Die Gewerkschaften hatten angekündigt, dass fast 8 % der norwegischen Offshore-Arbeiter im Öl- und Gassektor in den Ausstand treten wollten, falls die Schlichtung scheitern sollte. Branchenschätzungen zufolge hätte dies die Produktion zunächst um 45.500 Barrel Öläquivalent pro Tag reduziert.
Ein Streik hätte zudem jederzeit ausgeweitet werden können, was laut Gewerkschaftsvertretern erhebliche Auswirkungen auf die Fördermengen gehabt hätte.
Norwegen fördert täglich mehr als 4 Millionen Barrel Öläquivalent, wobei sich Rohöl und Erdgas fast zu gleichen Teilen die Waage halten. Jede Verringerung könnte die Märkte zu einem Zeitpunkt beeinflussen, an dem die Produktion im Nahen Osten durch den Iran-Krieg eingeschränkt ist.
Vereinbart wurde eine allgemeine jährliche Lohnerhöhung von 42.000 Norwegischen Kronen (4.493 $), einschließlich Offshore-Zulagen und Urlaubsgeld, so die Verantwortlichen.
'Zusätzlich werden die Schicht- und Nachtzuschläge um 5 NOK bzw. 8 NOK erhöht. Zudem wurden Anpassungen bei den variablen Zulagen sowie einige technische Änderungen an den Vereinbarungen vorgenommen', erklärte der Branchenverband Offshore Norway in einer Stellungnahme.
Etwaige Produktionskürzungen hätten laut Offshore Norway zunächst die Betreiber Equinor, Aker BP, Okea und ConocoPhillips betroffen.
Die Verhandlungen zwischen den norwegischen Ölgesellschaften und den Gewerkschaften umfassten den Großteil der Produktionsmitarbeiter auf den norwegischen Öl- und Gasplattformen, während für einige Beschäftigte im Bereich Öldienstleistungen und Explorationsbohrungen zu einem späteren Zeitpunkt separate Gespräche geführt werden.
Der staatlich bestellte Schlichter, der die Verhandlungen leitete, bestätigte, dass eine Einigung erzielt wurde.
(1 $ = 9,3488 Norwegische Kronen)



















