Zürich (awp) - Die Grossbank UBS muss laut einem Medienbericht 50'000 Franken Busse an das Schweizer Finanzdepartement zahlen. Dabei geht es um den Verdacht der Geldwäscherei.

Die UBS habe in der Vergangenheit Jemens Ex-Präsidenten, Ali Abdullah Saleh, geholfen, Geld zu verstecken, berichtet SRF. Die Bank habe Millionen an US-Dollar für Saleh verwaltet und dabei über Jahre Warnhinweise auf Geldwäscherei nicht gemeldet.

Allein im Jahr 2011 seien im bankinternen Dossier über 5000 Warnhinweise vermerkt worden, würden Recherchen von SRF Investigativ zeigen. Trotzdem habe die Bank den Behörden nie einen Verdacht auf Geldwäscherei gemeldet, zitiert SRF das Finanzdepartement (EFD) aus einem Strafbescheid, den SRF Investigativ einsehen konnte.

In diesem Strafbescheid geht es laut dem Bericht um eine Zahlung aus dem Jahr 2009 über 10 Millionen Dollar für Saleh vom Sultan von Oman. Den Check habe der Sohn von Saleh der UBS in Zürich übergeben. Saleh habe dann die Hälfte der Millionen auf verschiedene UBS-Konti verteilt, eingetragen auf Familienangehörige. Doch die Bank habe sich nicht an die Meldestelle für Geldwäscherei gewendet. Später saldierte die UBS aber laut SRF fast alle Konti der Saleh-Familie.

Die Pflichtverletzung der UBS habe dazu geführt, dass "sehr hohe Geldbeträge, die mutmasslich im Zusammenhang mit korrupten Verhaltensweisen von Ali Abdullah Saleh (.) dem staatlichen Zugriff entzogen werden konnten", schreibt das EFD. Das Verschulden der UBS sei "erheblich". Das Finanzdepartement halte der Bank jedoch unter anderem zugute, dass sie ihr Risikomanagement seither verbessert habe.

Die UBS wollte den Medienbericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren. Eine Anfrage an das Finanzdepartement wurde bislang noch unbeantwortet.

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