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ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

09.03.2022 | 14:53

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Russland spricht von "Fortschritten" in Verhandlungen mit Ukraine

Russland strebt nach Angaben des Außenministeriums in Moskau nicht den Sturz der ukrainischen Regierung an. In den Verhandlungen mit Vertretern der Regierung in Kiew über eine Beilegung des Konflikts seien "einige Fortschritte erzielt worden", sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, vor Journalisten. Die russischen Truppen hätten nicht den Auftrag, "die aktuelle Regierung zu stürzen". "Parallel zur militärischen Spezialoperation laufen Verhandlungen mit der ukrainischen Seite, um dem sinnlosen Blutvergießen und dem Widerstand der ukrainischen bewaffneten Truppen ein Ende zu machen", sagte Sacharowa mit Verweis auf bislang drei Verhandlungsrunden.

Kiew und Moskau vereinbaren erneut mehrere Fluchtkorridore

Die Ukraine und Russland haben erneut die Einrichtung mehrerer Fluchtkorridore für Zivilisten aus besonders heftig umkämpften Gebieten vereinbart. Wie die ukrainische Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk mitteilte, soll für diese sechs Evakuierungsrouten am Mittwoch eine zwölfstündige Feuerpause bis 21.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MEZ) gelten. Russland hatte die Öffnung der Fluchtkorridore bereits einige Stunden zuvor angekündigt.

EU einig über verschärfte Sanktionen gegen Russland und Belarus

Im Ukraine-Krieg haben sich die EU-Staaten auf verschärfte Sanktionen gegen Russland und Belarus geeinigt. Wie die französische Ratspräsidentschaft auf Twitter mitteilte, zielen die neuen Strafmaßnahmen auf weitere Verantwortliche in Russland ab sowie auf Oligarchen, "die an der russischen Aggression gegen die Ukraine beteiligt sind". Zudem werden demnach drei belarussische Banken aus dem internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen.

DWS: Neuer EU-Fonds könnte Druck von der EZB nehmen

Die Beratungen des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag könnten nach Aussage von DWS-Volkswirtin Ulrike Kastens noch spannender werden als derzeit von Marktteilnehmern erwartet. "Das hat zum einen mit dem Dilemma der einerseits sehr hohen Inflation und der Notwendigkeit zu tun, möglicherweise bald Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft zu ergreifen", schreibt sie in einem Kommentar. Andererseits gehe es auch um die Diskussion um einen möglichen neuen EU-Fonds zur Finanzierung von Energie- und Verteidigungsausgaben, der am Donnerstag beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Versailles diskutiert werden könnte.

Dekabank: EZB führt APP ohne Endtermin fort

Dekabank-Analyst Kristian Tödtmann erwartet, dass der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) den im Dezember beschlossenen und im Februar bestätigten Pfad der Nettoanleihekäufe unter dem APP-Programm am Donnerstag erneut bestätigen wird. "Das Programm bleibt wie im Dezember beschlossen open ended - aber mit Unterstreichung der Optionalität", sagte er. Die EZB werde - was sie im Februar unterlassen habe - deutlich machen, dass sich diese Pläne auch ändern könnten.

MFS: EZB betont Unsicherheiten und Inflationsrisiken

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Ansicht der Analysten von MFS Investment Management Vorsicht walten lassen und die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den erhöhten geopolitischen Risiken betonen. Dies wird jedoch durch den steigenden Inflationsdruck und nach oben revidierte kurzfristige Inflationsprognosen ausgeglichen werden, erklären die Experten im Vorfeld der geldpolitischen Sitzung am Donnerstag.

Frankreichs Wirtschaftsminister vergleicht Energiekrise mit Ölkrise 1973

Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat die aktuelle Energiekrise mit der Ölkrise von 1973 verglichen. Beide Krisen seien vergleichbar "in ihrer Intensität und Brutalität", sagte Le Maire zum Auftakt einer Konferenz zur Unabhängigkeit der Energieversorgung in Paris. Er bekräftigte, dass die französische Regierung die von den hohen Energiepreisen besonders Betroffenen weiter unterstützen werde.

