Israelische und US-amerikanische Angriffe auf den Iran sowie die Reaktion Teherans führten zur Schließung des Luftraums über Teilen des Nahen Ostens und zur Stilllegung wichtiger Flughäfen wie Dubai und Doha, was Geschäfts- und Reiseaktivitäten beeinträchtigte.
WIE GROSS IST DER LUXUSMARKT IM NAHEN OSTEN?
Der Nahe Osten macht Schätzungen von Morgan Stanley und der Bank of America zufolge etwa 5% bis 6% des weltweiten Luxusumsatzes aus, wobei der Großteil der Käufe von Touristen stammt, insbesondere aus Russland, Saudi-Arabien, China und Indien.
Die Vereinigten Arabischen Emirate erwirtschaften laut Morgan Stanley etwa die Hälfte der regionalen Umsätze des Sektors, wobei die meisten Transaktionen in Dubai stattfinden.
Am Montag waren viele Geschäfte in Dubai und anderen bedeutenden Einkaufszentren des Nahen Ostens geschlossen oder wurden nur mit minimaler Belegschaft betrieben.
WARUM IST DAS WICHTIG?
Da sich Luxusunternehmen von einer zweijährigen Abschwächung zu erholen versuchen, hoffen Investoren, dass die Umsätze im Nahen Osten – ein seltener Lichtblick des Sektors im vergangenen Jahr – der Branche neuen Auftrieb geben können, zumal die Erholung in China schwach bleibt und US-Zollrisiken für weitere Unsicherheit sorgen.
Die Krise könnte laut Analysten von Morgan Stanley auch den sogenannten Ramadan-Boom beeinträchtigen – wohlhabende Golf-Bewohner, die während des Ramadan zum Einkaufen nach Europa und an andere Orte reisen.
WELCHE MARKEN SIND AM STÄRKSTEN BETROFFEN?
Richemont, der Eigentümer von Cartier, und das italienische Unternehmen Zegna sind am stärksten exponiert, da jeweils rund 9% ihres Gesamtumsatzes aus dem Nahen Osten stammen, während Burberry zu den am wenigsten betroffenen Marken zählt.
WIE ENTWICKELN SICH LUXUSUNTERNEHMEN AN DER BÖRSE?
Der STOXX Europe Luxury 10 Index ist seit Montag um etwa 9% gefallen, was den größten Zweitagesverlust seit dem Zollschock im April bedeutet.



















