Bankentitel stehen am Freitag europaweit unter Druck. Insbesondere in Paris verzeichnen Crédit Agricole (-1%) und BNP Paribas (-1,8%) Kursrückgange, wobei Letztere das Schlusslicht im CAC 40 bildet, der insgesamt um 0,8% nachgibt.

Der Sektor folgt damit der schwachen Tendenz großer US-Institute wie JP Morgan Chase (-2,7%), Bank of America (-1,6%) oder Goldman Sachs (-1,2%) vom Vorabend. Hintergrund ist eine zunehmende Risikoaversion angesichts der jüngsten geopolitischen Spannungen am Golf.

'In den letzten Stunden kam es zu einer deutlichen Eskalation durch US-Angriffe auf Ziele im Iran, als Reaktion auf iranischen Beschuss von drei US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus', hieß es heute Morgen seitens der Deutschen Bank.

'Donald Trump postete daraufhin: 'Wir werden sie in Zukunft viel härter und gewaltsamer treffen, wenn sie ihr Abkommen nicht SCHNELL unterzeichnen!'', so die deutsche Bank in ihrem Marktkommentar weiter.

UBS-Kommentare stützen Société Générale

Dennoch kann sich die Société Générale mit einem Minus von nur 0,6% behaupten und bewegt sich damit im Einklang mit dem Gesamtmarkt. Rückenwind erhält der Titel von der UBS, die ihre Kaufempfehlung ('Buy') bestätigt und das Kursziel leicht von 85,4 EUR auf 86,1 EUR angehoben hat.

'Wir sehen bei der Société Générale erhebliches Wertpotenzial, vorausgesetzt, das Management hält auf dem Investorentag (CMD) im September an seinem Kurs bei Kosten, Kapital und Investitionsausgaben fest', so die Schweizer Großbank.

Aktieneinziehung zur Kapitalherabsetzung

Zudem gab die Société Générale am Donnerstagabend bekannt, dass der Verwaltungsrat am 29. April auf Basis der Ermächtigung durch die außerordentliche Hauptversammlung vom 22. Mai 2024 beschlossen hat, das Grundkapital zum 7. Mai 2026 herabzusetzen.

In diesem Zuge hat die Bankengruppe 7.329.781 zuvor zurückgekaufte Aktien eingezogen. Infolgedessen setzt sich das Grundkapital der Société Générale nunmehr aus 744.394.214 Stammaktien zusammen.