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Portrait de Paul Allen
Geburtstag : 21.01.1953
Geburtsort : Seattle (Washington) - Vereinigte Staaten
Verm÷gen : 25 853 334 USD
Wohnsitz : Vereinigte Staaten
Gr÷▀te Unternehmen :
Keine Verbindung verfŘgbar

Biografie von Paul Allen 
Paul Gardner Allen (* 21. Januar 1953 in Seattle) ist ein US-amerikanischer Unternehmer, der zusammen mit Bill Gates das Softwareunternehmen Microsoft gegr├╝ndet hat und mit ihm von 1975 bis 1983 im Vorstand war. Danach bet├Ątigte er sich haupts├Ąchlich als Gesch├Ąftsmann und Teambesitzer im nordamerikanischen Profisport.

Allen geh├Ârt mit einem Verm├Âgen von 15,0 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Menschen der Welt (2013: Rang 53ÔÇô Quelle Forbes Magazine). Er gilt als der Vision├Ąr der ÔÇ×vernetzten WeltÔÇť. Bis 2007 sollen seine Investitionen in die vernetzte Welt 12 Milliarden Dollar gekostet haben.

Jugend
Paul Gardner Allen wurde in Seattle, Washington, als Sohn von Kenneth S. Allen, einem stellvertretenden Direktor der Bibliothek der University of Washington, und Faye G. Allen geboren. Er besuchte die Lakeside School, eine prestigetr├Ąchtige Privatschule, und freundete sich dort mit dem zwei Jahre j├╝ngeren Bill Gates an, mit dem er seinen Enthusiasmus f├╝r Computer teilte. Zusammen rissen sie die Verwendung des einzigen Minicomputers der Lakeside School an sich. Auf der Suche nach mehr Rechenleistung schlichen sie sich in die Computer Laboratorien der University of Washington ein. Sie wurden ertappt, konnten aber eine ├ťbereinkunft mit der Verwaltung des Laboratoriums erzielen, indem sie Studenten kostenlose Hilfe bei der Benutzung von Computern gaben.

Nach dem Schulabschluss studierte Allen an der Washington State University, ging aber nach zwei Jahren ab, um kommerzielle Software f├╝r die neuen ÔÇ×Personal ComputerÔÇť zu schreiben. In dieser Zeit gr├╝ndete er zusammen mit Bill Gates sein erstes Unternehmen, mit dem sie Software f├╝r Verkehrsz├Ąhlungen entwickelten. 1973 begann er bei Honeywell als Programmierer. Sp├Ąter ├╝berzeugte er Bill Gates, vom Harvard College abzugehen, um Microsoft zu gr├╝nden.

Microsoft
Mit Bill Gates zusammen gr├╝ndete er 1975 in Albuquerque (New Mexico) das Unternehmen Microsoft, urspr├╝nglich Micro-Soft genannt, und begann einen Basic-Interpreter zu verkaufen. Im Jahre 1980 war er wesentlich daf├╝r verantwortlich, dass Microsoft ein Betriebssystem namens 86-DOS f├╝r 50.000 Dollar kaufen konnte. Danach errang Microsoft einen Vertrag, um 86-DOS als Betriebssystem f├╝r den neuen PC von IBM zu liefern. Dies wurde zur Grundlage f├╝r das Wachstum von Microsoft.

Allen schied 1983 bei Microsoft aus, nachdem bei ihm Morbus Hodgkin diagnostiziert wurde, der sp├Ąter erfolgreich behandelt wurde. Im November 2000 trat Allen auch von seiner Position im Aufsichtsrat von Microsoft zur├╝ck, wurde aber gebeten, weiterhin als strategischer Berater f├╝r Microsoft t├Ątig zu sein.

Im August 2010 hat Paul Allen ├╝ber sein Unternehmen Interval Licensing Gerichtsverfahren gegen Google, Apple, Yahoo, Facebook, Ebay und andere Softwareanbieter angestrengt, die er beschuldigt, bei Benutzeroberfl├Ąchen Technologien einzusetzen, auf die er die Patente besitzt. Gegen Microsoft wurde keine entsprechende Klage eingereicht.

Weitere Unternehmen und Projekte
Allen ist an etwa 140 Unternehmen in der IKT-Branche beteiligt.

