Wiederaufflammen der Spannungen zwischen Iran und USA: Verteidigungswerte im starken Aufwind
Das Scheitern der Verhandlungen zwischen Teheran und Washington sorgt für neuen Auftrieb im Verteidigungssektor, der in den vergangenen Jahren ohnehin nicht an Katalysatoren gefehlt hat. Während die Gespräche stagnieren, soll die Trump-Administration laut dem Medium Axios ihre militärische Präsenz im Nahen Osten massiv verstärken und damit das Szenario einer umfassenden Kampagne befeuern.
Am Tag nach dem Ende der Gespräche zwischen Teheran und Washington ziehen die Märkte vor allem eine gemischte Bilanz der Verhandlungen. Während die iranische Seite erklärt, dass ein "Satz von Leitprinzipien" verabschiedet worden sei, ließ JD Vance verlauten, dass Teheran bestimmte rote Linien von Donald Trump nicht anerkenne.
Um die Situation weiter zu verkomplizieren, hat Teheran heute die Durchführung gemeinsamer Militärübungen mit Russland im Golf von Oman angekündigt, mit dem ausdrücklichen Ziel, den "Schutz von Handelsschiffen" zu gewährleisten. Eine Entscheidung, die von amerikanischer Seite als Provokation gewertet werden könnte, da Iran und Russland seit mehreren Monaten mit erhöhtem westlichem Druck und einer Zunahme von Aufbringung ihrer Schiffe konfrontiert sind, denen vorgeworfen wird, an der Umgehung von Sanktionen beteiligt zu sein.
"Die Trump-Administration ist einem großen Krieg im Nahen Osten näher, als die meisten Amerikaner glauben. Er könnte sehr bald beginnen", berichtet Axios.
Das amerikanische Medium bestätigt zudem, dass die Trump-Administration sich auf eine mögliche militärische Operation gegen den Iran vorbereitet, die in Form einer mehrwöchigen gemeinsamen Kampagne mit Israel erfolgen könnte – weit über einen gezielten Schlag hinaus.
Laut dem Medium hat Washington seine regionale Militärpräsenz erheblich verstärkt: Zwei Flugzeugträger, ein Dutzend Kriegsschiffe, Hunderte von Kampfjets und mehr als 150 Frachtflüge, die Waffen und Munition liefern. In den letzten 24 Stunden sollen weitere 50 Flugzeuge (F-35, F-22, F-16) stationiert worden sein.
Vor diesem Hintergrund stürzen sich die Investoren auf Verteidigungswerte: +5,9% für Thales, +5,4% für Leonardo, +5% für Rheinmetall, +4,7% für Saab, +4,4% für BAE Systems, +3,8% für Hensoldt, +2,3% für Safran. Auch amerikanische Werte legen zu, mit +1,6% für L3Harris, +1,3% für General Dynamics und +1% für Lockheed Martin.
Thales ist eines der führenden europäischen Unternehmen in der Herstellung und Vermarktung von elektronischen Geräten und Systemen für die Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Sicherheit. Der Nettoumsatz gliedert sich wie folgt nach Produktgruppen: - Verteidigungs- und Sicherheitssysteme (55,3 %): C4I-Verteidigungs- und Sicherheitssysteme (Kontroll- und Überwachungssysteme, Kommunikation, Schutz, Cybersicherheit und andere Systeme), Verteidigungsmissionssysteme, Marinesysteme, elektronische Kriegssysteme, Drohnen, Luftoperationssysteme (Luftverteidigung, Luftüberwachung), Bodenverteidigungssysteme und Raketen; - Luft- und Raumfahrtsysteme (26,7 %): Avionikausrüstung (Cockpit, Kabinen-Multimedia und Simulationsausrüstung), Raumfahrtsysteme (Satelliten, Nutzlasten usw.); - Digitale Identifikations- und Sicherheitslösungen (17,4 %); - Sonstiges (0,6 %). Darüber hinaus hält die Gruppe einen Anteil von 35 % an Naval Group (Hersteller von Marineausrüstung für den Verteidigungs- und Kernenergiesektor). Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Frankreich (27,7 %), Vereinigtes Königreich (6,5 %), Europa (28,1 %), Nordamerika (12,4 %), Asien (9,9 %), Australien und Neuseeland (4,1 %) und Sonstige (11,3 %).