Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Forex

News : Aktuelle News
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & ForexRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersInstitutionelle AnlegerTermineSektoren 
Alle NachrichtenWirtschaftDevisen & ForexKryptowährungenCybersicherheitPressemitteilungen

Pictet-Chefökonom: Konjunktur mit Steuersenkungen in Schwung bringen

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
30.09.2019 | 12:01

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Schweizer Bankhaus Pictet rät Deutschland auf dem Weg zu mehr Wachstum dringend zu Steuersenkungen. "Deutschland braucht Steuersenkungen. Das wirkt am besten und am schnellsten", sagte Patrick Zweifel, Chefvolkswirt von Pictet Asset Management der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Dabei sei wichtig, dass möglichst breite Bevölkerungsschichten von den Steuersenkungen profitieren.

Keinesfalls sollte sich die deutsche Regierung bei möglichen Steuersenkungen aber am Beispiel der US-Regierung unter Präsident Donald Trump orientieren. Hier hatten massive Steuersenkungen der amerikanischen Wirtschaft zwar Auftrieb verliehen, aber durch das Programm konnten nur eher wohlhabende Bevölkerungsgruppen profitieren.

Nach Einschätzung des Experten sind Steuersenkungen dringend notwendig, nachdem die extrem lockere Geldpolitik am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen sei. "Die Europäische Zentralbank (EZB) kann nicht mehr viel ausrichten", sagte Zweifel. Seiner Einschätzung nach wirke eine zusätzliche Lockerung kaum noch stimulierend auf die konjunkturelle Entwicklung.

Der Chefvolkswirt des Schweizer Vermögensverwalters schließt sich damit der Meinung zahlreicher Ökonomen an, die den Staat stärker in der Verantwortung für mehr Wachstum sehen. Auch aus den Reihen der EZB gab es zuletzt immer wieder die Mahnung in Richtung der Regierungen im Währungsraum, die notwendigen Schritte für mehr Wachstum zu unternehmen.

Nach Einschätzung von Zweifel wirkt die extrem lockere Geldpolitik mittlerweile sogar zunehmend kontraproduktiv. Obwohl die EZB den Geldhäusern bei den Strafzinsen auf Einlagen bei der Notenbank Erleichterungen gewährt habe, würden bei den Negativ-Zinsen die negativen Auswirkungen überwiegen. "Unter Berücksichtigung der Preissteigerung wirken Negativzinsen inzwischen so schädlich auf das Zinsgeschäft der Banken, dass die Finanzinstitute kaum noch die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen durch die Weitergabe günstiger Zinsen verbessern können", sagte Zweifel.

Als eine der größten Gefahren für stark exportabhängige deutsche Wirtschaft gilt der Handelskonflikt zwischen den USA und China, den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. "Deutschland zählt zu den Ländern, die weltweit am meisten unter den Folgen leiden", sagte Zweifel.

"Geht der Handelskonflikt weiter, wird die Konjunkturflaute anhalten", zeigte sich der Pictet-Ökonom überzeugt. Dann sei bis zum Jahresende mit einer Stagnation oder einem leichten Schrumpfen der deutschen Wirtschaft zu rechnen. Dabei sieht der Ökonom Zweifel die größte Volkswirtschaft Europas derzeit noch in einer vergleichsweise vorteilhaften Lage. "Deutschland zählt neben der Schweiz, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden zu den Ländern, die aus eigener Kraft an der fiskalpolitischen Schraube drehen können, um Konjunktur und Aktienmarkt zu stützen", sagte Zweifel./jkr/la/jha/

© dpa-AFX 2019

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"
11:12DIW-Chef Fratzscher widerspricht Flughafen-Kritikern
DP
11:05MÜNTEFERING :  'Wir müssen das durchziehen'
DP
11:04MERKEL ZUM TEIL-LOCKDOWN :  Wollen schnell und unbürokratisch helfen
DP
11:04Hessens Ministerpräsident Bouffier in Quarantäne - Test negativ
DP
11:01NACH STARKEM BEBEN : Nacht voller Angst auf Samos
DP
10:56Flugverkehrsgegner wollen BER-Eröffnung stören
DP
10:11Großer Andrang bei Corona-Massentests in der Slowakei
DP
10:09HAUPTSTADTFLUGHAFEN BER : Die Kritiker sind schon am Start
DP
10:09PRESSEMITTEILUNG MERKEL : Wir lassen Unternehmen und Selbstständige in der Corona-Pandemie nicht allein
PU
10:04NEUER HÖCHSTWERT : 19 059 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
DP
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"