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US-Notenbank signalisiert Zinswende zu früherem Zeitpunkt

16.06.2021 | 20:27

Von Paul Kiernan

WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Währungshüter haben in neuen Projektionen signalisiert, dass die Zinssätze bis Ende 2023 steigen werden, früher als sie es im März erwartet hatten, da sich die Wirtschaft schnell von den Auswirkungen der Pandemie erholt und die Inflation steigt. Der Median der Projektion zeigte, dass sie eine Anhebung des Leitzinses von nahe Null auf 0,60 Prozent bis Ende 2023 erwarten. Im März hatten sie noch erwartet, den Leitzins bis 2023 konstant zu halten.

Auslöser für den Kurswechsel ist eine viel stärkere wirtschaftliche Erholung und eine höhere Inflation, als die Fed noch vor wenigen Monaten erwartet hatte. "Fortschritte bei den Impfungen haben die Pandemie in den USA eingedämmt", erklärte die Fed in ihrem Statement. Der Beschluss, den Leitzins bei 0,00 bis 0,25 Prozent zu belassen, fiel einstimmig. Ökonomen und Börsianer hatten diese Entscheidung erwartet.

In den aktualisierten Projektionen gaben 13 von 18 Notenbankern an, dass sie erwarten, den Leitzins bis Ende 2023 anzuheben. Sieben Währungshüter sind sogar der Ansicht, dass der Leitzins schon nächstes Jahr steigen könnte. Die Fed hat den Leitzins seit März 2020 konstant gehalten, als die Pandemie die stärkste wirtschaftliche Kontraktion seit Generationen verursachte.

Außerdem kauft die Zentralbank seit Juni 2020 monatlich Staatsanleihen und Hypothekenanleihen im Wert von mindestens 120 Milliarden Dollar, um die längerfristigen Kreditkosten niedrig zu halten und so die Erholung weiter zu unterstützen. Die Fed bekräftigte, dass sie erwartet, die Anleihekäufe fortzusetzen, bis "substanzielle weitere Fortschritte" bei der Erholung erzielt worden sind.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo/brb

(END) Dow Jones Newswires

June 16, 2021 14:26 ET (18:26 GMT)

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