Nestlé S.A. (SWX:NESN) evaluiert laut Marktberichten verschiedene Optionen zur Veräußerung seiner Speiseeissparte und könnte damit dem jüngsten Beispiel von Unilever folgen. Wie aus informierten Kreisen am 10. April 2026 verlautete, führt der Schweizer Konzern fortgeschrittene Gespräche über die Zukunft seines Joint Ventures Froneri. Dies könnte zu einer signifikanten Reduzierung der Beteiligung oder einem vollständigen Rückzug aus dem Speiseeis-Sektor führen. Die strategische Prüfung umfasst unter anderem die Möglichkeit, den Anteil an Froneri zu verringern oder verbleibende, vollständig im Besitz von Nestlé befindliche Speiseeis-Aktivitäten in dieses Gemeinschaftsunternehmen einzubringen.

Froneri, das bereits bekannte Marken wie Häagen-Dazs und Mövenpick in verschiedenen Märkten verwaltet, hat im letzten Jahrzehnt wesentliche Teile des Nestlé-Eisgeschäfts übernommen und sich so zu einem Schlüsselakteur in der globalen Branche entwickelt. Nestlé hat bereits in der Vergangenheit bedeutende Sparten abgestoßen, darunter ein 4 Milliarden Dollar schwerer Deal im Jahr 2019, bei dem das US-Speiseeisgeschäft an Froneri übertragen wurde. Derzeit konzentriert sich das Unternehmen auf die Straffung seines Portfolios, um den Fokus auf Kernbereiche wie Kaffee, Tiernahrung, Säuglingsnahrung sowie Fertiggerichte und Snacks zu legen.

Die laufenden Gespräche haben jedoch noch keine konkreten Details zu möglichen Transaktionsbedingungen oder Zeitplänen hervorgebracht. Dieser potenzielle Schritt von Nestlé erfolgt vor dem Hintergrund der kürzlich getroffenen Entscheidung von Unilever, seine Speiseeissparte in eine eigenständige Einheit auszugliedern.