Die Auslandsverkäufe des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA beliefen sich im Jahr 2024 auf 17,52 Milliarden US-Dollar. Das geht aus einem Ergebnisdokument hervor, das Reuters am Freitag einsehen konnte. Der deutliche Anstieg der Exporte ist auf US-amerikanische Lizenzen zurückzuführen, die es ausländischen Partnern erlaubten, im sanktionierten OPEC-Mitgliedstaat zu operieren.
Vergleichszahlen aus den Vorjahren liegen nicht vor, da PDVSA seit 2016 keine Ergebnisse mehr veröffentlicht hat. Das Unternehmen reagierte auf eine Anfrage nach einem Kommentar zunächst nicht.
Venezuela verfügt über einige der größten Erdölreserven der Welt. Dennoch liegt die Rohölproduktion weit unter dem Niveau von vor zehn Jahren - als Folge fehlender Investitionen, Missmanagement bei PDVSA und US-Sanktionen gegen die venezolanische Energiebranche seit 2019.
Die Lizenzen, die dem US-Ölkonzern Chevron und weiteren ausländischen Unternehmen in Venezuela erteilt wurden, ermöglichten seit 2023 eine leichte Erholung der Ölproduktion und der Exporte.
Ende Mai jedoch widerrief Washington diese Lizenzen, die es ermöglicht hatten, venezolanisches Rohöl an US-amerikanische und europäische Raffinerien zu liefern.
Die Rohöl- und Kraftstoffexporte von PDVSA beliefen sich laut vorläufigen Angaben aus den Finanz- und Betriebsergebnissen 2024 im vergangenen Jahr durchschnittlich auf 805.500 Barrel pro Tag (bpd).
Das entspricht einem Anstieg von über 15 % gegenüber knapp
700.000 bpd
im Jahr 2023, wie aus den von Reuters eingesehenen Daten und Dokumenten hervorgeht.
Laut den Ergebnissen von PDVSA produzierte das OPEC-Mitglied im Jahr 2024 durchschnittlich 952.000 bpd, verglichen mit 783.000 bpd im Jahr 2023, wie von der OPEC berichtet.
Präsident Nicolás Maduro und seine Regierung haben die Sanktionen der USA und anderer Staaten stets zurückgewiesen und diese als illegitime Maßnahmen bezeichnet, die einen ,,Wirtschaftskrieg" gegen Venezuela darstellten.
Maduro und seine Verbündeten lobten die Widerstandsfähigkeit des Landes trotz der Maßnahmen, machten aber historisch gesehen auch einige wirtschaftliche Schwierigkeiten und Versorgungsengpässe für die Sanktionen verantwortlich.
Laut den Ergebnisdokumenten lag die Rohölproduktion im ersten Quartal 2025 bei über 1 Million bpd. Die Behörden erklärten, dass die Exporte weiterhin normal verlaufen.
Im Juni beliefen sich die Rohöl- und Kraftstoffexporte auf 844.000 bpd, die laut Schifffahrtsdaten und Dokumenten nach China geliefert wurden.
(Bericht von Reuters, Redaktion: Marguerita Choy)



