IWH: Insolvenzgeschehen bleibt im Februar ruhig

Die Anzahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften liegt im Februar nach Angaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Zahl der betroffenen Jobs sei weiter gering, zeige die aktuelle Analyse des Instituts. Etwaige Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine würden nicht vor April in den Insolvenzzahlen sichtbar sein. Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland lag laut IWH-Insolvenztrend im Februar bei 702 und damit um 17 Prozent über der des Vormonats, aber um 2 Prozent unter der des Vorjahresmonats.

Verband: Energiekrise lässt Solarspeicher boomen

Die Beliebtheit von Solarstromspeichern ist im vergangenen Jahr in Deutschland deutlich gestiegen. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) verzeichnete ein Installations-Plus von rund 60 Prozent gegenüber 2020. Unter dem Eindruck des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Energiekrise registriere man derzeit ein weiteres Anziehen der Nachfrage nach Solartechnik und Solarspeichern. Nach Angaben des Verbandes wurden 2021 rund 141.000 neue Heimspeicher in Deutschland installiert. Der geschätzte Bestand an Solarstromspeichern habe sich damit auf über 400.000 Exemplare erhöht.

Lauterbach und Buschmann einigen sich auf neues Infektionsschutzgesetz

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) haben sich auf weitreichende Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen geeinigt. Ab dem 20. März sollen allerdings bei Bedarf weiterhin strenge Schutzinstrumente in Hot-Spot-Regionen einsetzbar sein, wie der Entwurf des neuen Infektionsschutzgesetzes es vorsieht. "Alles öffnen, das ist natürlich nicht vorgesehen", sagte Lauterbach im ZDF-Morgenmagazin. "Gewissen Basismaßnahmen gelten auch weiterhin."

Biden wird Studie über Kryptowährungsrisiken in Auftrag geben

US-Präsident Joe Biden wird am Mittwoch eine Executive Order unterzeichnen, mit der die Bundesbehörden angewiesen werden, die möglichen Risiken zu untersuchen, die sich aus der explosionsartigen Zunahme der Beliebtheit von Kryptowährungen ergeben, und die Schaffung einer digitalen Währung in den USA zu erwägen. Die Exekutivanordnung wird die Bundesbehörden dazu drängen, die Risiken zu prüfen, die der rund 1,75 Billionen Dollar schwere Kryptomarkt für Verbraucher, Investoren und die Wirtschaft im Allgemeinen darstellt.

+++ Konjunkturdaten +++

US/MBA Market Index Woche per 4. März +8,5% auf 502,5 (Vorwoche: 463,1)

US/MBA Purchase Index Woche per 4. März +8,6% auf 267,6 (Vorwoche: 246,3)

US/MBA Refinance Index Woche per 4. März +8,5% auf 1.829,7 (Vorwoche: 1.685,7)

Brasilien Industrieproduktion Jan -2,4% gg Vormonat - IBGE

Brasilien Industrieproduktion Jan -7,2% gg Vorjahr - IBGE

Mexiko Verbraucherpreise Feb +0,83% (PROG: +0,80%) gg Vm

Mexiko Kernrate Verbraucherpreise Feb +0,76% (PROG: +0,74%) gg Vm

DJG/DJN/AFP/apo

(END) Dow Jones Newswires

March 09, 2022 07:30 ET (12:30 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AUSTRALIAN DOLLAR / EURO (AUD/EUR) -0.09%0.65246 verzögerte Kurse.2.32%
BRITISH POUND / EURO (GBP/EUR) -0.03%1.15936 verzögerte Kurse.-2.56%
CANADIAN DOLLAR / EURO (CAD/EUR) 0.00%0.74376 verzögerte Kurse.6.90%
EURO / BRAZILIAN REAL (EUR/BRL) 0.09%5.5609 verzögerte Kurse.-12.36%
INDIAN RUPEE / EURO (INR/EUR) -0.06%0.012139 verzögerte Kurse.3.00%
US DOLLAR / EURO (USD/EUR) 0.03%0.958947 verzögerte Kurse.9.03%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) -2.36%53.9482 verzögerte Kurse.-26.27%
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