Während die Europäische Zentralbank wenig überraschend ihre Leitzinsen bei 2,00 % beließ, senkte die US-Notenbank ihren Leitzins um 25 Basispunkte. Parallel kündigte sie an, das Quantitative Tightening ab dem 1. Dezember zu beginnen. Künftig sollen die Erträge aus ihren Wertpapierbeständen verstärkt in kurzfristige US-Staatsanleihen (T-Bills) reinvestiert werden – eine Maßnahme, die gezielt Liquidität ins System bringen und den Kapitalmärkten Stabilität verleihen soll.
Insgesamt wirkte die Tonlage optimistisch: Die US-Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähig, importierte Inflation scheint – zumindest teilweise – durch Importeure und Wiederverkäufer abgefedert zu werden, sodass der Endverbraucher bislang geschont bleibt.
Powells Warnung erschüttert die Märkte
Doch dann kam der Satz, der alles veränderte: Jerome Powell stellte klar, dass eine weitere Zinssenkung im Dezember keineswegs sicher sei. Dieser Vorbehalt genügte, um heftige Marktreaktionen auszulösen:
Anleihen gerieten unter Druck,
der Dollar legte zu,
die Aktienmärkte verzeichneten Verluste.

Quelle: Bloomberg
Der US-Dollar-Index (DXY) überschritt jüngst die Marke von 99,50 Punkten, was als Bestätigung für den Durchbruch des EUR/USD bei 1,1500 gewertet wird.
Der USD/JPY näherte sich der Zone um 154,15–154,50, dem letzten Widerstand vor den Jahreshochs bei 158,85–159,75. Auf der Unterseite liegt die erste relevante Unterstützung bei 150,50.
Der Australische Dollar (AUD/USD) zeigte sich volatil: Nach dem Durchbruch der 0,6545 und einem kurzen Anstieg bis knapp 0,6630 geriet das Währungspaar wieder unter Druck.
Der Neuseeland-Dollar (NZD/USD) stieß an der Marke von 0,5800 erneut auf Widerstand und bleibt in einem klaren Abwärtstrend. Das mittelfristige Ziel liegt zwischen 0,5505 und 0,5485.
Beim USD/CAD hält sich das Paar weiterhin über der Marke von 1,3875 – ein Niveau, das die intakte Aufwärtsstruktur stützt. Der nächste Zielbereich befindet sich bei 1,4150.


















