Die portugiesische Regierung hat die lange aufgeschobene Privatisierung der nationalen Fluggesellschaft TAP wieder in Gang gesetzt. Ziel ist es, 49,9 % des Kapitals zu veräußern, wobei 5 % der Anteile für die Mitarbeiter reserviert werden sollen, wie Premierminister Luis Montenegro am Donnerstag erklärte.
Zu den wichtigsten Vorteilen von TAP zählen die strategischen Flugrechte nach Brasilien, in die portugiesischsprachigen afrikanischen Länder sowie in die Vereinigten Staaten ab dem Drehkreuz Lissabon. Diese Verbindungen möchte die portugiesische Regierung erhalten und weiter ausbauen.
Die Privatisierung hat bereits das Interesse der drei führenden europäischen Luftfahrtkonzerne geweckt: Lufthansa, Air France-KLM und IAG haben im vergangenen Jahr Gespräche mit der Regierung geführt.
(Verfasst von Sergio Goncalves und Andrei Khalip, deutsche Fassung: Elena Smirnova, bearbeitet von Augustin Turpin)



















