Uber gab bekannt, dass sich Nutzer ab Montag für die Chance auf eine Fahrt in Londons ersten Robotaxis anmelden können. Diese basieren auf der KI-Technologie des britischen Start-ups Wayve und sollen starten, sobald die Regulierungsbehörden grünes Licht geben - was das Unternehmen in den kommenden Monaten erwartet.

Autonome Fahrzeuge haben für den Fahrdienstleister strategische Priorität. Weltweit ist Uber Partnerschaften mit mehr als 30 Unternehmen in den Bereichen autonomer Güterverkehr, Lieferdienste und Taxidienste eingegangen, wobei bereits Millionen von autonomen Fahrten absolviert wurden.

In London arbeitet das Unternehmen mit Wayve zusammen, um Dienste einzuführen, die als reguläre UberX-, Uber Electric- oder Uber Comfort-Optionen fungieren, mit dem Unterschied, dass das Fahrzeug von einer KI gesteuert wird.

'Dies ist das erste Mal, dass die breite Öffentlichkeit im Vereinigten Königreich ein autonomes Fahrzeug rufen kann', sagte Kaity Fischer, VP of Commercial and Operations bei Wayve, in einem Interview.

Es werde zwar ein geschulter Operator hinter dem Lenkrad sitzen, um das System zu überwachen, so Fischer, doch die Nutzer könnten erwarten, ohne menschliches Eingreifen vom Abholort zum Ziel gebracht zu werden.

Ein vollständig fahrerloser Betrieb sei für die Zukunft geplant, erklärten die Partner.

Uber teilte mit, dass Fahrgäste sich bereits vor dem Start in eine Interessentenliste eintragen können.

'Gemeinsam mit Wayve führen wir eine neue Art des Reisens in London ein und tragen dazu bei, das Vereinigte Königreich als globales Zentrum für autonome Innovationen zu etablieren', sagte Annie Duvnjak, Global Head of Autonomous Mobility Operations bei Uber.

Kunden, denen eine autonome Fahrt von Wayve zugewiesen wird, können sich entscheiden, diese anzunehmen oder zu einem konventionellen Dienst zu wechseln, fügte sie hinzu. Für die autonome Fahrt fielen keine zusätzlichen Kosten an.

Die Fahrzeuge vom Typ Ford Mustang Mach-E, die unter dem Branding 'Uber x Wayve' laufen, sind mit Rundumkameras und Radar ausgestattet, deren Daten direkt im Fahrzeug verarbeitet werden. Die Technologie werde bereits seit 2018 auf Londoner Straßen getestet, so Fischer.

Bei einer Testfahrt von Reuters bewältigte das Fahrzeug den dichten Londoner Verkehr - einschließlich ein- und ausfahrender Busse, zwischen Autos hindurchschlängelnder Radfahrer und Passanten auf Zebrastreifen - völlig reibungslos. (Berichterstattung durch Paul Sandle; Redaktion durch Kate Holton)