Einloggen
Einloggen
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
Registrieren
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
  1. Startseite
  2. Aktien
  3. Frankreich
  4. Euronext Paris
  5. Air France-KLM
  6. News
  7. Übersicht
    AF   FR0000031122

AIR FRANCE-KLM

(AF)
  Bericht
Realtime Euronext Paris  -  13:21 01.12.2022
1.283 EUR    0.00%
12:09Air France-KLM strebt bis 2030 eine Senkung der Kerosinemissionen um 30% an
MT
30.11.Mehr als doppelt so viele Fluggäste im Sommer an deutschen Flughäfen
AW
29.11.IATA kritisiert Preiserhöhung für Überflugrechte Dänemark und Island
DP
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivateFonds 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener Analysen

ANALYSE/Warum die Bahn Kurzstreckenflüge nur schwer ersetzen kann

28.09.2022 | 09:14

Von Jon Sindreu

LONDON (Dow Jones)--Befürworter eines Verbots von Kurzstreckenflügen haben ein Problem: die Anschlussflüge. In den letzten Jahren haben Umweltaktivisten wie Greta Thunberg Reisende und politische Entscheidungsträger dazu ermutigt, Flugzeuge durch weniger umweltschädliche Verkehrsmittel zu ersetzen. Als Frankreich während der Pandemie Air France rettete, geschah dies mit der Auflage, innerstaatliche Flüge unter zweieinhalb Stunden zu streichen, sofern es eine Zugalternative gibt.

Die eher geringe Distanz zwischen den Ballungszentren in der Europäischen Union macht die Region zu einem idealen Testgebiet. Brüssel hat vor kurzem den kommerziellen Fernverkehr auf der Schiene liberalisiert und arbeitet an der Fertigstellung eines transeuropäischen Eisenbahn- und Straßennetzes bis 2040.

Die Frage, wohin das führen könnte, ist auch für Anleger interessant. In einem Bericht aus dem Jahr 2020 schätzte UBS die Einnahmemöglichkeiten durch neue europäische Hochgeschwindigkeitsprojekte in den nächsten zehn Jahren auf bis zu 60 Milliarden Euro. Auf der anderen Seite könnte dies bedeuten, dass die Hersteller 37 Prozent weniger Schmalrumpf-Flugzeuge pro Jahr produzieren. Da eine Zukunft mit emissionsfreien Flugzeugen ungewiss ist, wären Regional- und Billigfluggesellschaften besonders gefährdet, wohingegen Transatlantikdienste mit vollem Service weniger betroffen wären.

   Musterfall Deutschland 

In einer neuen Studie wecken die Autoren Vreni Reiter, Augusto Voltes-Dorta und Pere Suau-Sánchez jedoch Zweifel, inwieweit Züge diese Aufgabe übernehmen können. Die Verfasser der Studie "The substitution of short-haul flights with rail services in German air travel markets: A quantitative analysis" verwenden als Beispiel das dicht besiedelte Deutschland, wo eine relativ gleichmäßig verteilte Bevölkerung umfassendem Zugang zum Hochgeschwindigkeitsverkehr hat. Sie ermittelten 87 Nonstop-Flugstrecken - etwa 32 Prozent der jährlichen Sitzplatzkapazität in Deutschland -, die theoretisch von einem Verbot betroffen wären, wobei die längste Zugfahrt fünf Stunden und 37 Minuten dauert.

Entscheidend ist, dass diese Studie etwas berücksichtigt, was die meisten anderen vergessen: Etwa ein Viertel der Passagiere reist nicht von Punkt zu Punkt, sondern zu einem Drehkreuzflughafen und steigt dann in ein Langstreckenflugzeug um. Wie im Fall von Air France wären die Behörden vermutlich toleranter gegenüber solchen Flügen. Aber das würde auch die Umweltvorteile schmälern: In einem Szenario, in dem die Fluggesellschaften nur 10 Prozent der Sitze für Anschlussflüge nutzen müssten, um eine Strecke aufrechtzuerhalten, würden die Kohlendioxidemissionen im Flugverkehr lediglich um 2,7 Prozent sinken.

   Umweltvorteile versus Reisezeit 

Eine Anhebung des Schwellenwerts auf 80 Prozent würde eine stärkere Senkung um 22 Prozent bewirken. Dann würden aber 71 Prozent der Fluggäste auf die Bahn oder direkte Langstreckenflüge umgelenkt, was die Reise im Durchschnitt um zwei Stunden verlängern würde. In einigen Extremfällen beliebter Strecken, die keine Drehkreuzflughäfen einbeziehen, wie zum Beispiel Berlin-Stuttgart, würde selbst ein Schwellenwert von 10 Prozent dazu führen, dass mehr als eine Million Menschen pro Jahr keine andere Wahl hätten, als die doppelte Reisezeit oder gar mehr in Kauf zu nehmen.

Die Lehren daraus sind generell anwendbar. Die Hochgeschwindigkeitsbahn wird ihren Marktanteil auf Strecken mit hoher Punkt-zu-Punkt-Nachfrage, wie München-Berlin, Barcelona-Madrid oder Seoul-Busan, weiter ausbauen. Aber um als Zubringer zu fungieren, müssten die Schienennetze massiv ausgebaut werden.

