Als Star des französischen Aktienmarkts und Inhaber einzigartiger, nicht reproduzierbarer und souveräner Schlüsseltechnologien hat Safran zudem vom Verteidigungsboom in Europa profitiert – ein Segment, das 40 % des Umsatzes ausmacht – sowie von weiterhin hohen Auftragseingängen in der zivilen Luftfahrt.

Wie gewohnt tritt MarketScreener einen Schritt zurück, um die – in der Wirtschaftspresse ausführlich kommentierten – Jahreszahlen in eine langfristige Perspektive einzuordnen, nämlich über den Zyklus 2010 bis 2025.

Dabei zeigt sich, dass Safran seinen Umsatz in diesem Zeitraum nahezu verdreifacht hat – von 11 auf 31 Milliarden Euro – während sich das operative Ergebnis fast verfünffachte.

Der Gewinn vor Steuern und Sondereffekten – der erheblichen Verzerrungen unterliegt, wie ein Wechselkursverlust von 5,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr und ein Wechselkursgewinn von 5,8 Milliarden Euro in diesem Jahr verdeutlichen – hat sich sogar verfünfzigfacht. All dies bei einer stabil gebliebenen Anzahl ausstehender Aktien.

Die Wertschöpfung ist somit in jeder Hinsicht spektakulär ausgefallen – und umso bemerkenswerter, als diese Expansion vollständig aus eigener Kraft finanziert wurde, während der Konzern stets eine außerordentlich solide Kapitalstruktur mit vernachlässigbarer Verschuldung bewahrte.

Auch die Aktionäre wurden in diesem Zeitraum großzügig bedacht. Neben einem seit 2010 um das Zwanzigfache gestiegenen Aktienkurs hat sich die Dividendenausschüttung verzehnfacht.

Die Börsenbewertung von Safran trägt diesem außergewöhnlichen Werdegang Rechnung. Allerdings notiert auch sie auf historischen Höchstständen – sowohl gemessen an den Gewinnmultiplikatoren als auch am Verhältnis zum Eigenkapital.

Diese stratosphärischen Bewertungsniveaus werfen zwangsläufig Fragen auf. Jede noch so kleine Enttäuschung dürfte von den Investoren künftig empfindlich sanktioniert werden.