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Reiner Elektro-Ansatz würde in EU halbe Million Jobs kosten - Studie

06.12.2021 | 12:56

BERLIN (Dow Jones)--Bei einer kompletten Umstellung auf Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2035 droht in der Europäischen Union der Verlust von einer halben Million Arbeitsplätze, ergibt eine Studie der Unternehmensberaterfirma PwC Strategy& für den europäischen Verband der Automobilzulieferer, CLEPA. Dabei würden 70 Prozent der Stellen innerhalb einer kurzen fünf-Jahresperiode von 2030 bis 2035 verloren gehen. Erforderlich seien daher staatliche Hilfen für die erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen, forderte der Verband der Automobilindustrie (VDA). Denn besonders die Zulieferer würden unter der Transformation leiden.

Selbst unter Einbeziehung der neuen Arbeitsplätze, die durch die Elektromobilität entstünden, sei mit einem Nettoverlust von voraussichtlich 275.000 Arbeitsplätzen (minus 43 Prozent) von heute bis 2040 zu rechnen, ergaben die Berechnungen von PwC Strategy&.

"Die Studie hebt die Risiken eines reinen Elektrofahrzeug-Ansatzes für den Lebensunterhalt von (hunderttausenden) Menschen hervor, die hart daran arbeiten, technologische Lösungen für nachhaltige Mobilität bereitzustellen", sagte CLEPA-Generalsekretärin Sigrid de Vries. Da in der Automobilindustrie die Automobilzulieferer für den größten Teil der Arbeitsplätze sorgten, sei es "entscheidend", dass man diese Firmen bei der Bewältigung der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Transformation in den Mittelpunkt stellt.

Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und das Ende des Verbrennungsmotors sei besonders für die sieben großen Produktionsländer für Automobilkomponenten (Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien, Polen und Rumänien) eine Herausforderung, ergab die Studie. Besonders die Zulieferer kämen hier unter Druck, warnte ebenfalls der VDA.

"Während die Autohersteller bessere Möglichkeiten haben, Aktivitäten auszulagern oder einzugliedern, um einen Aktivitätsverlust im Antriebsstrang auszugleichen, können Automobilzulieferer deutlich weniger agil reagieren, da sie an langfristige Verträge mit Fahrzeugherstellern gebunden sind", warnte der VDA. Neben globalen und gut kapitalisierten Branchenführern bestünde der Sektor aus hunderten von spezialisierten Unternehmen und KMU, die weniger Zugang zu Kapital haben, um in die Transformation ihrer Geschäftsmodelle zu investieren.

Laut der Studie ist Deutschland gut aufgestellt, um Investitionen in die Elektromobilität anzuziehen, die für die zukünftigen Beschäftigungsmöglichkeiten in der Branche entscheidend sind. Dennoch sei staatliche Hilfe nötig, um die große Herausforderung für die derzeit 130.000 Beschäftigten im Antriebsstrang der Automobilzulieferer zu schultern.

"Europa und Deutschland müssen Unternehmen im Transformationsprozess und insbesondere bei Qualifizierungsmaßnahmen unterstützen, damit möglichst viele Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz in der Branche behalten", forderte VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/sha

(END) Dow Jones Newswires

December 06, 2021 06:55 ET (11:55 GMT)

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