Zürich (awp) - Das Wohnen wird in der Schweiz immer teurer. Fast in allen Gemeinden der Schweiz sind die Angebotsmieten im dritten Quartal gestiegen. Wenig überraschend am stärksten im Raum Zürich. Dagegen hat der Preisauftrieb für Wohneigentum etwas nachgelassen.

In rund 85 Prozent der Schweizer Gemeinden sind die Angebotsmieten für Wohnungen mittlerer Qualität im dritten Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahr um gut drei Prozent gestiegen, wie es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie "Schweizer Immobilien" der Grossbank UBS heisst. Dies entspreche dem stärksten durchschnittlichen Anstieg der Angebotsmieten seit 2008.

Unter allen Gemeinden mit mindestens 2500 Einwohnern habe die Stadt Zürich mit fast 11 Prozent den stärksten jährlichen Mietanstieg verzeichnet, heisst es weiter. In ähnlicher Grössenordnung legten die Mieten in Gossau (ZH) sowie in Herrliberg zu. In der Westschweiz verteuerten sich die Mieten mit über 10 Prozent in Genthod am stärksten.

Verlangsamung auf dem Eigenheimmarkt

Zwar liegen laut der Studie auch die Eigenheimpreise im 3. Quartal 2023 im Durchschnitt aller Gemeinden um gut 3 Prozent über den Vorjahreswerten. Doch im Gegensatz zum Mietwohnungsmarkt habe sich die Preisentwicklung gegenüber den Vorjahren abgeschwächt. Damit dürfte der pandemiegetriebene Boom beendet sein, so die UBS. In 2021 und 2022 stiegen die Eigenheimpreise noch durchschnittlich um fast 7 resp. 6 Prozent.

Im Vergleich zu Ende 2019, also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, legten die Eigenheimpreise für Objekte durchschnittlicher Qualität in Arosa (+55%) am stärksten zu. Auch in Klosters stiegen die Preise in der gleichen Periode mehr als 50 Prozent. An dritter Stelle folgte die Zuger Gemeinde Walchwil. Echandens in der Agglomeration von Lausanne verzeichnete mit 45 Prozent den grössten Preisanstieg in der Westschweiz.

Für die nächsten Quartale erwartet die Grossbank eine Fortsetzung der bestehenden Trends sowohl auf dem Mietwohnungsmarkt als auch auf dem Eigenheimmarkt.

pre/tv