* US-Finanzminister Scott Bessent hatte zuvor erklärt, er werde die Generallizenz für den Erwerb von auf Tankern gelagertem russischem Öl nicht erneuern.
* Bis zum frühen Samstagnachmittag Washingtoner Zeit wurde keine Bekanntmachung über eine Verlängerung auf der Website des Finanzministeriums veröffentlicht. Ein Sprecher des Ministeriums lehnte weitere Kommentare ab.
* Zwei führende demokratische US-Senatorinnen, Jeanne Shaheen und Elizabeth Warren, hatten die Trump-Regierung am Freitag aufgefordert, die Ausnahmeregelung nicht zu verlängern. Sie argumentierten, dass diese Russland Einnahmen zur Finanzierung des Krieges in der Ukraine verschaffe, während es keine Belege dafür gebe, dass sie die Kraftstoffkosten für amerikanische Verbraucher senke.
* Die vorangegangene Verlängerung war Teil der Bemühungen der Trump-Administration, die während des Iran-Krieges in die Höhe geschnellten globalen Energiepreise zu kontrollieren. Zu den Maßnahmen gehörten auch Darlehen aus der Strategischen Erdölreserve und eine vorübergehende Aussetzung der Schifffahrtsregel des 'Jones Act'. Zudem hat Präsident Donald Trump seine Unterstützung für ein Aussetzen der Bundesbenzinsteuer von 18,4 Cent pro Gallone signalisiert.
* Diese Schritte konnten die US-Benzinpreise kaum beruhigen, die derzeit bei etwa 4,50 Dollar pro Gallone liegen - dem höchsten Stand seit 2022. Sowohl die inländischen als auch die internationalen Ölpreise bewegen sich seit Kriegsbeginn am 28. Februar um oder über der Marke von 100 Dollar pro Barrel.
* Trump erklärte Reportern am Freitag auf dem Rückflug von Peking, er habe mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über eine mögliche Aufhebung der Sanktionen gegen chinesische Unternehmen gesprochen, die iranisches Öl kaufen, und werde in Kürze eine Entscheidung treffen.
* Indien ist der größte Abnehmer von russischem Rohöl auf dem Seeweg. Die Käufe erreichten im April und Mai nach den vorangegangenen Sanktionsbefreiungen nahezu Rekordwerte. (Berichterstattung durch David Lawder in Paris und Timothy Gardner in Washington; Redaktion durch Matthew Lewis)




















