Energie: Die Ölpreise sinken weiter. Der Bericht von der letzten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve dämpfte die Preise für das schwarze Gold, denn er unterstreicht die abwartende Haltung der Währungshüter, wobei sogar eine Zinserhöhung nicht ausgeschlossen wird. Ein positiver Effekt auf den Ölverbrauch ist somit nicht gegeben. Vor diesem Hintergrund drückte der überraschende Anstieg der wöchentlichen US-Vorräte auf die Preise. Die Referenzsorte Brent rückt immer näher an die Linie von 80 USD je Barrel. Angesichts dieser Schwäche könnte die Ölallianz OPEC+ für den Rest des Jahres an der Förderkürzung festhalten, um die Preise zu stützen. Die US-Sorte WTI kostet aktuell ca. 78,3 USD.

Metalle: Ist die Party vorbei? Der Kupferpreis legte an der London Metal Exchange eine Atempause ein. Nach einem historischen Höchststand von über 11.000 USD notierte das Barometer für die Weltwirtschaft zum Wochenschluss tiefer, bei 10.324 USD pro Tonne (Spot-Preis). Mit der Aufwertung des US-Dollars und durchwachsenen Daten zur Nachfrage aus China stehen die Sterne für eine Fortsetzung der Rally beim Kupferpreis nicht gut. Seit Jahresbeginn hat sich Kupfer um ca. 20% verteuert. Genau wie bei den Industriemetallen belastete die erneute Aufwertung des Dollars auch das Segment der Edelmetalle. Gold gab auf 2.350 USD je Feinunze nach und leidet zusätzlich unter dem erneuten Anstieg der Anleiherenditen.

Agrarprodukte: Der Weizenpreis stieg in Chicago vergangene Woche um satte 7%. Damit erreichte der Preis für einen Scheffel Weizen wieder die Schwelle von 700 Cent bzw. sein Niveau von Juli 2023. Unterstützt wird dieser Trend durch Sorgen über Ernteausfälle in einigen Anbauregionen, insbesondere am Schwarzen Meer. Der Preis für Mais verharrte in Chicago dagegen bei 460 Cent.