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ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

14.01.2022 | 19:00

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Lindner mit Nachtragsbudget europäisch "in guter Gesellschaft" - Kreise

Im Bundesfinanzministerium erhofft man sich von europäischen Treffen Anfang kommender Woche Unterstützung für den von Finanzminister Christian Lindner (FDP) geplanten Weg, mit einem Nachtragshaushalt 60 Milliarden Euro an nicht verbrauchten Kreditermächtigungen in den Klima- und Transformationsfonds zu verschieben.

Lauterbach, Experten: Können uns Durchseuchung nicht leisten

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Corona-Experten haben vor eine Durchseuchung mit dem Coronavirus gewarnt. Man müsse die durch die Omikron-Variante verursachte Welle verlangsamen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, so Lauterbach. Man müsse die Impfanstrengungen verstärken und die Corona-Beschränkungen weiter in Kraft belassen, denn die langsamere Verdoppelungszeit in Deutschland als in anderen Ländern beweise, dass diese Beschränkungen helfen. Deutschland werde bei den Infektionszahlen in "schwieriges Fahrwasser" kommen.

Ampel-Fraktionen werben in Bundestag für neues Irak-Mandat

Rednerinnen und Redner der Koalitionsfraktionen haben am Freitag im Bundestag für das neue Mandat zum Bundeswehr-Einsatz in Irak geworben. "Der Islamische Staat ist noch lange nicht besiegt", begründete Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) die anhaltende Bedeutung der Mission, die unter anderem den Irak gegen weitere Angriffe der Dschihadistenorganisation absichern soll.

Lagarde rechnet mit Inflationsrückgang 2022

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) hat ihre Einschätzung bekräftigt, dass die Inflation im Euroraum 2022 zurückgehen wird. Christine Lagarde sagte bei einer Veranstaltung in Paris: "Wir erwarten, dass die Inflationstreiber im Laufe dieses Jahres nachlassen werden. Aber wir verstehen, dass steigende Preise für viele Menschen ein Grund zur Sorge sind, und wir nehmen diese Sorge sehr ernst." Die Verbraucherpreise waren im Dezember mit einer Jahresrate von 5,0 Prozent gestiegen, so stark wie nie vorher seit Beginn der Datenreihe.

EU und USA auf Eskalation im Ukraine-Konflikt eingestellt

Angesichts der zäh verlaufenden Gespräche mit Russland haben sich die Europäische Union und die USA auf eine mögliche Eskalation im Ukraine-Konflikt eingestellt. Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian sprach am Rande von Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brest von einer "kollektiven Entschlossenheit zum Handeln", sollte es zu einem russischen Angriff auf das Nachbarland kommen. In Washington versicherte der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, die Vereinigten Staaten wollten "robust auf jegliche Aggression" reagieren.

Selenskyj schlägt in Ukraine-Krise Dreiergespräch mit Biden und Putin vor

In der Ukraine-Krise hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Dreiergespräch mit US-Präsident Joe Biden und dem russischen Staatschef Wladimir Putin angeregt. Selenskyjs Büroleiter Andrej Jermak sagte am Freitag der US-Denkfabrik Atlantic Council, der Präsident habe Biden vorgeschlagen, ein Dreiertreffen "vielleicht per Videokonferenz" abzuhalten.

Nato sichert Ukraine Zusammenarbeit bei Cyber-Sicherheit zu

Nach einer massiven Cyberattacke auf die Regierung der Ukraine hat die Nato Kiew eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Internet-Sicherheit zugesagt. Wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag mitteilte, will das Bündnis damit auf den Angriff auf wichtige Websites der ukrainischen Regierung reagieren. Auch die EU und die Bundesregierung kündigten Unterstützung an.

Baerbock und Le Drian planen deutsch-französischen Besuch in Ukraine

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und ihr französischer Kollege Jean Yves Le Drian wollen gemeinsam in das Konfliktgebiet in der Ukraine reisen. "Frau Baerbock wird zunächst zu ihrem Antrittsbesuch in die Ukraine reisen und dann einen gemeinsamen deutsch-französischen Besuch der Demarkationslinie vorbereiten", sagte Le Drian am Freitag in Brest. "Frankreich und Deutschland werden ihre Bemühungen fortsetzen, um eine Rückkehr zur Umsetzung des Minsker Abkommens zu erreichen."

