Nach einem zaghaften Plus von 0,5% zur Mittagszeit beendete die Pariser Börse den Tag mit einem marginalen Rückgang von 0,09% auf 8.114 Punkte. Der Markt zeigte sich gespalten zwischen den Kursgewinnen von Saint-Gobain (+2,8%), Edenred (+2,8%) und Stellantis (+2,1%) sowie den Verlusten bei Orange (-2,1%), Société Générale (-1,5%) und TotalEnergies (-1,3%).
Der Pariser Leitindex blieb in der vergangenen Woche nahezu stabil (+0,04%).

An der Wall Street dominieren zwar grüne Vorzeichen, doch die Zuwächse bleiben gering: Der Dow Jones und der S&P legen jeweils um 0,2% zu, der Nasdaq um 0,1%.

Die mit Spannung erwarteten Inflationszahlen aus den Vereinigten Staaten (PCE für November) entsprachen exakt den Erwartungen: Die Rate blieb unverändert bei 2,8% mit einem sequenziellen Anstieg von 0,3%.

Für eine positive Überraschung sorgte das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan, das von 52 auf 53,2 Punkte stieg. Die Einkommen legten um 0,4% zu, während Experten lediglich mit 0,3% gerechnet hatten.

Die in den letzten Tagen veröffentlichten Indikatoren, die eine Abschwächung des US-Arbeitsmarktes bestätigten, haben die Erwartungen auf eine weitere Zinssenkung der Federal Reserve im Dezember gestützt. Dennoch bleibt angesichts der anhaltenden Kerninflation in den vergangenen Monaten Vorsicht geboten.
Das Konsens-Barometer für eine dritte Zinssenkung liegt laut FedWatch des Börsenbetreibers CME Group aktuell bei 87%, nach 68% vor einem Monat.

US-Staatsanleihen geraten deutlicher unter Druck: Die Rendite der zehnjährigen T-Bonds steigt auf 4,137%, die der zweijährigen auf 3,561% (jeweils +3 Basispunkte).

"Wir sind bereits im Dezember, aber aufgrund der kürzlich erfolgten Schließung der Bundesbehörden werden diese Zahlen nur eine Momentaufnahme für den September liefern", relativieren die Analysten der Danske Bank am Morgen. "Dieser Umstand sollte bei der Analyse nicht außer Acht gelassen werden", so die dänische Bank.

In Europa hat sich das Handelsbilanzdefizit Frankreichs im Oktober deutlich auf 3,92 Milliarden Euro verringert (gegenüber -5,2 Mrd. EUR erwartet), nach 6,35 Mrd. EUR im Vormonat, wie aus den saison- und kalenderbereinigten Daten (CVS-CJO) des Finanzministeriums hervorgeht.

Die deutschen Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe stiegen im Oktober volumenmäßig um 1,5% gegenüber dem Vormonat (erwartet: +0,5%), wie die saison- und kalenderbereinigten Zahlen von Destatis zeigen. Im September lag das Plus bei revidierten 2% (ursprünglich 1,1%).

Im dritten Quartal 2025 wuchs das saisonbereinigte BIP im Euroraum um 0,3% (erwartet: 0,2%) und in der EU um 0,4% gegenüber dem Vorquartal, wie eine Schätzung von Eurostat, dem Statistikamt der Europäischen Union, ergab.

Am Rentenmarkt notiert die französische OAT 2035 bei 3,531% (+1 Basispunkt), während die zehnjährigen Bundesanleihen bei 2,797% (+2,8 Basispunkte) liegen. Italienische BTPs verschlechtern sich um 2 Basispunkte auf 3,491%.

Der Euro zeigt sich gegenüber dem US-Dollar stabil bei 1,163 USD, das Barrel Brent-Öl steigt um 0,5% auf 63,7 USD.

Unter den französischen Unternehmen verzeichnet Derichebourg (+16%) einen starken Anstieg des Nettogewinns um 63% auf 122 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2024-25, "dank des erheblichen Beitrags der Elior Group, der in den kommenden Jahren weiter deutlich wachsen dürfte".

Air Liquide investiert rund 25 Millionen Euro in die Modernisierung seiner Luftzerlegungsanlage (ASU) im chinesischen Yulin (Provinz Shaanxi). Zudem hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit Hyundai Motor Group unterzeichnet, um die internationale Partnerschaft zu stärken und die Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben.

Schließlich gewinnt Alstom im SBF 120 fast 5%, nachdem Citi die Empfehlung von "Neutral" auf "Kaufen" angehoben und das Kursziel von 21 auf 31 EUR erhöht hat. Der Broker zeigt sich optimistisch hinsichtlich der Entwicklung des Cashflows des französischen Bahnzulieferers.