Eine ehemalige Assistentin der Geschaftsleitung von One Equity Partners verklagte am Mittwoch die Private-Equity-Firma. Sie behauptete, sie sei sexistisch und rassistisch belastigt worden und wurde gefeuert, weil sie sich beschwert hatte.

Dianna Toomey, eine Arabisch-Amerikanerin libanesischer Abstammung, sagte in einer vor einem Bundesgericht in Manhattan eingereichten Klage, dass Fuhrungskrafte von One Equity haufig Frauen herabsetzten und ein Mitarbeiter sie als "dreckige Terroristin" und andere Epitheta bezeichnete.

In der Klage wird behauptet, dass der Grunder und Vorsitzende von One Equity, Dick Cashin, routinemassig frauenfeindliche Bemerkungen machte und Toomey unerwunschten Beruhrungen ausgesetzt war. Ausserdem wird behauptet, dass Greg Belinfanti, der Prasident des Unternehmens, sagte, er wurde sich nicht allein mit Frauen treffen, weil dies "nur eine Einladung zu einem Rechtsstreit" sei.

Toomey sagte, dass One Equity keine Personalabteilung hat und sie sich "bei zahlreichen Gelegenheiten bei jedem, der zuhoren wollte", uber das Verhalten beschwert hat, aber es wurde nie etwas unternommen. Sie wurde im April entlassen, nachdem sie einen Brief an den Chief Operating Officer des Unternehmens geschickt hatte, in dem sie die angebliche Belastigung schilderte, sagte sie.

One Equity, Cashin und Belinfanti haben nicht sofort auf Bitten um einen Kommentar reagiert.

"Unabhangig davon, ob ein Unternehmen wie One Equity Partners 1 Dollar oder 10 Milliarden Dollar verwaltet, muss es sich an die Gesetze gegen Diskriminierung, Belastigung und Vergeltung halten", sagte Michael Willemin, ein Anwalt von Toomey, in einer Erklarung.

"OEP hat in dieser Hinsicht klaglich versagt, und wir freuen uns darauf, das Unternehmen und seine Fuhrungskrafte fur ihr Verhalten zur Rechenschaft zu ziehen.

Toomey wurde 2022 als Assistentin der Geschaftsleitung in den Investor-Relations-Teams von One Equity eingestellt und erhielt wahrend ihrer gesamten Zeit bei der Firma positive Beurteilungen, Gehaltserhohungen und hohe Boni, wie Gerichtsdokumente zeigen.

Die Klage wirft One Equity rassistische und geschlechtsspezifische Diskriminierung sowie Vergeltungsmassnahmen vor, die gegen Bundesgesetze und Gesetze des Staates und der Stadt New York verstossen.

Toomey fordert nicht naher bezifferten Schadensersatz fur Schmerzen und Leiden, Verdienstausfall und Rufschadigung sowie Strafschadensersatz. (Berichterstattung von Daniel Wiessner in Albany, New York; Redaktion: Alexia Garamfalvi und Richard Chang)