Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Forex

News : Aktuelle News
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & ForexRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersInstitutionelle AnlegerTermineSektoren 
Alle NachrichtenWirtschaftDevisen & ForexKryptowährungenCybersicherheitPressemitteilungen

OTS: Euler Hermes Deutschland / Mittelstand: Hohe Verschuldung, sinkende ...

21.10.2020 | 09:32

    Mittelstand: Hohe Verschuldung, sinkende Profite und
Finanzierungslücke durch Covid-19
Hamburg (ots) -

- Europäische Mittelständler weisen nach dem Corona-Schock eine sehr hohe
  Verschuldung, eine zum Teil erheblich verschlechterte Profitabilität und eine
  nicht ausreichende Kapitalisierung auf
- Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Frankreich und
  Italien geht die Covid-19-Pandemie an die Substanz
- Der deutsche Mittelstand ist im Vergleich zu seinen europäischen Pendants
  bisher relativ gut durch die Krise gekommen
- Bereits vor der Krise 20% "Zombies" bei italienischen KMU, in Frankreich 11%,
  Deutschland 10%

Insbesondere in Frankreich und Italien geht die Covid-19-Pandemie kleinen und
mittelständischen Unternehmen (KMU) an die Substanz: Ihnen fehlen aktuell
Finanzmittel in Höhe von schätzungsweise insgesamt rund 100 Milliarden Euro -
trotz der umfangreichen Konjunkturpakete und nach Ausschluss von sogenannten
"Zombie"-Unternehmen. Auch in Deutschland fehlen KMU rund drei Milliarden Euro
(Mrd. EUR) an Finanzmitteln zu einer ausreichenden Rekapitalisierung. Angesichts
der fehlenden 70 Mrd. EUR in Italien und etwa 29 Mrd. EUR in Frankreich stehen
die hiesigen Mittelständler allerdings weitaus besser da. Zu diesem Schluss
kommt eine aktuelle Analyse des weltweit führenden Kreditversicherers Euler
Hermes.

"Europäische Mittelständler weisen eine sehr hohe Verschuldung auf, eine
erheblich verschlechterte Profitabilität und eine nicht ausreichende
Kapitalisierung", sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. "Das ist mittelfristig eine denkbar schlechte
Kombination für die Zahlungsfähigkeit dieser Unternehmen. Insbesondere in
Italien und Frankreich spitzt sich die Lage durch Covid-19 zunehmend zu, auch
wenn die zahlreichen Konjunkturpakete zumindest eine kurzfristige
Liquiditätskrise vermieden haben. Der deutsche Mittelstand hat sich abermals als
relativ robust erwiesen und ist im Vergleich zu seinen europäischen Pendants
bisher relativ gut durch die Krise gekommen."

Auch hierzulande ist die Verschuldung durch zahlreiche Liquiditätsmaßnahmen
gestiegen. Insbesondere in Frankreich aber ist sie im Verhältnis zum
Bruttoinlandsprodukt (81% des BIP) fast doppelt so hoch als in Deutschland (43%
des BIP). In Italien ist die Verschuldung mit 65% des BIP ebenfalls
überdurchschnittlich hoch im europäischen Vergleich (Durchschnitt: 63%).

Bei Profitabilität sind französische KMU Schlusslicht in Europa

"Französische Mittelständler sind in Europa zudem in puncto Profitabilität
inzwischen Schlusslicht, noch hinter Italien", sagt Ana Boata, Leiterin
Makroökonomie bei Euler Hermes. "Die Profitabilität französischer KMU ist seit
Jahresbeginn um 7 Prozentpunkte (pp) drastisch gesunken im Vergleich zu -0,6 pp
in Deutschland. In Italien dürfte die Profitabilität nach unseren Schätzungen
ebenfalls um bis zu 3pp [1] gesunken sein. Die Eigenkapitalquote ist in Italien
mit 33% die niedrigste und damit deutlich unterhalb der 40%, die in der Regel
als adäquat gelten. In Italien besteht demnach der größte Bedarf an
zusätzlichen
Finanzmitteln für eine Rekapitalisierung."

