SWISS-Chef Jens Fehlinger sagte der Neuen Zürcher Zeitung: 'Die Prognosen unserer Lieferanten - Mineralölkonzerne und Raffinerien - sind derzeit gut.'
Europäische Fluggesellschaften haben vor möglichen Kerosinengpässen innerhalb weniger Wochen gewarnt. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat das Angebot verknappt, die Energiepreise in die Höhe getrieben und könnte die Sommerreisesaison beeinträchtigen.
'Sollte es zu einer Kerosinknappheit kommen, würde sich dies zuerst in Afrika oder Asien bemerkbar machen. Dafür gibt es momentan keine Anzeichen', so Fehlinger gegenüber der NZZ.
Obwohl der Ausblick stabil bleibt, erklärte Fehlinger, dass die Fluggesellschaft und der Mutterkonzern Lufthansa Group an Notfallplänen arbeiten. Dazu gehört das 'Tankering', bei dem Flugzeuge an Zielorten mit ausreichendem Angebot vollgetankt werden, um zusätzlichen Treibstoff nach Zürich zurückzubringen.
Solche Praktiken sind derzeit regulatorisch eingeschränkt, doch Fehlinger deutete an, dass Gespräche mit der Politik geführt werden könnten, um diese Möglichkeit wieder zu eröffnen.
Eine weitere Option seien strategische Tankstopps an gut versorgten Flughäfen entlang der Flugrouten, wie etwa in Wien für Flüge nach Asien, sagte er.
Fehlinger erklärte der NZZ zudem, dass sich die anhaltend hohen Ölpreise im Laufe der Zeit voraussichtlich in den Ticketpreisen niederschlagen werden.
Die SWISS hat sich gegen die jüngste Volatilität an den Treibstoffmärkten abgesichert, indem sie rund 80% ihres Kerosinbedarfs für das Jahr gehedgt hat, was die unmittelbaren Auswirkungen steigender Preise begrenzt.
Die Fluggesellschaft habe bisher nur einen Anstieg der treibstoffbezogenen Kosten um 20% verzeichnet, fügte er hinzu.



















