Einloggen
E-Mail
Passwort
Passwort anzeigen
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlos registrieren
Abonnent werden
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON
News: Aktuelle News
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & ForexRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersInstitutionelle AnlegerTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisen & ForexKryptowährungenCybersicherheitPressemitteilungen

Mobile Teams und große Kampagne: Massives Werben fürs Impfen

31.07.2021 | 10:06

BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts der gesunkenen Impfbereitschaft und des näher rückenden Schuljahresbeginns werben Politik und Verbände massiv für die Corona-Impfungen. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz forderte ein offensiveres Auftreten auch der Geimpften selbst. "Wir müssen unsere Freundinnen und Freunde davon überzeugen, dass sie sich impfen lassen. Das ist eine Sache, die berührt jeden von uns", sagte der Bundesfinanzminister den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). "Wir alle sollten bei der Arbeit oder im Sportverein sagen: Ich habe mich impfen lassen, das war gut."

SPD-Chefin Saskia Esken und der Deutsche Städtetag sprachen sich für Impfaktionen an Schulen aus, wenn das neue Schuljahr begonnen hat. In der kommenden Woche enden in den ersten Bundesländern die Sommerferien, in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg beginnt der Unterricht dann wieder in Präsenz. "Ich werbe dafür, Impfmobile an die Schulen zu schicken, um - in Absprache mit den Eltern - den Jugendlichen die Impfung so einfach wie möglich zugänglich zu machen", sagte Esken dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).

Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Um den Unterricht in Präsenz abzusichern, appellieren wir an die Länder, mehr Impfungen in Schulen möglich zu machen." Dies könne ein Beitrag sein zum Schutz junger Menschen und für weniger Infektionen mit dem Coronavirus an Schulen.

Im Norden ist das teils bereits geplant. In Schleswig-Holstein können sich an den Gemeinschaftsschulen und Gymnasien Schülerinnen und Schülern ab zwölf sowie alle Beschäftigten von mobilen Teams impfen lassen. Mecklenburg-Vorpommern will den Bedarf ermitteln und dann in der zweiten Woche mobile Impfteams für 16- und 17-Jährige in die Schulen schicken. Hamburg plant mobile Angebote für Berufsschüler.

Dedy sagte: "Das kann über mobile Impfteams in den Schulen laufen, wie in Schleswig-Holstein. Oder das kann über mehr Angebote für Jugendliche etwa in Fußballstadien oder Einkaufszentren laufen, wo sich viele von ihnen treffen", so der Kommunalvertreter. "Wir müssen mit den Impfungen zu den jungen Leuten gehen und nicht warten, bis sie ins Impfzentrum oder in die Arztpraxis kommen." Allerdings bedarf es dazu erst des Einverständnisses der Eltern.

Bisher sind gut 51 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft - nach Ansicht von Experten viel zu wenig, um angesichts der grassierenden hochansteckenden Delta-Virusvariante die anrollende vierte Welle flach zuhalten. Und das Impftempo lässt nach: Derzeit werden an vielen Tagen noch gut eine halbe Million Impfdosen verabreicht, im Mai/Juni waren es teils an die 1,5 Millionen. Derweil steigen die Infektionszahlen - noch auf niedrigem Niveau von etwas mehr als 15 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche, aber stetig werden es mehr.

Die Linksfraktion im Bundestag fordert eine breitere Aufklärungskampagne. In einem dem RND vorliegenden Papier ruft ihr Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte dazu auf, Akteure wie Gewerkschaften, Sportverbände, Glaubensgemeinschaften, aber auch Clubs und Kultureinrichtungen einzubeziehen. "Wir werden fanatische ImpfgegnerInnen nicht überzeugen können. Es muss darum gehen, die Leute für eine Impfung zu gewinnen, die sich nicht ausreichend informiert fühlen und Ängste haben, die man ihnen nehmen kann."

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland appellierte an alle islamischen Gläubigen, sich impfen zu lassen. "Es gibt für Muslime keine religiösen Gründe, das Impfen gegen Corona abzulehnen. Im Gegenteil: Der Schutz anderer vor Krankheiten und die eigene gesundheitliche Unversehrtheit sind im Islam ein hohes Gut", sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman A. Mazyek, dem RND./and/DP/zb


© dpa-AFX 2021
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"
17:18SPAHN : Gratis-Tests für 12- bis 17-Jährige noch bis Jahresende
DP
17:08Eine Milliarde Euro mehr für Ärzte
DP
17:06DPA-AFX ÜBERBLICK : KONJUNKTUR vom 16.09.2021 - 17.00 Uhr
DP
17:02DEVISEN : Dollar legt zu Euro und Franken zu
AW
16:57DEVISEN : Euro fällt deutlich unter 1,18 US-Dollar
DP
16:52WAHL/Ruf nach Aufklärung nach Geldwäsche-Durchsuchungen
DP
16:33WAHL21/LINDNER : Rolle des Kanzlers künftig unwichtiger
DJ
16:30Schifffahrtskonzern Maersk hebt angesichts steigender Frachtraten den Ausblick für 2021 erneut an
MR
16:24MACHTKAMPF MIT CHINA : EU sucht Partner im Indopazifik
DP
16:22John Lewis erzielt im ersten Halbjahr wieder einen Gewinn
MR
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"