Ein historischer Meilenstein
Am 9. Juli wurde erstmals in der Geschichte die Schwelle von 4 000 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung überschritten – und zwar von Nvidia. Seitdem eilt die Aktie von Rekord zu Rekord. Zum gestrigen Börsenschluss erreichte der Börsenwert des Unternehmens 4 180 Milliarden US-Dollar.
Größer als Apple und Tesla zusammen
Apple, lange Zeit unangefochtener Spitzenreiter in Sachen Marktkapitalisierung, bringt es aktuell nur noch auf 3 100 Milliarden US-Dollar. Selbst wenn man Tesla mit seinen rund 1 000 Milliarden US-Dollar hinzurechnet, reicht das nicht aus, um Nvidia einzuholen.
Jenseits des Prestigeduells um die höchste Bewertung zeigt diese Entwicklung vor allem eines: die schiere Dominanz von Nvidia im globalen Marktgefüge. Allein dieser Titel repräsentiert inzwischen rund 3 % der gesamten weltweiten Börsenkapitalisierung.

Quelle: Bloomberg
Zunehmende Konzentration als strukturelles Phänomen
Diese Entwicklung kommt nicht überraschend. Seit Jahren nimmt der Einfluss großer Technologiekonzerne auf die Aktienmärkte stetig zu. Dieses Phänomen wird als Marktkonzentration bezeichnet. Es erklärt sich nicht nur durch die schiere Größe der „Mag Seven“, sondern auch durch deren dominante Gewinnanteile an den Gesamtmärkten.
Unbalanciert, aber nicht unbegründet
Ist diese Entwicklung gesund? Wahrscheinlich nicht. Ist sie jedoch völlig unberechtigt? Auch das nicht. Denn die betroffenen Konzerne zeichnen sich durch außergewöhnliche Rentabilität und ein Wachstum aus, das den Markt weit hinter sich lässt. Ihre Bewertung spiegelt daher zumindest in Teilen eine wirtschaftliche Realität wider – auch wenn die zunehmende Marktenge Risiken birgt.



















