Ein Blick auf den bevorstehenden Tag an den europäischen und globalen Märkten von Tom Westbrook

Mit dem Tod von Charlie Munger, einen Monat vor seinem 100. Geburtstag, ist eine Ära zu Ende gegangen.

Der Zusammenschluss von Munger und Warren Buffett gehört zu den erfolgreichsten in der Geschichte der Wirtschaft und machte Berkshire Hathaway zu einem Multimilliarden-Dollar-Konglomerat.

Munger, der oft mit einem Einzeiler aufwartet, fasste seinen Ruhm im Jahr 2010 zusammen: "Ich denke, ein Teil der Popularität von Berkshire Hathaway ist, dass wir wie Leute aussehen, die einen Trick gefunden haben", sagte er.

"Es ist keine Brillanz. Es ist nur die Vermeidung von Dummheit."

Buffet verwies in einer Erklärung auf "Charlies Inspiration (und) Weisheit".

Die Anleger in Asien nahmen unterdessen die Äußerungen des ehemaligen Falken der US-Notenbank, Christopher Waller, als mögliches Signal für eine neue Ära auf, denn er deutete an, dass die US-Zinsen in den kommenden Monaten gesenkt werden könnten.

Die seit Wochen andauernde Rallye bei Anleihen und der Rückgang des Dollars im Gefolge eines positiven US-Inflationsberichts setzte sich in Asien nach Wallers Äußerungen fort.

Die Renditen zweijähriger Treasuries fielen auf ein Viermonatstief knapp unter 4,70%. Die Renditen der zehnjährigen Treasuries erreichten ein Zweimonatstief von 4,28%.

Zinsfutures rechnen mit Zinssenkungen von mehr als 100 Basispunkten im nächsten Jahr und einer 40%igen Chance, dass diese bereits im März beginnen.

Der Rückgang des Dollars führte zu Mehrmonatshochs für den Yen, den Euro, das Pfund Sterling und den Schweizer Franken gegenüber dem Greenback und ließ den Goldpreis (in Dollar) auf den höchsten Stand seit Mai steigen.

Die deutschen Inflationsdaten und die Umfragen zum Vertrauen in der Eurozone sind die nächsten wichtigen Wirtschaftsdaten, die Händler im Auge behalten sollten.

Im asiatischen Handel blieb die australische Inflation hinter den Erwartungen zurück, während die neuseeländische Zentralbank die Anleger mit der Warnung überraschte, dass die Zinserhöhungen noch nicht abgeschlossen sein könnten, wenn der Preisdruck nicht nachlasse.

Chinas Aktienmärkte stachen ebenfalls hervor.

Der MSCI-Index für Weltaktien ist im November um 8,8% gestiegen und steuert auf den größten monatlichen Anstieg seit drei Jahren zu.

Die chinesischen Blue Chips hingegen sind in diesem Monat um mehr als 2% gefallen und stehen vor dem vierten monatlichen Rückgang in Folge. Der Hang Seng in Hongkong ist im November um 0,4% gefallen.

Wichtige Entwicklungen, die die Märkte am Mittwoch beeinflussen könnten:

Deutscher und spanischer Verbraucherpreisindex, Verbrauchervertrauen in der Eurozone, das Beige Book der Fed