Der kanadische Aktienindex ist am Mittwoch den dritten Tag in Folge gefallen, da der Rückgang der Ölpreise die Energieaktien belastete und den Optimismus zunichte machte, dass die Zinssätze nach dem jüngsten Schritt der Bank of Canada, sich zurückzuhalten, ihren Höhepunkt erreicht haben.

Der S&P/TSX Composite Index der Toronto Stock Exchange beendete den Handel mit einem Minus von 101,72 Punkten bzw. 0,5% bei 20.274,21 Punkten, nachdem er bereits am Montag und Dienstag leicht nachgegeben hatte. Am Freitag hatte der TSX den höchsten Schlussstand seit 2-1/2 Monaten erreicht.

Der Energiesektor brach um mehr als 4% ein, als der Ölpreis um 4,1% auf $69,38 pro Barrel fiel, was zum Teil auf die jüngsten Sorgen über die wirtschaftliche Lage Chinas zurückzuführen ist.

"Auch wenn die OPEC die Produktion offensichtlich erneut gekürzt hat, liegt der Schwerpunkt und die Sorge wirklich auf der Nachfrage", sagte Christine Tan, Portfoliomanagerin bei SLGI Asset Management Inc.

Die Abwärtsbewegung im Energiesektor kam, als eine Regierungsquelle sagte, dass Kanada plant, ab 2026 ein System zur Begrenzung der Emissionen aus dem Öl- und Gassektor einzuführen.

Die Aktien von Shopify Inc. fielen um 4,8%, nachdem das Brokerhaus Wedbush die Aktien des E-Commerce-Unternehmens herabgestuft hatte.

Die kanadische Zentralbank beließ ihren Leitzins wie erwartet bei 5%. Sie ließ die Tür für eine weitere Zinserhöhung offen und sagte, sie sei nach wie vor besorgt über die Inflation, räumte aber eine Konjunkturabschwächung und eine allgemeine Lockerung der Preise ein.

"Der Kommentar ist im Vergleich zum letzten Monat ein wenig dovish geworden", sagte Tan. "Sie sehen, dass die defensiven Sektoren, die ich als Ersatz für Anleihen bezeichne, die beste Performance zeigen.

Sektoren, die dazu neigen, vorhersehbare Cashflows zu produzieren, wie z.B. Versorger, Immobilien und Kommunikationsdienste, könnten besonders von einem Höchststand der Zinssätze profitieren, so die Analysten.

Versorger stiegen um 1,6%, Immobilien legten um 0,9% zu und Kommunikationsdienste legten fast 1% zu. (Berichte von Fergal Smith in Toronto und Shashwat Chauhan in Bengaluru; Redaktion: Tasim Zahid und Richard Chang)