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VDA kritisiert EU-Kommission für schleppenden Ladesäulenausbau

05.05.2021 | 10:51

BERLIN (Dow Jones)---Der Verband der Automobilindustrie hat mit Blick auf die Elektromobilität den Druck auf Brüssel erhöht. Der schleppende Ausbau des Ladenetzes in der Europäischen Union und Deutschland stelle den deutschen Mittelstand vor große Herausforderungen, erklärte der Verband anlässlich des 21. VDA-Mittelstandstags. "Wir erwarten von der EU, dass sie einen Fahrplan vorlegt, der einen Ausbau in ganz Europa vorsieht", sagte Präsidentin Hildegard Müller.

Andernfalls werde der ausreichende Hochlauf der Elektromobilität nicht erreicht und die Klimaneutralität 2050 verfehlt. Laut VDA befinden sich 69 Prozent der Ladepunkte in den drei Ländern Deutschland, Frankreich und Niederlande. In den anderen EU-Staaten könne von einer Ladeinfrastruktur kaum die Rede sein. Zugleich rief Müller auch die Bundesregierung zu Reformen auf. Deutschland habe weltweit die höchsten Arbeitskosten in der Automobilindustrie, die höchsten Energiekosten und die höchste Steuerlast für Unternehmen und Arbeitnehmer.

Mitte April hatte auch der EU-Rechnungshof den zu langsamen Bau der Ladeinfrastruktur in der Staatengemeinschaft kritisiert. Zwar stieg die Zahl der EU-weiten Ladesäulen laut den Prüfern auf 250.000 im September 2020 von 34.000 im Jahr 2014. Allerdings sei das Ziel der EU-Kommission in Gefahr, bis 2025 eine Million öffentliche Ladesäulen zu errichten. Dafür müssten jährlich 150.000 Säulen aufgebaut werden.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/brb

(END) Dow Jones Newswires

May 05, 2021 04:50 ET (08:50 GMT)

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