In Frankreich liegt die Eigenkapitalquote der KMU bei 37%, in Deutschland mit
39% nur knapp unterhalb der empfohlenen Kapitalausstattung. Bei der Analyse
haben die Volkswirte die Unternehmen bereits herausgerechnet, die schon vor der
Covid-19-Pandemie praktisch nicht überlebensfähig waren.

"Ein Großteil der Mittelständler erweist sich auch in der aktuellen Krise als
sehr robust, insbesondere in Deutschland, sagt Van het Hof. "Diese Tatsache,
darf aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in ihrem Schatten in Europa
zahlreiche Zombie-Unternehmen gibt - auch schon vor der Covid-19-Pandemie. In
Italien waren beispielsweise schon vor der Krise rund ein Fünftel der
Mittelständler wirtschaftlich eigentlich gar nicht mehr lebensfähig, in
Frankreich (11%) und Deutschland (10%) waren es nur etwa halb so viele.
Allerdings dürfte sich die Anzahl mit der aktuellen Krise sprunghaft erhöht
haben, ebenso wie der Finanzierungsbedarf der KMUs. Besonders eng wird es für
die Unternehmen und Branchen, die vor der Krise kaum Puffer hatten."

In Deutschland war die Eigenkapitalquote vor der Pandemie in der
Transportbranche besonders niedrig: In der Schifffahrt lag sie bei rund 32%, in
der Luftfahrt bei 29%. Mit Covid-19 hat sich die bestehende Finanzierungslücke
nochmals vergrößert. In Frankreich und Italien hatten Unternehmen im Hotel- und
Gastgewerbe sowie im Maschinenbau und Handel besonders schlechte
Ausgangspositionen und daher jetzt den größten Kapitalbedarf.

Die vollständige Studie finden Sie beigefügt und hier:

https://ots.de/lYcKea

[1] Für Deutschland und Frankreich liegen aktuell Zahlen bis H1 2020 vor, in
Italien nur für Q1 2020. Der Rückgang bei der Profitabilität um bis zu 3pp in
Italien ist eine Expertenschätzung.

Euler Hermes ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und
anerkannter Spezialist für Kaution und Garantien, Inkasso sowie Schutz gegen
Betrug oder politische Risiken. Das Unternehmen verfügt über mehr als 100 Jahre
Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende Finanzdienstleistungen an, um sie
im Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu unterstützen.

Über das unternehmenseigene Monitoring-System verfolgt und analysiert Euler
Hermes täglich die Insolvenzentwicklung von mehr als 80 Millionen kleiner,
mittlerer und multinationaler Unternehmen. Insgesamt umfassen die
Expertenanalysen Märkte, auf die 92% des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP)
entfallen.

Mit dieser Expertise macht Euler Hermes den Welthandel sicherer und gibt den
weltweit über 66.000 Kunden das notwendige Vertrauen in ihre Geschäfte und deren
Bezahlung. Als Tochtergesellschaft der Allianz und mit einem AA-Rating von
Standard & Poor's ist Euler Hermes im Schadensfall der finanzstarke Partner an
der Seite seiner Kunden.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Paris ist in über 50 Ländern vertreten und
beschäftigt rund 5.800 Mitarbeiter weltweit. 2019 wies Euler Hermes einen
konsolidierten Umsatz von EUR 2,9 Milliarden aus und versicherte weltweit
Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 950 Milliarden.

