbarkeiten um die Virusvariante Omikron.

Der US-Rentenmarkt schwächelte erneut, die Renditen vor allem am langen Ende des Marktes stiegen weiter. Anleger positionierten sich für eine längerfristig straffere Geldpolitik. Die wieder etwas gestiegenen Corona-Sorgen stützten indes die kürzeren Laufzeiten. Womöglich werde Omikron die Fed von einer allzu forschen Vorgehensweise abbringen, hieß es.

   Apple ziehen deutlich an 

Apple rückten um 2,3 Prozent vor, die Marktkapitalisierung bewegte sich damit Richtung 3 Billionen Dollar. Der Technologiekonzern hatte einen großen juristischen Sieg errungen, als ein Berufungsgericht eine Entscheidung in der Kartellrechtsklage von Epic Games gegen den iPhone-Hersteller auf Eis legte.

Der Halbleiter-Gigant Intel erwartet, dass die Probleme der Lieferkette bis 2023 andauern werden. Dies gelte zum Teil auch, weil der Bau einer neuen Fabrik etwa drei Jahre dauere, sagte CEO Patrick Gelsinger. Für die Aktie ging 1,6 Prozent nach unten.

Der Kurs des Konservendosenherstellers Campbell stieg um 1,7 Prozent. Die Gesellschaft hatte auf bereinigter Basis mehr verdient als vom Markt prognostiziert. Stanley Black & Decker kletterten um 3,3 Prozent, der Werkzeughersteller veräußert den Löwenanteil seines Sicherheitsgeschäfts für 3,2 Milliarden Dollar und will eigene Aktien für 4 Milliarden Dollar zurückkaufen. Stitch Fix brachen um 23,9 Prozent ein. Die abonnementbasierte Personal-Styling-Webseite enttäuschte mit der Anzahl aktiver Nutzer. Bei Docusign (+10,9%) hatte der CEO Aktien erworben.

=== 
INDEX                 zuletzt      +/- %     absolut  +/- % YTD 
DJIA                35.754,75      +0,1%       35,32     +16,8% 
S&P-500              4.701,21      +0,3%       14,46     +25,2% 
Nasdaq-Comp.        15.786,99      +0,6%      100,07     +22,5% 
Nasdaq-100          16.394,34      +0,4%       68,67     +27,2% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit              Rendite   Bp zu VT  Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre                  0,68       -1,2        0,69       56,2 
5 Jahre                  1,27        1,1        1,26       90,7 
7 Jahre                  1,45        3,1        1,42       80,4 
10 Jahre                 1,52        4,2        1,47       59,9 
30 Jahre                 1,90        9,0        1,81       24,8 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %     Mi,8:30   Di,17:05   % YTD 
EUR/USD                1,1349      +0,7%      1,1288     1,1250   -7,1% 
EUR/JPY                129,02      +0,8%      127,96     127,82   +2,3% 
EUR/CHF                1,0442      +0,2%      1,0424     1,0417   -3,4% 
EUR/GBP                0,8581      +0,8%      0,8527     0,8491   -3,9% 
USD/JPY                113,69      +0,1%      113,36     113,62  +10,1% 
GBP/USD                1,3225      -0,1%      1,3238     1,3249   -3,2% 
USD/CNH (Offshore)     6,3468      -0,3%      6,3537     6,3647   -2,4% 
Bitcoin 
BTC/USD             50.798,34      +0,9%   50.525,14  51.847,72  +74,9% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settl.       +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               72,57      72,05       +0,7%       0,52  +52,8% 
Brent/ICE               75,99      75,44       +0,7%       0,55  +49,3% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag       +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.784,22   1.784,07       +0,0%      +0,15   -6,0% 
Silber (Spot)           22,44      22,53       -0,4%      -0,09  -15,0% 
Platin (Spot)          961,92     956,44       +0,6%      +5,48  -10,1% 
Kupfer-Future            4,39       4,34       +1,0%      +0,05  +24,6% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

December 08, 2021 16:15 ET (21:15 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
APPLE INC. -0.29%159.22 verzögerte Kurse.-10.33%
BIONTECH SE -3.83%154.54 verzögerte Kurse.-40.05%
CAMPBELL SOUP COMPANY 1.56%44.21 verzögerte Kurse.0.16%
DOCUSIGN, INC. -3.18%110.69 verzögerte Kurse.-27.33%
INTEL CORPORATION -7.04%48.05 verzögerte Kurse.-6.70%
PFIZER, INC. 0.68%53.37 verzögerte Kurse.-9.62%
S&P 500 -0.54%4326.51 verzögerte Kurse.-8.73%
SENTINELONE, INC. -3.73%38.44 verzögerte Kurse.-23.87%
STANLEY BLACK & DECKER, INC. -1.92%171.67 verzögerte Kurse.-8.99%
STITCH FIX, INC. -1.53%14.78 verzögerte Kurse.-21.88%
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