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ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

28.09.2022 | 13:30

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

IMK: Wirtschaft gerät durch Energiepreisschocks in Rezession

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) erwartet für dieses Jahr eine Zunahme des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,6 Prozent, aber für nächstes einen Rückgang um 1,0 Prozent. "Der massive Anstieg der Energiepreise als Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und von eingestellten Gaslieferungen stellt einen in der Nachkriegszeit einmaligen Preisschock für die deutsche Wirtschaft dar", so das gewerkschaftsnahe Institut. Gegenüber der Prognose vom Juni senkte das IMK nach eigenen Angaben seine Wachstumserwartung für dieses Jahr um 0,3 Prozentpunkte und für 2023 um 3,6 Prozentpunkte.

DIW: Deutsche Wirtschaft steckt bereits in der Rezession

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) liegt auch im September deutlich im negativen Bereich, und die deutsche Wirtschaft steckt nach der Analyse des Instituts "bereits in der Rezession". Der Indikator verharrte nach einem Plus von gut 1 Punkt gegenüber August mit 79,8 Punkten unter der 100-Punkte-Schwelle, die für ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft steht, erklärte das DIW. Die Energiekrise, hohe Inflationsraten sowie die sich abkühlende Weltwirtschaft verursachten heftigen Gegenwind.

IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im September

Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist im September um 0,8 Punkte auf 100,4 Zähler gesunken. Damit liegt der Frühindikator knapp über der neutralen Marke von 100, was weiterhin leicht positive Aussichten signalisiert. Auf europäischer Ebene verzeichnet das Barometer den fünften Rückgang in Folge und liegt nun genau auf dem neutralen Stand von 100 Punkten. "Arbeitskräftemangel trifft auf Energiekrise. Der boomende Arbeitsmarkt bekommt einen Dämpfer", erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs.

Lagarde: EZB erhöht Zinsen zunächst auf neutrales Niveau

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre Zinsen nach den Worten von EZB-Präsidentin Christine Lagarde in den nächsten EZB-Ratssitzungen auf ein neutrales Niveau anheben. In einer Veranstaltung des Atlantic Council machte Lagarde deutlich, dass die EZB ihre Zinsen zur Verankerung der Inflationserwartungen anheben müsse, auch wenn die Inflation überwiegend auf Angebotsfaktoren beruhe, die die Geldpolitik nicht beeinflussen könne.

Bank of England will Krise mit Kaufprogramm stoppen

Die Bank of England (BoE) will britische Staatsanleihen mit langen Laufzeiten "in dem Umfang kaufen, der erforderlich ist", um den Markt für Staatsanleihen wieder in Ordnung zu bringen. Die Kurse britischer Staatsanleihen sind stark gefallen und deren Renditen in die Höhe geschnellt, seit die Regierung ein umfangreiches Paket von Steuersenkungen angekündigt hat. Die "vorübergehenden Käufe" sollen vom 28. September bis 14. Oktober stattfinden. Die BoE kündigte zudem an, sie werde den Verkauf von Staatsanleihen im Rahmen eines Programms zur quantitativen Straffung, das dazu beitragen sollte, die steigende Inflation unter Kontrolle zu bringen, verschieben.

Moody's: Britische Fiskalpläne schwächen Kreditwürdigkeit

Die von der britischen Regierung angekündigten umfangreichen Steuersenkungen und Ausgabenerhöhungen haben nach Ansicht der Ratingagentur Moody's einen Vertrauensschock ausgelöst, der die Schuldentragfähigkeit und das Kreditprofil des Landes schwächen könnte. Die Steuersenkungen seien negativ für die Kreditwürdigkeit und werden zu einem strukturell höheren Defizit, schwächeren Wachstumsaussichten und akutem Druck auf die öffentlichen Ausgaben führen, erklärte Moody's.

IMK: Heizrechnungen für Gas steigen auf das Vier- bis Fünffache

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) erwartet durch den hohen Gaspreis bis in mittlere Einkommensschichten eine Mehrbelastung in Höhe eines Haushaltseinkommens. "Im Vergleich zu den Preisen vor der Invasion werden die Heizrechnungen für Haushalte mit Gas auf das Vier- bis Fünffache steigen", sagte IMK-Chef Sebastian Dullien zu Journalisten. Er rechnete damit, dass der Gaspreis für die Endkunden im Haushaltsbereich von weniger als 7 Cent Anfang 2021 bis Ende 2023 auf mehr als 28 Cent pro Kilowattstunde steigen wird.

SPD/Mast: Gaspreisbremse kostet wohl "dreistelligen Milliardenbetrag" pro Jahr

Die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Katja Mast, erwartet, dass eine Gaspreisbremse einen "dreistelligen Milliardenbetrag" pro Jahr kosten wird. Allerdings hänge die konkrete Summe von verschiedenen Parametern ab, auf die man sich noch verständigen müsse. Aktuell werden Vorschläge zur Begrenzung der Energiekosten von einer Gas-Kommission erarbeitet, die diese dann der Bundesregierung im Oktober vorlegt.

Gruppe von 15 EU-Ländern fordert Gaspreisdeckel für Importe

Mehr als die Hälfte der EU-Staaten hat eine Deckelung der Importpreise für Erdgas gefordert. Eine solche Preisobergrenze habe "Priorität", heißt es in einem Brief von 15 der 27 Mitgliedstaaten an die EU-Kommission, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Zu den Unterzeichnern gehören Frankreich, Spanien und Italien. Deutschland trägt den Vorstoß nicht mit. Die 15 Länder riefen die EU-Kommission in dem Brief auf, bis zum Sondertreffen der Energieminister am Freitag einen Vorschlag für den Preisdeckel zu machen.

