Figma teilte am Freitag mit, dass es die Einwände der EU-Wettbewerbsbehörde gegen das geplante 20-Milliarden-Dollar-Angebot des Photoshop-Herstellers Adobe zur Übernahme der cloudbasierten Designer-Plattform sorgfältig prüft.

Die EU-Behörde hatte im August eine umfassende Untersuchung des Kaufangebots von Adobe für Figma eingeleitet, weil es den Wettbewerb auf den globalen Märkten für interaktive Produktdesign-Tools einschränken und Konkurrenten ausschließen könnte.

Adobes Vorschlag kommt in einer Zeit, in der die Aufsichtsbehörden weltweit verstärkt auf Übernahmen von Big Tech-Unternehmen achten, die die Marktmacht dominanter Unternehmen stärken oder an denen Start-ups beteiligt sind, die als aufstrebende Konkurrenten gelten.

Die Europäische Kommission teilte am Freitag in einer Erklärung mit, dass sie Adobe über ihre vorläufige Einschätzung informiert hat und eine umfassende Untersuchung durchgeführt hat, um die möglichen Auswirkungen der Übernahme zu verstehen.

Die Transaktion könnte durch die Zusammenlegung von Figma, einem klaren Marktführer, und einem seiner größten Konkurrenten Adobe einen dominanten Anbieter von interaktiven Produktdesign-Tools schaffen, so die Kommission.

Die webbasierte Plattform von Figma mit Sitz in San Francisco für Design und Brainstorming wird von Technologieunternehmen wie Zoom Video Communications, Airbnb und Coinbase genutzt.

Figma erklärte, es werde sich weiterhin an konstruktiven Gesprächen beteiligen, die sich auf die Vorteile seiner Vereinbarung mit Adobe konzentrieren.

Adobes Chefsyndikus Dana Rao sagte am Mittwoch gegenüber Reuters, dass das Unternehmen bereit sei, Abhilfemaßnahmen vorzuschlagen, um die Bedenken der Regulierungsbehörden auszuräumen.

Die britische Wettbewerbsbehörde führt ebenfalls eine eingehende Untersuchung des Deals durch. (Berichte von Bhanvi Satija in Bengaluru; Bearbeitung durch Shilpi Majumdar)