Weitere Informationen auf http://www.eulerhermes.de

Social Media

CEO Blog Ron van het Hof https://www.eulerhermes.de/presse/ceo-blog.html

Linkedin Euler Hermes Deutschland
https://de.linkedin.com/company/euler-hermes-deutschland

XING Euler Hermes Deutschland https://www.xing.com/company/eulerhermes/updates

Youtube Euler Hermes Deutschland
https://www.youtube.com/channel/UClM6TBY3iFJVXDX76FH8-cA

Twitter @eulerhermes

Hinweis bezüglich zukunftsgerichteter Aussagen:

Die in dieser Meldung enthaltenen Informationen können Aussagen über
zukünftige
Erwartungen und andere zukunftsgerichtete Aussagen enthalten, die auf aktuellen
Einschätzungen und Annahmen der Geschäftsführung basieren, und bekannte und
unbekannte Risiken sowie Unsicherheiten beinhalten, aufgrund derer die
tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse von den hier gemachten
Aussagen wesentlich abweichen können. Neben zukunftsgerichteten Aussagen im
jeweiligen Kontext spiegelt die Verwendung von Wörtern wie "kann", "wird",
"sollte", "erwartet", "plant", "beabsichtigt", "glaubt", "schätzt",
"prognostiziert", "potenziell" oder "weiterhin" ebenfalls eine
zukunftsgerichtete Aussage wider. Die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen
oder Ereignisse können aufgrund verschiedener Faktoren von solchen
zukunftsgerichteten Aussagen beträchtlich abweichen. Zu solchen Faktoren gehören
u.a.: (i) die allgemeine konjunkturelle Lage einschließlich der
branchenspezifischen Lage für das Kerngeschäft bzw. die Kernmärkte der
Euler-Hermes-Gruppe, (ii) die Entwicklung der Finanzmärkte einschließlich der
"Emerging Markets" einschließlich Marktvolatilität, Liquidität und
Kreditereignisse, (iii) die Häufigkeit und das Ausmaß der versicherten
Schadenereignisse einschließlich solcher, die sich aus Naturkatastrophen
ergeben; daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv) Stornoraten, (v) Ausmaß
der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii) Wechselkursentwicklungen
einschließlich des Wechselkurses EUR-USD, (viii) Entwicklung der
Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und aufsichtsrechtliche Änderungen
einschließlich solcher bezüglich der Währungskonvergenz und der
Europäischen
Währungsunion, (x) Änderungen der Geldpolitik der Zentralbanken bzw.
ausländischer Regierungen, (xi) Auswirkungen von Akquisitionen, einschließlich
der damit verbundenen Integrationsthemen, (xii) Umstrukturierungsmaßnahmen,
sowie (xiii) allgemeine Wettbewerbsfaktoren jeweils in einem örtlichen,
regionalen, nationalen oder internationalen Rahmen. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit vieler dieser Faktoren kann durch Terroranschläge
und deren Folgen noch weiter steigen. Das Unternehmen übernimmt keine
Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Pressekontakt:

Euler Hermes Deutschland
Antje Wolters
Pressesprecherin
Telefon: +49 (0)40 8834-1033
Mobil: +49 (0)160 899 2772
mailto:antje.wolters@eulerhermes.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/52706/4739835
OTS:               Euler Hermes Deutschland






© dpa-AFX 2020
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"
13:48Zu presseähnlich - Münchner Stadtportal wehrt sich gegen Urteil
DP
13:43DEUTSCHE BUNDESBANK : Tägliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere
PU
13:42EZB warnt vor übereiltem Ende der Hilfsmaßnahmen gegen die Pandemie-Folgen
RE
13:41GASTRO- UND HOTELBRANCHE : Verlängerung des Teil-Lockdowns ist bitter
DP
13:36Biden-Übergang und Impfstoffhoffnungen treiben Vorräte, Öl und Bitmünzen in die Höhe
13:26Kontrolleure decken unappetitliche Missstände auf
DP
13:22Hohe Nachfrage bei Solarauktion - weiter Flaute bei Windkraft
DP
13:21Bitcoin bei 100.000 Dollar im Jahr 2021? Für manche unverschämt - für Geldgeber ein Selbstläufer
13:19DOBRINDT : Länder-Papier zu Corona um stärkere Maßnahmen ergänzen
DP
13:19Deutsche Wirtschaft vor hartem Winter
AW
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"