Die Kapazität der Züge müsste auf die wenigen Abflugstunden abgestimmt werden, in denen die Fluggesellschaften ihre großen Flugzeuge füllen. Den überwiegenden Teil des Tages lägen Kapazitäten brach. Außerdem müssten die Züge die Menschen direkt zu den Flughäfen und nicht zu den Bahnhöfen in den Stadtzentren bringen. Solche "intermodalen" Netze sind oft nicht vorhanden. Spanien zum Beispiel wird in Bezug auf die Anzahl der Hochgeschwindigkeitsstrecken nur noch von China übertroffen, hat aber seine wichtigsten Flughäfen noch nicht an das Netz angeschlossen. Die Investitionen, die erforderlich wären, um all diese Hochgeschwindigkeitskapazitäten in kleinere Städte zu bringen, wären nicht nur enorm hoch, sondern auch umweltschädlich. "Eine Kosten-Nutzen-Analyse lässt eine pauschale Verbotspolitik in einem schlechten Licht erscheinen", so Dr. Suau-Sánchez. "Ein chirurgischer Ansatz ist am besten."

Aber Fluggesellschaften und Flughäfen von Fall zu Fall ins Visier zu nehmen, könnte schnell gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen. So angenehm es auch sein mag, in einem Zug zu reisen, anstatt sich durch die Menschenmassen auf einem Flughafen zu kämpfen, das Ende der Kurzstreckenflüge ist noch lange nicht in Sicht.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/rer/sha

(END) Dow Jones Newswires

September 28, 2022 03:13 ET (07:13 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AIR FRANCE-KLM 0.00%1.2825 Realtime Kurse.-34.31%
FRAPORT AG 2.24%42.36 verzögerte Kurse.-29.99%
LUFTHANSA -0.52%7.617 verzögerte Kurse.23.90%
Alle Nachrichten zu AIR FRANCE-KLM
12:09Air France-KLM strebt bis 2030 eine Senkung der Kerosinemissionen um 30% an
MT
30.11.Mehr als doppelt so viele Fluggäste im Sommer an deutschen Flughäfen
AW
29.11.IATA kritisiert Preiserhöhung für Überflugrechte Dänemark und Island
DP
29.11.Bernstein belässt Lufthansa auf 'Underperform' - Ziel 5,25 Euro
DP
24.11.Bericht: Britische Flughäfen schaffen Flüssigkeitsregeln 2024 ab
DP
24.11.Italien könnte die Mehrheit an ITA an Lufthansa-FS-Konsortium verkaufen - Papier
MR
23.11.MÄRKTE EUROPA/Aufwärts mit angezogener Handbremse
DJ
22.11.Italien will den Verkauf von ITA trotz der Ablehnung von MSC vorantreiben
MR
22.11.Verkauf von Ita Airways: Lufthansa wieder im Rennen - MSC erst e..
DP
22.11.HSBC hebt Air France-KLM auf 'Buy' und Ziel auf 1,70 Euro
DP
Mehr Börsen-Nachrichten
News auf Englisch zu AIR FRANCE-KLM
12:09Air France-KLM Targets 30% Lower Jet Fuel Emissions by 2030
MT
11:24Air France Klm C : ₂ emissions reduction targets for 2030 approved by the Science Ba..
PU
30.11.Strikes, protests in Europe over cost of living and pay
RE
29.11.UK's easyJet says peak holiday demand strong, tougher at other times
RE
25.11.Factbox-What European companies are doing as workers face high inflation
RE
25.11.Air France Klm : Document AMF CP. 2022E873465
PU
25.11.Strikes, protests in Europe over cost of living and pay
RE
24.11.Factbox-Strikes, protests in Europe over cost of living and pay
RE
24.11.Italy could sell majority of ITA to Lufthansa-FS consortium -paper
RE
23.11.Air France Klm : Document AMF CP. 2022E873094
PU
Mehr Börsen-Nachrichten auf Englisch
Analystenempfehlungen zu AIR FRANCE-KLM
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2022 25 228 Mio 26 016 Mio 24 716 Mio
Nettoergebnis 2022 173 Mio 179 Mio 170 Mio
Nettoverschuldung 2022 8 288 Mio 8 547 Mio 8 120 Mio
KGV 2022 15,0x
Dividendenrendite 2022 -
Marktwert 3 295 Mio 3 398 Mio 3 228 Mio
Marktwert / Umsatz 2022 0,46x
Marktwert / Umsatz 2023 0,45x
Mitarbeiterzahl 72 439
Streubesitz 47,1%
Chart AIR FRANCE-KLM
Dauer : Zeitraum :
Air France-KLM : Chartanalyse Air France-KLM | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends AIR FRANCE-KLM
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendNeutralFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkaufen
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung HALTEN
Anzahl Analysten 14
Letzter Schlusskurs 1,28 €
Mittleres Kursziel 1,58 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 23,3%
Verlauf des Gewinns je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
Benjamin M. Smith Chief Executive Officer & Director
Steven Zaat Chief Financial Officer
Anne-Marie Couderc Non-Executive Chairman
Jean-Christophe Lalanne Executive Vice President-Information Technology
Isabelle Bouillot Independent Director
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
AIR FRANCE-KLM-34.31%3 398
SINGAPORE AIRLINES LIMITED10.22%25 908
DELTA AIR LINES, INC.-9.49%22 637
AIR CHINA LIMITED13.97%18 336
CHINA SOUTHERN AIRLINES COMPANY LIMITED-1.07%16 924
RYANAIR HOLDINGS PLC-15.90%15 040