Der Ökonom Ken Rogoff vertritt die Ansicht, dass die Stellung des Dollars als weltweit dominierende Währung kaum über Nacht schwinden wird, jedoch zunehmendem Druck ausgesetzt ist. Auf internationaler Ebene verstärken der Krieg im Iran, steigende Militärausgaben und Chinas Bestrebungen, die Nutzung des Yuans auszuweiten, den Trend hin zu einem multipolaren Finanzsystem. Im Inland trüben anhaltende US-Defizite, eine wachsende Schuldenlast und höhere Zinssätze die fiskalische Entwicklung Amerikas. Rogoff betont, dass der Dollar weiterhin tief im Welthandel und im Finanzwesen verankert bleibt, warnt jedoch davor, dass die allmähliche Erosion seiner Dominanz bereits eingesetzt hat.

Bloomberg-Videos, zur Verfügung gestellt von MT Newswire