PACCAR Inc hat am Dienstag für das dritte Quartal einen Gewinn gemeldet, der unter den Erwartungen der Wall Street lag. Steigende zollbedingte Kosten und ein deutlicher Rückgang bei den Lkw-Auslieferungen belasteten die Margen des Unternehmens.
Der Konzern, der Lastwagen unter den Marken Kenworth, Peterbilt und DAF produziert, sieht sich derzeit mit erhöhten Zöllen und steigenden Rohstoffpreisen konfrontiert.
Die Lkw-Branche, die stark auf importierten Stahl und Aluminium angewiesen ist, leidet unter den gestiegenen Kosten infolge von Zollanhebungen auf diese wichtigen Materialien.
,,Die neuen Section-232-Zölle auf Lkw, die im November in Kraft treten sollen, werden in den kommenden Monaten für Klarheit am Markt sorgen", sagte CEO Preston Feight.
Im Rahmen von Section 232 des Trade Expansion Act hat die Trump-Regierung kürzlich die Zölle auf importierte mittelschwere und schwere Lkw sowie zentrale Komponenten ausgeweitet und einen 25%-Zoll eingeführt, der ab dem 1. November gilt, um die inländische Produktion zu fördern.
Feight betonte zudem, dass das Unternehmen über 90% der in den USA verkauften Lkw in eigenen Werken in Texas, Ohio und Washington fertigt.
Die Lkw-Auslieferungen gingen im Zeitraum von Juni bis September deutlich zurück und fielen von 44.900 Einheiten im Vorjahr auf 31.900 Einheiten. Der Rückgang war in Nordamerika und Europa besonders ausgeprägt und spiegelt eine schwächere Nachfrage sowie mögliche Lageranpassungen bei Flottenbetreibern wider.
Das Margenziel von PACCAR für das vierte Quartal könnte laut Analysten von Jefferies schwer zu erreichen sein, da die Lkw-Auslieferungen schwächer ausfallen und die Preissetzungsmacht begrenzt ist.
Der Nettogewinn sank im Quartal zum 30. September auf 590 Millionen US-Dollar beziehungsweise 1,12 US-Dollar je Aktie, verglichen mit 972 Millionen US-Dollar oder 1,85 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum.
Analysten hatten laut von LSEG zusammengestellten Daten einen Gewinn von 1,16 US-Dollar je Aktie erwartet.
Der Quartalsumsatz und -erlös belief sich auf 6,67 Milliarden US-Dollar und lag damit über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 6,38 Milliarden US-Dollar.
(Bericht von Apratim Sarkar; Redaktion: Shailesh Kuber)


















