Die indische Rupie verharrte am Montag nahe ihrem Allzeittief und konnte Verluste weitgehend nur durch mutmaßliche Interventionen der Zentralbank über staatliche Institute abwenden, während die Feindseligkeiten am Golf die Ölpreise auf hohem Niveau hielten. 

Die Rupie schloss mit 92,42 pro Dollar nahezu unverändert und blieb damit in Schlagdistanz zu ihrem in der Vorwoche erreichten Rekordtief von 92,4750. 

Die Futures für Brent-Rohöl stiegen um über 1 % auf 104,5 USD pro Barrel, wobei die Lage in der Straße von Hormus ein zentraler Fokus für Investoren blieb. 

Die Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Koalition zur Wiederöffnung der wichtigen Energieroute schienen auf wenig Erfolg zu stoßen, da die Verbändeten Japan und Australien erklärten, sie planten keine Entsendung von Marineschiffen.

"Am Devisenmarkt wird die Reaktion weitgehend von den Ölpreisbewegungen getrieben, wobei Händler identifizieren, welche Volkswirtschaften stärker gefährdet sind, und sich entsprechend positionieren", sagte ein Händler eines in Singapur ansässigen Hedgefonds. 

Indiens Außenwirtschaftsbilanz und die Staatsfinanzen könnten beeinträchtigt werden, falls die Ölpreise über einen längeren Zeitraum hoch bleiben, so Ökonomen. 

"Der Anstieg der Ölpreise seit Ende Februar stellt einen erheblichen Terms-of-Trade-Schock für die Rupie dar, insbesondere zu einem Zeitpunkt, an dem auch das Nicht-Öl-Handelsbilanzdefizit groß ist", schrieben Analysten von HSBC in einer Notiz am Montag. Die Ölpreise sind seit Ausbruch des Krieges um über 40 % gestiegen.

HSBC hat ihre Prognose für die Rupie bis Ende März von zuvor 88 auf 92 nach unten korrigiert. 

Indiens Handelsbilanzdefizit verringerte sich im Februar im Vergleich zum Vormonat, wie aus am Montag veröffentlichten Daten hervorgeht. Beamte warnten jedoch, dass die eskalierende Krise um die Straße von Hormus wichtige Lieferungen blockieren und die Kosten für das energieimportierende Land erhöhen könnte.

An den globalen Märkten notierte der Dollar-Index mit 100,2 etwas schwächer, während asiatische Währungen uneinheitlich tendierten, da die Anleger zudem eine Reihe von geldpolitischen Entscheidungen verschiedener Zentralbanken in dieser Woche im Blick behielten.