Energie: Die Ölpreise reagieren derzeit äußerst sensibel auf die Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nachdem die Notierungen infolge der Aussetzung der Friedensgespräche deutlich anzogen, gaben sie gestern wieder nach, nachdem Signale auf eine mögliche Wiederaufnahme der Verhandlungen hindeuteten. Donald Trump betonte, eine Einigung mit Teheran anstreben zu wollen. Auch die iranische Regierung meldete Fortschritte in den Gesprächen. Noch im Laufe der Woche könnten sich die Unterhändler beider Länder in Islamabad treffen. Bis dahin dürfte die Volatilität am Ölmarkt hoch bleiben.
Mit Blick auf die Fundamentaldaten schlägt die Internationale Energieagentur (IEA) einen warnenden Ton an. Der starke Anstieg der Ölpreise belastet die weltweite Nachfrage unmittelbar. Die IEA hat ihre Prognosen nach unten revidiert und erwartet für das zweite Quartal einen Rückgang des Verbrauchs um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die Organisation nun mit einem Nachfragerückgang von 80.000 Barrel pro Tag. Die derzeitigen Preisniveaus wirken nach Einschätzung der IEA bereits nachfrageseitig dämpfend.
Metalle: Gold rückt wieder stärker in den Fokus der Anleger und verzeichnet die zweite Woche in Folge Kursgewinne, aktuell bei 4.810 USD. Auslöser dieser Entwicklung war zunächst die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, die die Ölpreise beruhigte und damit auch die Inflationssorgen vorübergehend dämpfte. Bei den Industriemetallen zieht der Kupferpreis in London auf 13.000 USD an und erreicht damit den höchsten Stand seit drei Monaten.
Agrarrohstoffe: Der Weizenpreis verzeichnet den stärksten Wochenrückgang seit Ende Juli. Auslöser ist der jüngste Monatsbericht des US-Landwirtschaftsministeriums, der deutlich höhere globale Lagerbestände ausweist als erwartet. Der Preis für einen Scheffel Weizen (Fälligkeit Mai 2026) fällt auf 571 Cent. Auch Mais folgt diesem Abwärtstrend und notiert bei 443 Cent, während sich Sojabohnen mit einem leichten Plus auf 1.166 Cent vergleichsweise robust zeigen.