EU-Spitzenpolitiker sehen Vorsatz bei Pipeline-Schäden

Führende EU-Politiker haben im Zusammenhang mit den Lecks an den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 von Russland nach Deutschland von Hinweisen auf Vorsatz gesprochen. Borrell stellte in einer Erklärung eine "robuste und geeinte Antwort" der EU auf "vorsätzliche Störungen" der europäischen Infrastruktur in Aussicht. Zuvor hatten bereits EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die Regierungschefinnen Dänemarks und Schwedens von einer vorsätzlichen Tat gesprochen.

Inspektion von Pipeline wohl erst in ein bis zwei Wochen

Die Inspektion der Lecks an den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 wird nach Angaben der dänischen Regierung voraussichtlich erst in ein bis zwei Wochen möglich sein. Der dänische Verteidigungsminister Morten Bodskov verwies auf den derzeit in den Leitungen herrschenden Druck und die Menge des austretenden Gases als Hindernisse für die Inspektion. Es sei realistischerweise davon auszugehen, dass es "ohne Weiteres ein bis zwei Wochen dauern kann", bis sich die Lage an den Lecks soweit entspannt habe, "dass sich anschauen lässt, was tatsächlich passiert ist" sagte Bodskov.

Norwegen erhöht Sicherheitsvorkehrungen an Ölanlagen

Nach der Entdeckung mehrerer Lecks an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 verstärkt Norwegen auch die Sicherheitsvorkehrungen an seinen Ölanlagen. Die Regierung habe entschieden, "Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit" der Infrastruktur, Terminals und Installationen auf dem norwegischen Festland in Kraft zu setzen, erklärte Energieminister Terje Aasland. Diese Entscheidung traf Norwegen nach den zuvor festgestellten Gaslecks an den Nord-Stream-Pipelines von Russland nach Deutschland, bei denen EU-Spitzenpolitiker sowie mehrere westliche Länder Hinweise auf einen Sabotageakt sehen.

Ukraine ruft Westen zu Verstärkung von Militärhilfe auf

Nach den "Referenden" in vier russisch besetzten Gebieten der Ukraine über eine Annexion durch Russland hat die Regierung in Kiew vom Westen eine "bedeutende" Verstärkung seiner militärischen Unterstützung gefordert. Die Ukraine rufe EU, Nato und G7 dazu auf, den Druck auf Russland zu steigern, indem sie "harte neue Sanktionen" verhängten und die Militärhilfe für die Ukraine "bedeutend" erhöhten, erklärte das ukrainische Außenministerium.

Separatisten-Chefs in Luhansk und Cherson bitten Putin um Annexion

Die Anführer der Separatisten in den ukrainischen Regionen Luhansk und Cherson haben Kreml-Chef Wladimir Putin um die Annexion dieser Regionen durch Russland gebeten. "Ich bitte Sie, die Frage eines Anschlusses der Volksrepublik Luhansk an Russland als Mitglied der Russischen Föderation zu prüfen", erklärte der Separatisten-Anführer in Luhansk, Leonid Pasetschnik, in einer im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Botschaft. Ähnlich äußerte sich der Separatisten-Chef in Cherson, Wladimir Saldo, nach dem Abschluss der "Referenden" in russisch besetzten Gebieten der Ukraine.

+++ Konjunkturdaten +++

Schweden Sep Verbrauchervertrauen 49,7 (Aug: 57,8)

US/MBA Market Index Woche per 23. Sep -3,7% auf 254,8 (Vorwoche: 264,7)

US/MBA Purchase Index Woche per 23. Sep -0,4% auf 199,3 (Vorwoche: 200,1)

US/MBA Refinance Index Woche per 23. Sep -10,9% auf 524,1 (Vorwoche: 588,1)

DJG/DJN/AFP/apo

(END) Dow Jones Newswires

September 28, 2022 07:30 ET (11:30 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AUSTRALIAN DOLLAR / BRITISH POUND (AUD/GBP) -0.36%0.54792 verzögerte Kurse.3.30%
AUSTRALIAN DOLLAR / EURO (AUD/EUR) -0.13%0.63801 verzögerte Kurse.1.16%
BRITISH POUND / EURO (GBP/EUR) 0.21%1.16405 verzögerte Kurse.-1.98%
CANADIAN DOLLAR / BRITISH POUND (CAD/GBP) -0.75%0.599186 verzögerte Kurse.3.41%
CANADIAN DOLLAR / EURO (CAD/EUR) -0.54%0.697554 verzögerte Kurse.1.31%
EURO / BRITISH POUND (EUR/GBP) -0.20%0.85896 verzögerte Kurse.2.06%
INDIAN RUPEE / BRITISH POUND (INR/GBP) -0.88%0.009934 verzögerte Kurse.0.98%
INDIAN RUPEE / EURO (INR/EUR) -0.74%0.011552 verzögerte Kurse.-1.09%
MOODY'S CORPORATION 0.51%292.655 verzögerte Kurse.-22.75%
US DOLLAR / BRITISH POUND (USD/GBP) -0.42%0.8167 verzögerte Kurse.10.04%
US DOLLAR / EURO (USD/EUR) -0.22%0.950625 verzögerte Kurse.7.84%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) 2.34%63.147 verzögerte Kurse.-17.93%
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