Rheinmetall, dessen Geschäft seit Beginn des Ukraine-Krieges infolge steigender europäischer Verteidigungsausgaben floriert, suchte bereits seit vergangenem Jahr nach einem Käufer für den Bereich Power Systems und führte diesen seit Dezember 2025 als nicht fortgeführte Aktivitäten.
Die Sparte wird zu einem vorläufigen Preis von 350 Mio. EUR verkauft, wobei Anpassungen bis zum für das vierte Quartal erwarteten Closing vorbehalten bleiben.
Der Verkauf wird zusätzliche Wertberichtigungen in Höhe von etwa 200 Mio. EUR nach sich ziehen, nachdem Rheinmetall bereits im Dezember eine nicht zahlungswirksame Abschreibung von rund 350 Mio. EUR auf den Geschäftsbereich vorgenommen hatte.
'Insbesondere die weitere Verschlechterung der Geschäftslage im Automobilsektor hatte Auswirkungen auf die Umstände und Bedingungen der endgültigen Vereinbarung', erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme.
Aequita, eine auf die Übernahme und Restrukturierung von Unternehmen spezialisierte Investmentgesellschaft, plant laut Rheinmetall, die rund 6.250 Mitarbeiter der Sparte weltweit zu übernehmen.
'Das Unternehmen ist eine hervorragende Ergänzung für unsere Automotive-Sparte, die nun einen Umsatz von rund 5 Mrd. EUR erwirtschaften wird', sagte Axel Geuer, Vorsitzender und Co-CEO von Aequita.
Er fügte hinzu, dass Aequita die langfristige Entwicklung des Geschäfts unterstützen und Synergien innerhalb des eigenen Automotive-Portfolios anstreben werde.
Vom Verkauf ausgenommen sind laut Rheinmetall drei deutsche Standorte des Aluminiumguss-Spezialisten KS Huayu AluTech, eine Beteiligung am Automotive-Sensor-Joint-Venture Dermalog SensorTec sowie das Pierburg-Werk im spanischen Abadiano.
(1 USD = 0,8617 Euro)


