Seine Vision ist die Verschmelzung von Computer, Heimunterhaltung, Fernsehen und Internet. Dazu kaufte er Satelliten-Fernseh-Anbieter, Kabelnetzfirmen und das Start-Up Metricom, das gro├če US-St├Ądte mit einem Drahtlos-Netzwerk ├╝berziehen wollte.
Laut ÔÇ×Wall Street JournalÔÇť hat er ├╝ber seine Unternehmen schon 2002 und 2003 mehrere Funk-Lizenzen gekauft. Ende Januar 2008 soll das bereits 1986 gegr├╝ndete Beteiligungsunternehmen ÔÇ×Vulcan VenturesÔÇť bei der Versteigerung der US-Breitbandfrequenzen mitgeboten haben.

SpaceShipOne
Im Jahr 2004 best├Ątigte Allen, dass er der alleinige Investor f├╝r das SpaceShipOne war. Dabei handelt es sich um ein Experimentalflugzeug f├╝r kommerziellen suborbitalen Raumflug. Mit SpaceShipOne gelang der erste privat finanzierte suborbitale Raumflug. Damit gewann das Projekt den eigens hierf├╝r ausgelobten Ansari X-Prize.

Stratolaunch
Ende 2011 gab Allen bekannt, ├╝ber seine neue Firma Stratolaunch Systems das mit einer Fl├╝gelspannweite von 116 Metern bis dato gr├Â├čte Flugzeug der Welt bauen zu wollen. Mit dem Flugzeug sollen in der Luft mehrstufige Raketen gestartet werden. Als Konstrukteur der Maschine wurde Burt Rutan ins Gespr├Ąch gebracht.

Soziales Engagement
Paul Allen engagiert sich finanziell sehr stark f├╝r medizinische sowie wissenschaftliche und technologische Arbeit. Zu diesem Zweck gr├╝ndete er im Jahr 1986 die Paul G. Allen Family Foundation. Diese verwaltet den Gro├čteil von Allens Zuwendungen. ├ťber die Stiftung spendet er j├Ąhrlich fast 30 Millionen US-Dollar, die zum gr├Â├čten Teil (etwa 75 Prozent der Gesamtsumme) gemeinn├╝tzigen Organisationen in Seattle und im Staat Washington zugutekommen. Die verbleibenden 25 Prozent verteilen sich auf Organisationen in Portland (Oregon) und anderen St├Ądten im Nordwesten der USA.

Allen beteiligt sich finanziell auch an den Kosten diverser gemeinn├╝tziger Projekte wie SETI und Experience Music Project sowie dem Allen Institut f├╝r Hirnforschung, das er 2003 zusammen mit seiner Schwester Jody Allen Patton gr├╝ndete. Seit September 2006 stellt dieses Institut den Allen Brain Atlas im Internet zur Verf├╝gung, eine Art virtuelle Karte des M├Ąusegehirns. Sch├Ątzungen ├╝ber seine gesamten Zuwendungen f├╝r gemeinn├╝tzige Zwecke im Jahre 2005 belaufen sich auf etwa 815 Millionen US-Dollar.

Die University of Washington wird von Allen seit vielen Jahren in gro├čem Umfang mit finanzieller Unterst├╝tzung bedacht. Ende der 1980er Jahre spendete er 18 Millionen US-Dollar, um damit eine Bibliothek zu bauen, die dann nach seinem Vater Kenneth S. Allen benannt wurde. Im Jahr 2003 spendete er weitere 5 Millionen US-Dollar f├╝r ein nach seiner Mutter Faye G. Allen benanntes Zentrum f├╝r bildende K├╝nste. Au├čerdem ist er gr├Â├čter privater G├Ânner und Namensgeber f├╝r das Paul G. Allen Center for Computer Science & Engineering. An der Errichtung dieses Zentrums, das im Jahr 2004 fertiggestellt wurde, beteiligte Allen sich mit 14 Millionen US-Dollar. F├╝r das Klinikum der Universit├Ąt Washington spendete er zuletzt 3,2 Millionen US-Dollar f├╝r die Erforschung von Prostatakrankheiten.

Im Jahr 1993 finanzierte Allen ein sich ├╝ber zwei Jahre erstreckendes Gerichtsverfahren, in dem die Familie des Rockgitarristen Jimi Hendrix die Rechte an dessen Musik zur├╝ckerlangte. Diese Rechte waren angeblich vorher vom Nachlassverwalter ohne Genehmigung verkauft worden. Allen finanzierte auch den Kauf diverser Gegenst├Ąnde aus Hendrix' pers├Ânlichem Besitz (unter anderem die Gitarre, die Hendrix beim Woodstock-Festival spielte). Diese Gegenst├Ąnde wurden dann im Rahmen von Ausstellungen des Experience Music Projektes ├Âffentlich zug├Ąnglich gemacht.