USA: Russland will Vorwand für Einmarsch in der Ukraine schaffen

Russland arbeitet nach Angaben der US-Regierung daran, einen Vorwand für einen Einmarsch in der Ukraine zu schaffen. "Wir haben Informationen, die darauf hinweisen, dass Russland bereits eine Gruppe von Agenten aufgestellt hat, um einen Einsatz unter falscher Flagge in der Ostukraine auszuführen", sagte ein US-Regierungsvertreter am Freitag. "Die Agenten sind im Häuserkampf und im Einsatz von Sprengstoff ausgebildet, um Sabotageakte gegen Russlands eigene Stellvertreterkräfte zu verüben."

US-Industrieproduktion im Dezember gesunken

Die Industrie in den USA hat im Dezember die Produktion runtergefahren. Sie verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent, wie die Federal Reserve mitteilte. Volkswirte hatten eine Zunahme um 0,2 Prozent prognostiziert. Die Kapazitätsauslastung verringerte sich auf 76,5 Prozent von 76,6 im Vormonat. Hier waren Ökonomen von 77,0 Prozent ausgegangen.

Umsätze der US-Einzelhändler fallen im Dezember überraschend stark

Die US-Einzelhändler haben im Dezember erhebliche Umsatzrückgänge verzeichnet. Die gesamten Umsätze fielen um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet. Wie das US-Handelsministerium weiter berichtete, sanken die Umsätze ohne Kfz um 2,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten in dieser Kategorie einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet.

Stimmung der US-Verbraucher im Januar eingetrübt

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Januar abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage zur Monatsmitte auf 68,8. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 70,0 erwartet. Bei der Umfrage Ende Dezember lag er bei 70,6.

Fed/Williams: Nächster Schritt ist schrittweise Zinserhöhung

Die US-Notenbank Fed kommt der Erhöhung der Zinsen näher. Mit dem erhöhten Tempo beim Ausstieg aus den Anleihekäufen "ist der nächste Schritt der Rückführung der geldpolitischen Akkomodierung der Wirtschaft die schrittweise Anhebung des Zinsziels von dem aktuell sehr niedrigen Niveau auf ein normaleres Niveau", sagte John Williams, der Präsident der Federal Reserve Bank von New York, laut einem Redetext.

Nordkoreanische Hacker stahlen 2021 rund 400 Mio USD Kryptowährung

Nordkoreanische Hacker haben nach Angaben von Experten im vergangenen Jahr Kryptowährungen im Wert von rund 400 Millionen Dollar (rund 350 Millionen Euro) erbeutet. Die Hacker hätten Cyberangriffe auf zahlreiche Plattformen für digitale Währungen unternommen und die Beträge auf nordkoreanisch kontrollierte Konten verschoben, schreibt die Blockchain-Datenplattform Chainalysis in einem neuen Bericht.

EU-Außenbeauftragter hält Rettung des Atomabkommens mit Teheran für möglich

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hält eine Einigung mit dem Iran im Atomstreit für möglich. Vor Weihnachten sei er "sehr pessimistisch" gewesen, sagte Borrell am Freitag nach einem informellen Treffen mit den EU-Außenministern im westfranzösischen Brest. Doch nun gebe es bei den Verhandlungen in Wien zur Rettung des Atomabkommens eine "bessere Atmosphäre", betonte er. "Heute glaube ich, dass es möglich ist, ein Abkommen zu erzielen."

+++ Konjunkturdaten +++

US/Importpreise Dez -0,2% (PROG: +0,2%)

US/Importpreise ex Öl Dez +0,3% gg Vm

US/Importpreise für Öl Dez -6% gg Vm

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/AFP/apo/mgo

(END) Dow Jones Newswires

January 14, 2022 13:00 ET (18:00 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AUSTRALIAN DOLLAR / EURO (AUD/EUR) -0.05%0.6313 verzögerte Kurse.-0.77%
AUSTRALIAN DOLLAR / US DOLLAR (AUD/USD) -0.19%0.7136 verzögerte Kurse.-1.00%
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INDIAN RUPEE / US DOLLAR (INR/USD) -0.06%0.013394 verzögerte Kurse.0.10%
NEW ZEALAND DOLLAR / US DOLLAR (NZD/USD) -0.41%0.66773 verzögerte Kurse.-1.68%
US DOLLAR / EURO (USD/EUR) 0.16%0.884588 verzögerte Kurse.0.25%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) -0.13%78.5365 verzögerte Kurse.3.30%
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