Im Juli 2010 schloss er sich der philanthropischen Kampagne The Giving Pledge der Milliard├Ąre Bill Gates und Warren Buffett an und versprach, mehr als die H├Ąlfte seines Verm├Âgens zu spenden.

Kunstsammlung
[Manet - Grand Canal Ó Venise (1874).jpg|mini|╔douard Manet:
''Canale Grande in Venedig''
aus der Sammlung Paul G. Allen]
2006 zeigte Allen erstmals eine Auswahl von 28 Gem├Ąlden seiner privaten Kunstsammlung der ├ľffentlichkeit. In dem von Frank Gehry erbauten Experience Music Project in Seattle stellte er unter dem Titel DoubleTake: From Monet to Lichtenstein Werke von Herbert Bayer, Jan Brueghel der J├╝ngere, Giovanni Antonio Canal, Paul C├ęzanne, Willem de Kooning, Edgar Degas, Max Ernst, Eric Fischl, Paul Gauguin, Nan Goldin, Jasper Johns, Roy Lichtenstein, ├ëdouard Manet, Claude Monet, Pablo Picasso, Pierre-Auguste Renoir, Gerhard Richter, Mark Rothko, Georges Seurat, Paul Signac, Thomas Struth, William Turner, Vincent van Gogh und Kenji Yanobe aus.

Beteiligung an Sportvereinen
Allen ist Besitzer der US-Profisportteams Seattle Seahawks (NFL) und Portland Trail Blazers (NBA). Au├čerdem ist er Teilhaber am Fu├čballverein Seattle Sounders FC (MLS).

Portland Trail Blazers
Im Jahr 1988 kaufte Paul Allen f├╝r 70 Millionen US-Dollar die Portland Trail Blazers, ein Basketballteam aus der amerikanischen Profiliga NBA. Er war eine zentrale Figur bei der Planung und Finanzierung der Spielst├Ątte des Teams, der ÔÇ×Rose Garden ArenaÔÇť, die 1993 errichtet wurde.

Da sich der Verein nach Allens Angaben in finanziellen Schwierigkeiten befindet und im Laufe der n├Ąchsten drei Jahre nach seinen Sch├Ątzungen etwa 100 Millionen US-Dollar Verlust machen wird, trat Allen im Fr├╝hjahr 2006 an die Verantwortlichen der Stadt Portland und des Bundesstaates Oregon heran und bat sie um Unterst├╝tzung f├╝r die Mannschaft. Der B├╝rgermeister von Portland, Tom Potter, wies dieses Ansinnen mit Hinweis auf die angespannte Finanzlage der Stadt jedoch zur├╝ck.

Die Fans der Trail Blazers werfen Allen vor, er sei f├╝r die Verschlechterung der Leistungen der Mannschaft sowie f├╝r ihr sinkendes Ansehen in Fachkreisen seit 1996 mit verantwortlich. Nach Angaben des Forbes Magazines lag der Wert der Mannschaft im Jahr 2006 bei etwa 300 Millionen US-Dollar.

Seattle Seahawks
1997 erwarb Allen die Footballmannschaft Seattle Seahawks. Die Stadt Seattle hatte ihn um Hilfe gebeten, nachdem der vorherige Eigent├╝mer Ken Behring einen Umzug des Teams nach Kalifornien durchsetzen wollte. Das neue Stadion der Seahawks, das Qwest Field wurde zwar ├╝berwiegend durch Steuergelder finanziert, doch auch hier war Allen eine der treibenden Kr├Ąfte bei der Planung.

Octopus
[Octopus.jpg|mini|Die Octopus] vor der K├╝ste S├╝dfrankreichs
Im Jahr 2003 wurde Allens Yacht Octopus in Betrieb genommen. Gebaut als Gemeinschaftsarbeit von L├╝rssen in Bremen und der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel geh├Ârt sie mit 127 Metern L├Ąnge, einem eigenen U-Boot und mehreren Beibooten derzeit weltweit zu den zehn gr├Â├čten Yachten.

Allen besitzt zwei weitere Yachten, darunter die 92 Meter lange ÔÇ×TatooshÔÇť, die von der Rendsburger Werft Nobiskrug gebaut wurde.
[paul allen malta.jpg.JPG|mini|Die Tatoosh] im Hafen von Valletta, Malta

Werke

  • Idea Man: A Memoir by the Cofounder of Microsoft. Portfolio/Penguin, April 2011, ISBN 978-1-59184-382-5.

** Deutsche Fassung: Idea Man. Die Autobiographie des Microsoft-Mitgr├╝nders. Frankfurt/New York: Campus Verlag, Juli 2011, ISBN 978-3-593-39539-5.

Einzelnachweise


Source @ Wikipedia


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